Die Ortsdurchfahrt von Scheuren wurde für 3,4 Millionen Euro saniert. Auch Gehwege, der Kanal und Versorgungsleitungen wurden erneuert.
Ortsdurchfahrt saniertDie neue Straße in Scheuren ist nach gut zwei Jahren fertig

Zur Freigabe ihrer Ortsdurchfahrt waren einige Frauen und Männer aus Scheuren gekommen.
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Nach etwas mehr als zweieinhalb Jahren Bauzeit sind die Arbeiten an der Kreisstraße 66 in Schleiden-Scheuren abgeschlossen. Landrat Markus Ramers, sein Allgemeiner Vertreter Achim Blindert und der Schleidener Bürgermeister Ingo Pfennings haben die Kreisstraße offiziell freigegeben. Rund 3,4 Millionen Euro haben der Ausbau der Straße und die Verlegung neuer Versorgungsleitungen gekostet.
Im März 2024 war die Ortsdurchfahrt gesperrt und mit den Bauarbeiten begonnen worden. Die Straße wies große Schäden auf und glich stellenweise einem Flickenteppich. Die Bürgersteige bestanden aus Asphalt und waren an mehreren Stellen zu schmal.
Abwasserkanal und Wasserleitung wurden in Scheuren auch erneuert
In Abstimmung mit der Stadt Schleiden wurden in einem rund 775 Meter langen Bereich neben der Fahrbahn und den Gehwegen auch der Abwasserkanal sowie die Wasserleitung einschließlich der dazugehörigen Hausanschlüsse und die Straßenentwässerung erneuert. Außerdem wurden Kabeltrassen für den Glasfaserausbau gezogen.

Zur Verkehrsberuhigung wurde an einer Stelle in der Ortsdurchfahrt eine Engstelle angelegt.
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Ursprünglich sollten die Bauarbeiten bis zum Herbst 2025 abgeschlossen sein. Auch ein zweiter geplanter Fertigstellungstermin Ende Mai/Anfang Juni dieses Jahres konnte knapp nicht eingehalten werden. Für Verzögerungen sorgte unter anderem ein Niederspannungskabel, das aus dem Straßenkörper in die Nebenanlage umgelegt werden musste. Für den Bus- und Anlieger-Umleitungsverkehr musste in dem Teilbereich von der Rötgenstraße bis zum Ende der Ortsdurchfahrt in Richtung Dreiborn ein parallel verlaufender Wirtschaftsweg hergerichtet werden.
„Die Straße war schwer beschädigt und musste umfassend erneuert werden“, sagte Landrat Markus Ramers bei der Freigabe, zu der auch einige Scheurener gekommen waren. Den Ausbau habe der Kreistag bereits 2021 beschlossen. An einer Stelle sei auch eine Engstelle als verkehrsberuhigende Maßnahmen realisiert worden. „Wir haben die Ortsdurchfahrt insgesamt sicherer, komfortabler und zukunftsfähiger gemacht. „Wir investieren in die Infrastruktur“, betonte der Landrat. Die Arbeiten waren in vier Bauabschnitten durchgeführt und im Juli 2026 abgeschlossen worden.
Bürgersteige haben jetzt durchgehend eine Breite von 1,50 Meter
„Dass Straße, Gehwege, Kanal, Beleuchtung und Versorgungsleitungen gemeinsam angegangen wurden, war anspruchsvoll, aber sinnvoll“, betonte Blindert. So habe man die gesamte Infrastruktur in einem Zuge auf einen zeitgemäßen Stand bringen können. Die Bürgersteige wurden gepflastert und haben jetzt durchgehend eine Breite von 1,50 Meter.
Von den 3,4 Millionen Euro an Gesamtkosten entfallen gut 1,9 Millionen auf Fahrbahn, Gehwege und die Beleuchtung. „Diese Maßnahmen werden zu 75 Prozent aus Landesmitteln gefördert“, sagte Blindert. Ziel sei, dass nun für viele Jahre keine grundlegenden Unterhaltungsarbeiten notwendig seien.
Am 19. September feiert der Bürgerverein ein Straßenfest
„Außerorts ist die Straße aber auch nicht die beste. Die Planungen für eine Sanierung dieses Abschnitts haben begonnen“, meinte der Allgemeine Vertreter. Geplant sei, im kommenden Jahr mit den Arbeiten zu beginnen.
Die Stadt hatte neben der Beleuchtung auch Teile des Mischwasserkanals und der Kanalanschlüsse erneuert. Außerdem wurden die Bushaltestellen barrierefrei ausgebaut. Bürgermeister Pfennings lobte die gute Koordination und Organisation der Maßnahme.
„Wir haben hier vor allem viel Schwerlastverkehr von großen Landmaschinen, die auf die Felder fahren“, erklärte Pfennings. Der Bürgerverein Scheuren feiere die Fertigstellung der Maßnahme am 19. September ab 15.15 Uhr mit einem Straßenfest: „Das ist eine tolle Idee.“
