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Vorbereitung hat begonnenKreisel am Ipas bei Großbüllesheim wird saniert – Große Umwege

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Das Bild zeigt die Baumaßnahmen am Kreisverkehr auf der L210.

Am Ipas-Kreisel bei Großbüllesheim haben die vorbereitenden Arbeiten für die anstehende Sanierung begonnen.

Am Procter-Kreisel in Euskirchen starten die Vorarbeiten für die Sanierung – Straßen NRW plant eine neue Betonfahrbahn und große Umleitungen.

Wer aktuell durch den sogenannten Procter-Kreisel, an dem die L210 und die L182 aufeinandertreffen, fährt, der kann erahnen, was dort in Kürze passieren wird. Der Landesbetrieb Straße NRW hat mit den Vorarbeiten für die Sanierung des Kreisels am Industriepark am Silberberg (Ipas) begonnen.

Die Sanierung des Kreisverkehrs, durch den täglich mehrere tausend Fahrzeuge rollen, sollte eigentlich schon vor zwei Jahren stattfinden. Dann war es aber zu Verzögerungen gekommen, da noch Absprachen mit den betroffenen Grundstückseigentümern für die Umfahrung des Kreisverkehrs nötig waren. Beim zweiten Versuch nahm der Landesbetrieb Rücksicht auf brütende Kiebitze und Rebhühner. Deshalb sollte die Sanierung eigentlich im Sommer 2025 starten, doch daraus wurde nichts.

Ausführliche Informationen zur Maßnahme sollen nun folgen

Aller guten Dinge sind aber mindestens drei: Wie Straßen-NRW-Sprecher-Sprecher Torsten Gaber auf Anfrage mitteilt, wird zunächst eine Umfahrung des Kreisverkehrs parallel zur L182 hergestellt. Ausführliche Informationen zur Baumaßnahme sollen in der kommenden Woche bekannt gegeben werden. Dann, so Gaber, werden auch nähere Details zum Ablauf und Zeitplan des Projekts feststehen. Derzeit wartet der Landesbetrieb noch auf den finalen Bauzeitenplan des ausführenden Unternehmens.

Fest steht aber bereits jetzt, dass sich Verkehrsteilnehmer auf größere Umleitungen und eine langfristige Sanierung einstellen müssen. Der Landesbetrieb will nämlich nicht nur den Kreisel erneuern, sondern auch die Sanierung der L 210 im Abschnitt zwischen der B56 und der K15 in Angriff nehmen – also zwischen Kleinbüllesheim und Kuchenheim. „Dadurch können wir im Idealfall bis zu drei Monate Zeit einsparen“, heißt es seitens des Landesbetriebs. Der Kreisverkehr weise „massivste Fahrbahnschäden“ auf, so Straßen NRW.

Kreisel am Ipas soll eine Betonfahrbahn erhalten

Weil der Kreisel so stark frequentiert sei, sei eine massive Bauweise erforderlich. So soll der Kreisel dem Landesbetrieb zufolge eine Betonfahrbahn erhalten. Die anbindenden Straßenäste würden mit Gussasphalt oder Beton (in Richtung Ipas) ausgestaltet. Durch diese Bauweise soll gesichert werden, dass der Kreisel auf Jahre hinaus den Verkehr mit einem hohen Lkw-Anteil aushalten kann.

Die Verkehrsführung wird sich ändern: So ist laut Landesbetrieb geplant, den Bypass, den Verkehrsteilnehmer aktuell noch nutzen können, wenn sie von der Erlenhof-Kreuzung kommend in Richtung Kuchenheim fahren, zu entfernen. „Er ist nach den vorherrschenden Verkehrsströmen nicht erforderlich und würde heute auch nicht mehr gebaut“, so heißt es von Straßen NRW.

Durch den Wegfall des separaten Abzweigs nach Kuchenheim könne der Radverkehr besser an den Ipas angebunden werden. Dafür werden sich die Verkehrsteilnehmer, die aus Kuchenheim kommend in Richtung A 61/Heimerzheim fahren wollen, künftig nicht in den Kreisel einsortieren müssen, sondern können einen separaten Bypass nutzen.