Straßen NRW hält den Baubeginn für einen Kreisel am A61-Anschluss zwischen Weilerswist und Metternich im Jahr 2027 für realistisch.
Direkt an der AutobahnUnfallschwerpunkt bei Weilerswist soll entschärft werden

Gefahrenstelle: An der Bonner Straße/Anschlussstelle A61 bei Weilerswist kommt es immer wieder zu Unfällen.
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An der Kreuzung der L163 mit der Auf- und Abfahrt zur A 61 in Weilerswist kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen. Nach Einschätzung der Gemeinde liegt dort eine deutliche Unfallhäufung vor. Trotz mehrfacher Anpassungen bei Beschilderung und Fahrbahnmarkierung konnte die Lage bislang nicht nachhaltig verbessert werden.
„Der Gemeinderat hat sich bereits mehrfach mit der Situation befasst und Beschlüsse gefasst, um die Gefahrenstelle baulich zu entschärfen“, erklärte Bürgermeister Dino Steuer. Ziel sei die Einrichtung eines Kreisverkehrs, durch den die Geschwindigkeit reduziert, die Übersichtlichkeit erhöht und ein gleichmäßigerer Verkehrsfluss ermöglicht werde.
Planung und Realisierung des Kreisels liegen bei Straßen NRW
Die Gemeinde habe ihre Zustimmung schon vor geraumer Zeit erteilt. Sowohl dem erforderlichen Grunderwerb als auch den Planungen zur Entwässerung sei zugestimmt worden – die kommunalen Voraussetzungen für die Umsetzung seien damit erfüllt.
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Die Planung und Realisierung des Projekts liegt jedoch in der Zuständigkeit des Landesbetriebs Straßen NRW. „Bei Knotenpunkten im Bereich von Landesstraßen mit Autobahnanschluss müssen Finanzierungsfragen zwischen Land und Bund geklärt werden“, so Steuer weiter. Diese Abstimmungen und die Bereitstellung der erforderlichen Mittel führten regelmäßig zu zeitlichen Verzögerungen.
Genaue Details zum Baubeginn stehen derzeit noch nicht fest.
Details sind noch zu klären Auf Nachfrage bestätigte Torsten Gaber, Sprecher von Straßen NRW, dass die Planungen für den Bau des Kreisverkehrs weiterlaufen. „Wir hatten öffentlich bisher keinen Bautermin genannt, da die Planungen noch nicht vollständig abgeschlossen sind. Somit gibt es auch keine Verzögerungen“, stellte Gaber klar.
In diesem Jahr soll Gaber zufolge eine Verwaltungsvereinbarung mit der Autobahn GmbH des Bundes geschlossen werden, in der Kostenteilung und Detailfragen verbindlich festgelegt werden. Sobald die Finanzierung durch Bund und Land gesichert ist, könne der Bau voraussichtlich 2027 beginnen.
„Genaue Details zum Baubeginn stehen derzeit noch nicht fest und hängen auch von der öffentlichen Ausschreibung sowie der zeitlichen Planung des künftigen Auftragnehmers ab. Gegen Jahresende können wir voraussichtlich mehr sagen“, so Gaber.
Die Gemeinde Weilerswist erwartet laut Bürgermeister Dino Steuer, dass die Umsetzung der Kreisverkehrslösung mit Nachdruck vorangebracht wird. Dadurch könne eine der gefährlichsten Kreuzungen im Gemeindegebiet endlich sicherer gemacht werden.

