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FreizeitanlagePrivatinvestor baute Pumptrack in Euskirchen-Flamersheim ohne Genehmigung

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Ein Blick auf den kurvenreichen Rundkurs. Im Hintergrund sind Sprunghügel zu erkennen.

Der Pumptrack für Radfahrer am Flamersheimer Ortsrand war ohne Baugenehmigung errichtet wird.

Die Behörden haben den Rundkurs für Radfahrer mittlerweile abgesegnet. Die Anlage soll von der Stadt Euskirchen übernommen werden. 

Die Euskirchener Stadtverwaltung hat dem Ausschuss für Umwelt und Planung den Pumptrack vorgestellt, der im vergangenen Jahr auf Privatinitiative am Ortsrand von Flamersheim entstanden ist. In der Sitzung des Gremiums ging es auch um die Zulässigkeit der Anlage, die am Friedhofsparkplatz liegt.

Der Rundkurs für Radfahrerinnen und Radfahrer wartet mit Steilkurven, Wellen und Sprungelementen auf, wie es in der Beschreibung heißt. Zu dem Bikepark, wie die Anlage auch genannt, gehört außerdem ein Aufenthaltsbereich mit Sitzgelegenheiten und Tischen.

Ein Politiker bezeichnet die Entstehungsgeschichte als etwas seltsam

Johannes Winckler, der in dem Ausschuss die FDP vertritt, sagte, der Pumptrack werde sehr gut angenommen: „Das ist eine Supersache.“ CDU-Obmann Armin Flucht stimmte ihm zu. Er sprach von einer Bereicherung für die Flamersheimer Jugend, fügte jedoch hinzu, dass die Entstehungsgeschichte „etwas seltsam“ sei.

Ohne ins Detail zu gehen und ohne den Investor zu nennen, sagte Flucht, er gehe zwar davon aus, dass das Vorhaben mit der Stadtverwaltung abgestimmt worden sei. „Nur einer hat vergessen, einen Bauantrag zu stellen.“ In der Zwischenzeit sei den Ausschussmitgliedern mitgeteilt worden, dass die Stadt die Anlage übernehmen werde, ergänzte der Stadtverordnete. „Wir hoffen, dass sie gut in Schuss gehalten wird.“

Die Verwaltung erklärte, der im Außenbereich liegende Bikepark sei zulässig. Sie berichtete zudem, dass der Kreis Euskirchen die Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege geprüft habe. Die Fachbehörden hätten keine Bedenken gegen den Pumptrack.

Die Untere Naturschutzbehörde habe ihre Genehmigung allerdings an die Auflage geknüpft, dass als Ausgleich für den Eingriff in die Natur auf dem Grundstück der Anlage zehn Laubbäume gepflanzt werden müssen.