Abo

Wieder mehr als stimmungsvollDamensitzung der KG „Mer gon vör“ begeisterte in Vernich

3 min
Sechs Frauen in Waldpilzkostümen, die teilweise beleuchtet sind, posieren fröhlich für die Kamera.

Bunt kostümiert und bester Stimmung feierten die Vernicher Närrinnen am Samstag ihre Damensitzung.

Bei der Damensitzung der KG „Mer gon vör“ waren die „Rote Husaren“ erneut im Einsatz. Der artistische Gardetanz erfreute die Närrinnen. 

Im Alter von erst 24 Jahren zählt Timo Schwarzendahl noch zur jüngeren Generation, die im Kölner Karneval als Solokünstler für Stimmung sorgt. Während der Damensitzung in der Vernicher Tomberghalle am Samstagnachmittag war er aus Sicht der feiernden Karnevalsfreundinnen dennoch einer der „ganz Großen“.

„Er hat eine tolle Stimme und bringt die Lieder richtig gut rüber“, schwärmte Sitzungsbesucherin Tessa, bevor sie sich für das nächste Musikstück schunkelnd bei ihrer Sitznachbarin einhakte. Dabei schien nicht nur das Publikum, sondern auch der Sänger selbst voll in den teils selbst geschriebenen, teils von Bands wie Cat Ballou übernommenen Liedern wie „Et jitt kei Wood“ regelrecht aufzugehen. Zwischenzeitlich verließ Schwarzendahl sogar die Bühne, um sich auf einem Stuhl inmitten der Feiernden niederzulassen.

Timo Schwarzendahl hat die Arme weit von sich gestreckt und spricht in ein Mikrofon auf einem Mikrofonständer.

Sänger Timo Schwarzendahl fühlte sich inmitten der zahlreichen Närrinnen bei der Vernicher Damensitzung sichtlich wohl.

„Ich habe dich jetzt extra gar nicht mehr bis zur Bühne zurückgehen lassen, weil ich sehr genau weiß, dass die Damen sowieso eine Zugabe von dir verlangen werden“, kommentierte der Präsident der Vernicher KG „Mer gon vör“, Sven Hinterwälder, der seine Moderation zu diesem Zweck ebenfalls in die Mitte des Saals verlegt hatte.

Karnevalsgrößen und Eigengewächse kommen auf die Bühne

„Ich habe dich jetzt extra gar nicht mehr bis zur Bühne zurückgehen lassen, weil ich sehr genau weiß, dass die Damen sowieso eine Zugabe von dir verlangen werden“, kommentierte der Präsident der Vernicher KG „Mer gon vör“, Sven Hinterwälder, der seine Moderation zu diesem Zweck ebenfalls in die Mitte des Saals verlegt hatte.

So schwer den Besucherinnen der Abschied von dem Sänger auch fiel, das nächste Highlight stand bereits in den Startlöchern. Von den ortsansässigen Tänzerinnen der Garde „Schiff Ahoi“ mit ihrer wahrlich artistischen Choreographie über die Stimmungsgarantin Marita Köllner, besser bekannt als „Et fussisch Julche“, hatten die Vernicher Gastgeber erneut ein abwechslungsreiches Sitzungsprogramm auf die Beine gestellt. „Wir versuchen, immer eine gesunde Mischung aus einheimischen und auswärtigen Kräften zu finden, da wir gerne große Namen, aber auch bekannte Gesichter aus der Nachbarschaft auf der Bühne sehen wollen“, erklärte Jörg Pfahl, der stellvertretende Schriftführer der KG.

Dabei sollen sich auch bereits über Jahre etablierte Künstlerinnen und Künstler das Rampenlicht im Wechsel mit Newcomern teilen. „Das hat sich in der Vergangenheit bewährt und scheint auch heute wieder bestens aufzugehen.“

Nach der Herrensitzung besuchte die KG „Rote Husaren“ auch die Damen

Eine Truppe, die bereits seit vielen Jahren zum festen Bestandteil im Vernicher Karneval zählt, war auch am Samstag mit dabei: die Tänzerinnen und Tänzer der befreundeten KG „Rote Husaren“, die bereits vor wenigen Wochen während der Herrensitzung im Mittelpunkt standen und nun auch die Damen an ihrem Programm teilhaben ließen.

Die Aufnahme hält einen Moment auf der Bühne fest, bei dem Männer Frauen in der Luft über sich halten.

Die Stammgäste der Tanzgarde der KG „Rote Husaren“ aus Manheim begeisterten erneut mit ihrer artistischen Bühnenshow.

„Für uns spielt es keine große Rolle, ob wir bei einer Herren-, Damen- oder auch gemischten Sitzung auftreten, hier in Vernich sind wir jedes Jahr immer sehr freudig aufgenommen worden“, berichtete Tobias Frenger, der vor drei Jahren das Amt des Kommandanten der Tanzgarde übernommen hatte. „Der Verein hat alles großartig organisiert, und auch das Publikum ist immer bestens gelaunt. Das spornt uns dann natürlich zu Höchstleistungen an, und wir freuen uns immer auf das nächste Wiedersehen.“

Diese wechselseitige Motivation ließ auch am Samstagnachmittag nicht lange auf sich warten: Regelmäßig verwandelten sich die freien Plätze vor der Bühne in kleine Tanzflächen, auf denen die Vernicher Närrinnen das bunte Bühnenprogramm mit vollem Körpereinsatz feierten.