SpendenMitglieder des SSC Schwerfen sanierten die Umkleiden

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Mit viel Leidenschaft, Engagement und finanzieller Unterstützung sanierte der SSC Schwerfen seine Umkleidekabinen.

Mit viel Leidenschaft, Engagement und finanzieller Unterstützung sanierte der SSC Schwerfen seine Umkleidekabinen.

Schwerfen – Es sind drastische Worte, die Melanie Niestroj verwendet.

„Immer wieder haben die Gegner von unhaltbaren Zuständen gesprochen, wenn sie die Duschen in unseren Umkleiden gesehen haben“, sagt die Vorsitzende des SSC Schwerfen traurig: „Das war sehr verletzend, denn wir versuchen alles, um die Kinder mit Hilfe des Sports zu toleranten und weltoffenen Menschen zu erziehen. Wir mussten einfach etwas verändern.“

Doch die Möglichkeiten des kleinen Vereins waren beschränkt. Die einzige Option, die die Fußballer sahen, war ein Doppelpass mit der Verwaltung der Stadt Zülpich.

Sie stellten einen Antrag auf finanzielle Unterstützung. Mit dem Geld sollten die Duschen und Umkleiden saniert werden.

Mit Hammer und Pinsel gearbeitet

„Wir haben einen weiteren Doppelpass mit dem Konzern RWE gespielt, der sich in der Region gerne engagiert, und eine Zusage bekommen“, freut sich der Zülpicher Beigeordnete Ottmar Voigt. 5000 Euro machte das Unternehmen, das nun „innogy“ heißt, locker.

Die Mitglieder des SSC sammelten weitere Spenden und griffen zu Hammer, Schlagbohrer und Pinsel. Sie verlegten Leitungen, klebten neue Fliesen an die Wand sowie auf den Boden und strichen die Umkleidekabinen.

Fertig sind die Sportler aber noch lange nicht. „Wir wollen noch ein großes Waschbecken installieren, damit die Fußballschuhe nicht mehr unter der Dusche saubergemacht werden.

Der Eingangsbereich soll neu gestaltet werden, und wenn dann noch Geld übrig ist, werden die Toiletten auf Vordermann gebracht“, kündigt Niestroj an.

Beim SSC, der mit den Seniorenfußballern aus Bürvenich seit 16 Jahren eine Spielgemeinschaft hat und in der Kreisliga B spielt, freut man sich auf die Rückrunde.

Dann werden die Spiele der SG auf dem Aschenplatz in Schwerfen ausgetragen. Die Gästemannschaften können sich ein Bild von den „neuen“ Umkleiden machen.

Die Duschen aus dem Jahr 1964 gehören nämlich dank der finanziellen Unterstützung und den vielen ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden der Vergangenheit an.

Manche Vereine müssen aber gar nicht bis zur Rückrunde warten. Der SV Sinzenich, der SV Bessenich und manche Jugendmannschaft weichen in den Wintermonaten zum Training ebenfalls nach Schwerfen aus.

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