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Drei Feuerwehrleute verletztViele Einsätze für die Feuerwehren im Kreis Euskirchen

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Das Bild zeigt die Flammen auf dem Feld bei dem Brand in Virnich.

Das Feuer fraß sich einmal quer über das Feld durch. Bei dem Brand bei Virnich waren am Samstagnachmittag rund 120 Feuerwehrleute im Einsatz.

Besonders die Feuerwehr aus Zülpich war im Dauereinsatz. In Schleiden brannte es auf einer Terrasse, in Kall ein Traktor samt Anhänger.

Es war ein sehr arbeitsintensives Wochenende für die Feuerwehren im Kreis Euskirchen - vor allem für die Zülpicher Einsatzkräfte, die hochsommerlichen Temperaturen oft im Einsatz waren. Seit Freitag waren mehr als 300 Feuerwehrleute aus der Römerstadt bei mehreren Feldbränden im Einsatz. Allein bei zwei Bränden zwischen Virnich und Enzen sowie zwischen Dürscheven und Enzen waren jeweils etwa 120 Feuerwehrleute im Einsatz.

Am Freitag war die Zülpicher Wehr zunächst gegen 16.05 Uhr auf ein bereits abgeerntetes Gerstenfeld bei Dürscheven gerufen worden. „Ursprünglich wurden wir wegen eines kleineren Flächenbrandes alarmiert“, erklärte Einsatzleiter Heiko Bensberg. „Das Alarmstichwort wurde jedoch sehr schnell auf ,Brand Feld' erhöht, so dass wir umfangreiche Kräfte nachalarmiert haben.“

THW unterstützte die Löscharbeiten mit Radladern

Vor Ort unterstützte das Technische Hilfswerk (THW) die Löscharbeiten mit Radladern. Diese wurden eingesetzt, um Strohballen sowie verbliebenes Stroh auseinanderzuziehen und versteckte Glutnester freizulegen. Zudem kam der große Wasserbehälter der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) Stockheim zum Einsatz.

Die Feuerwehr Zülpich war mit zwei Löschzügen vor Ort. Ein weiterer Löschzug stellte während des Einsatzes den Brandschutz im übrigen Stadtgebiet sicher.

DRK versorgte Einsatzkräfte mit kalten Getränken

Zum Zeitpunkt der Lageeinschätzung konzentrierten sich die Einsatzkräfte auf das Ablöschen einzelner Glutnester und Strohballen. Unterstützung aus dem Kreis Euskirchen war nicht erforderlich. Lediglich ein Tanklöschfahrzeug (TLF 3000) der Feuerwehr Weilerswist war als überörtliche Hilfe im Einsatz.

Das Deutsche Rote Kreuz versorgte die Einsatzkräfte mit Kaltgetränken und bereitete eine kleine Verpflegung vor. Eine Drohne der Feuerwehr Schleiden, die grundsätzlich in der Alarm- und Ausrückeordnung vorgesehen ist, musste nicht angefordert werden. Stattdessen setzte die Feuerwehr Zülpich ihre eigene Drohne ein.

Wasserversorgung war eine Herausforderung

Eine besondere Herausforderung stellte die Wasserversorgung dar. Aufgrund technischer Probleme im Versorgungsnetz mussten die Einsatzkräfte laut Bensberg ihre Wasserentnahme kurzfristig umstellen. „Die Pumpen des Wasserversorgers spielten etwas verrückt. Deshalb haben wir die Wasserversorgung angepasst und beziehen das Löschwasser nun unter anderem aus dem Bereich Enzen, nachdem uns dort grünes Licht gegeben wurde“, erläuterte Bensberg vor Ort. Auch der immer wieder drehende Wind machte den Einsatzkräften zu schaffen.

Parallel waren auch rund 50 Euskirchener Feuerwehrleute im Einsatz. Ein Gasbehälter auf dem Areal der Therme musste von den Einsatzkräften gekühlt werden. Dafür wurde ein Wasserwerfer eingesetzt. Die Feuerwehrkräfte gingen zudem unter Atemschutz vor. Der Chef eines benachbarten Getränkemarkts setzte sich kurzerhand ans Steuer eines Staplers und versorgte die Einsatzkräfte mit Getränken. Die Therme musste während des Einsatzes nicht evakuiert werden.

Das Bild zeigt den Wasserwerfer, der an der Therme den Gastank kühlt.

An der Therme in Euskirchen musste ein Gastank gekühlt werden.

Am Samstag rückte die Zülpicher Feuerwehr dann zunächst zur L11 zwischen Schwerfen und Enzen aus. Nach Angaben von Einsatzleiter Marcel Kratz hatte gegen 12.20 Uhr mutmaßlich eine weggeworfene E-Zigarette einen Flächenbrand ausgelöst.

Nur drei Stunden später folgte der nächste Großeinsatz. Diesmal wurde sogar Vollalarm für die Zülpicher Feuerwehr ausgelöst. Auf einer Fläche von gut 1600 Quadratmetern war zwischen Virnich und Enzen ein Feld in Brand geraten. Im Einsatz waren die gesamte Feuerwehr der Stadt Zülpich sowie ein Löschzug aus Mechernich und ein Tanklöschfahrzeug aus Weilerswist.

Drei Feuerwehrleute bei Feldbrand verletzt an der L11

Das Feuer wurde nach Angaben von Einsatzleiter Marcel Kratz mit insgesamt neun Strahlrohren bekämpft. Zur Lageerkundung und Kontrolle der Brandfläche kam außerdem eine Drohne zum Einsatz. „Während des Einsatzes wurden drei Feuerwehrleute verletzt. Zwei von ihnen erlitten eine Rauchgasvergiftung, ein weiterer Feuerwehrmann klagte über Kreislaufprobleme. Alle Betroffenen wurden medizinisch versorgt“, berichtete Kratz.

Im Laufe des Einsatzes wurde das Einsatzstichwort mehrfach erhöht, weil die Feuerwehr befürchtete, dass das Feuer durch den starken Wind in Richtung einer Hofanlage in Virnich ziehen könnte. Das konnte jedoch verhindert werden. Das DRK übernahm die Verpflegung der Einsatzkräfte. Probleme bei der Löschwasserversorgung gab es diesmal nicht. Insgesamt waren rund 120 Einsatzkräfte vor Ort.

Doch damit waren die Alarmierungen noch nicht beendet. In der Nacht zum Sonntag rückte die Wehr zu einem Brand in Enzen aus. Zudem gab es noch eine Brandmelder-Alarmierung bei der Papierfabrik in Sinzenich. Und am Sonntagmorgen gab es dann in einem Haus in Sinzenich einen Gasalarm. Erneut war die Zülpicher Feuerwehr mit einem Großaufgebot vor Ort. Verletzt wurde niemand.

In Kall brannte am Sonntagmittag ein Traktor samt Anhänger. Das landwirtschaftliche Gefährt hatte in Höhe des Mobelhauses Brucker Feuer gefangen. Auf den Anhängern transportierte er Strohballen.


In Schleiden brach ein Feuer auf der Terrasse aus

Zu einem Wohnungsbrand musste am Samstagnachmittag die Feuerwehr Schleiden ausrücken. Auf der Terrasse war in Abwesenheit der Bewohner ein Feuer ausgebrochen, das sich über die Fenster in den Innenraum ausgebreitet hatte. Die Einsatzkräfte konnten den Brand zügig löschen. Personen kamen nicht zu Schaden. Die Ursache des Unglücks ist unbekannt.

Ein Nachbar hatte telefonisch die Wohnungsinhaber und die Feuerwehr informiert, dass sich auf der Terrasse ein Brand entwickele. Unter der Leitung von Stadtbrandinspektor Wolfgang Fuchs gingen die Feuerwehrleute unter Atemschutz gegen das Feuer vor. Mit einer Leiter stiegen sie auf die Terrasse, um von dort aus den Brand zu bekämpfen. Gleichzeitig gingen sie über die Eingangstür in den Innenraum.

Das Bild zeigt einen Moment während des Brandeinsatzes in Schleiden.

Schnell gelöscht werden konnte ein Brand in einem Haus in Schleiden, der sich auf der Terrasse entwickelt hatte.

„In Zusammenarbeit mit der Polizei haben wir sichergestellt, dass sich keine Personen im Gebäude mehr befinden“, sagte Fuchs. Nachdem das Feuer gelöscht worden sei, würden noch Decken und Wände gekühlt und sichergestellt, dass sich auch über das Abluftsystem in der Küche das Feuer nicht ausgebreitet habe.

Mehr als 50 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Alarmiert wurden der Löschzug Schleiden, die Löschgruppen Bronsfeld, Harperscheid, Herhahn, das ELW und die Drehleiter. Zur Unterstützung waren auch der Abrollcontainer Atemschutz des Brandschutzzentrums und der RTW aus Schleiden im Einsatz. (sev)