Der Flüchtige konnte am Freitagmorgen von der Polizei wieder gefasst werden.
Im Kölner HauptbahnhofGewalttätiger Sträfling aus LVR-Klinik in NRW nach Flucht festgenommen

Ein Polizeihubschrauber überfliegt ein Gebiet (Symbolfoto).
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Die Polizei hat am Donnerstagabend (9. April) nach einem entflohenen Strafgefangenen in Nordrhein-Westfalen gefahndet. Auch ein Hubschrauber wurde eingesetzt. Die Polizei warnte: „Der Mann gilt als gewalttätig und könnte möglicherweise bewaffnet sein.“
Nachdem der Mann im Kölner Hauptbahnhof gefasst worden war, kam am Freitagmorgen die Entwarnung. Laut Bundespolizei wurde er gegen 4.10 Uhr in der E-Passage kontrolliert. Da er sich nicht ausweisen konnte, brachten ihn die Beamten zur Dienststelle, um seine Identität zu klären.
Sträfling aus LVR-Klinik bei begleitetem Ausgang entkommen
Der 19-Jährige war bis zu seiner Flucht in der LVR-Klinik Viersen untergebracht. Dort sitzt er nach Beschluss des Landgerichts Köln seit 2023 wegen versuchten Mordes eine Haftstrafe ab, hieß es. Während eines begleiteten Ausgangs im Bereich der Landesklinik im Viersener Stadtteil Süchteln war der junge Mann gegen 17 Uhr entkommen, teilte ein Presseprecher der Kreispolizei Polizei Viersen am Donnerstagabend mit.
Die Polizei hat im direkten Anschluss an die Flucht mit einem großen Einsatzaufkommen nach dem Flüchtigen gesucht, auch ein Polizeihubschrauber wurde angefordert.
So wurde der Gesuchte beschrieben:
- Der Flüchtige ist 19 Jahre alt und etwa 1,80 Meter groß und von kräftiger Statur.
- Er hat kurze, dunkle Haare und trägt einen kleinen Oberlippenbart.
- Der Strafgefangene war zuletzt bekleidet mit einem schwarzem Pullover, dunklen Jeans und dunklen Turnschuhen.
- Er trägt vermutlich eine Umhängetasche mit sich.
Die Ermittler hatten am Donnerstag auch ein Foto des flüchtigen Gefangenen veröffentlicht.
Die Polizei warnte eindringlich, vorsichtig zu sein. Der Gesuchte gilt als gewalttätig und könnte bewaffnet sein. Zeugen sollten den Mann auf keinen Fall ansprechen und sich damit womöglich in Gefahr begeben. Stattdessen solle man Abstand halten und sofort die Polizei unter der Notrufnummer 110 informieren. (mbr/jv)