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BurscheidEntscheidung zu Rastplätzen naht

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Den Verkehrsministerien liegen Rastplatz-Varianten vor. In der Vergangenheit wehrten sich Anwohner der Geilenbacher Straße.

Den Verkehrsministerien liegen Rastplatz-Varianten vor. In der Vergangenheit wehrten sich Anwohner der Geilenbacher Straße.

  • Untersuchungsergebnisse für den Bau zusätzlicher Lkw-Areale an der Autobahn 1

Burscheid – Die Ergebnisse der Standortuntersuchung für den Bau zusätzlicher Lkw-Rastplätze an der A 1 liegen nun dem Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen sowie dem Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur vor. Wie Lutz Günther von der Kommunikationsabteilung der Deges (Deutsche Einheit Fernstraßenplanung und -bau GmbH) in Berlin betont, sei eine Standortentscheidung noch nicht gefallen. Die Ergebnisse würden derzeit unter den Ministerien abgestimmt.

Im April vergangenen Jahres hatte Deges-Abteilungsleiter Karl-Heinz Aukschun die Erfordernisse einer solchen Anlage im Burscheider Stadtentwicklungsausschuss skizziert: Auf beiden Seiten der A 1 soll Platz für je 50 Lkw- und 20-Pkw-Stellplätze und WC -Anlagen auf einer Fläche von rund 2,5 Hektar entstehen. Vier Standorte nannte Aukschun damals – darunter auch Flächen in Burscheid und Leverkusen. Die Initiative „Lev kontra Raststätte“ wurde daraufhin aktiv und forderte eine gerechtere Verteilung der Verkehrslasten. Die Gegner in Leverkusen betonen, dass die Deges nicht die letzte Entscheidung hat. Wo gebaut werde, sprächen die Verkehrsminister in Düsseldorf und Berlin miteinander ab.

In Burscheid positionierten sich bislang die Grünen eindeutig gegen den Bau einer solchen Anlage in der Nähe der Geilenbacher Straße. Das, so die Grünen, bedeute für die Anwohner erhebliche Mehrbelastung durch Abgase und Lärm. Die Flächenversiegelung und Naturvernichtung gingen damit weiter, erklärten die Grünen im Mai 2017. Die Beschlussfassung über eine Resolution auf Antrag der Grünen wurde vor einem Jahr verschoben.

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Die SPD in Burscheid sprach sich für eine neue Lkw-Parkplatzanlage aus. Allerdings nicht im Raum Geilenbach. Das Stauaufkommen auf der A 1 zwischen Wermelskirchen und Leverkusen lasse eine neu anzulegende Rastanlage nur zwischen Wermelskirchen und Burscheid zu, da das Stau-Ende oft schon vor der Ausfahrt Burscheid beginne. Die SPD sprach sich für eine Splitting-Lösung aus. Richtung Dortmund sollte eine Anlage an der A 1 auf Leverkusener Gebiet erstellt werden, so der SPD-Vorschlag und auf der Seite in Richtung Leverkusen sollte eine Anlage zwischen Wermelskirchen und Burscheid geschaffen werden, so der Vorschlag der Burscheider SPD. Noch ist die Entscheidung, wo an der A 1 eine Raststätte – bei der keine bewirtschaftete Tankanlage vorgesehen ist – entstehen soll, nicht gefallen.

Im Mai waren Peter Westmeier. Sprecher der Leverkusener Initiative „Lev kontra Raststätte“ und der CDU-Landtagsabgeordnete Rüdiger Scholz im Bundesverkehrsministerium und erfuhren dort, dass eine Entscheidung erst Ende des Jahres fallen solle, denn der Bauherr habe seine Untersuchungen noch nicht abgeschlossen, hieß es vor sechs Wochen. Auf Anfrage in Berlin erklärte Deges-Sprecher Lutz Günther nun, dass Gespräche über die vorliegenden Ergebnisse der Standortuntersuchung stattfänden. „Nach Abschluss der Gespräche werden die Ergebnisse vorgestellt.“

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