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Ein Kulturtempel für alle„Haus der Kunst“ soll umgebaut werden - Planungsrecht steht

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Größer, schöner, besser zugänglich: Das „Haus der Kunst“ wird für fast fünf Millionen Euro umgebaut. Planungsrecht ist nun geschaffen für das Großprojekt.

Burscheid – Burscheids gute Stube, das Haus der Kunst, soll zum modernen „Haus der Kulturen“ umgebaut werden. Das umfasst eine energetische Sanierung sowie den Um- und Ausbau. „Ziel ist die durchgängige barrierefreie Erschließung von außen und innen und die Verbesserung der Nutzungsmöglichkeiten für Ältere“, schreibt die Stadtverwaltung. Durch zusätzliche Angebote und Einrichtungen werde die Nutzung für Vereine, Familien und alle Bürger attraktiver und umfassender. „Die Angebote verbessern die Integration in das umliegende Stadtquartier“, heißt es weiter.

Das Bochumer Büro Archwerk sieht eine multifunktionale Raumnutzung vor, bei der das große Orchester ebenso zur Geltung kommt wie das Streichquartett, Jazztrio oder Jugendchor. Wie die Verwaltung nun im Stadtentwicklungsausschuss erklärte, läuft derzeit das Vergabeverfahren der Architektenleistungen.

Politiker stimmen zu

Um jedoch eine planungsrechtliche Sicherheit zu schaffen und weil die Baugrenze durch die Umbauten überschritten wird, muss der Bebauungsplan geändert und an die Entwurfsplanung angepasst werden. Im Flächennutzungsplan der Stadt Burscheid ist das zu ändernde Gebiet als Fläche für Gemeinbedarf dargestellt. Der Stadtentwicklungsausschuss stimmte der Änderung zu. „Die vorgesehene Änderung des Bebauungsplanes berührt weder das zugrundeliegende Plankonzept noch die derzeit festgeschriebene Nutzung des Gebietes“, versicherte die Verwaltung. Allenfalls wirke sich die Änderung auf den Aspekt „Gebäude und erneuerbare Energien“ aus. Durch die energetische Sanierung des Objektes „Haus der Kunst“ werden die Folgen für das Klima eher positiv eingeschätzt.

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Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung in Nordrhein-Westfalen, hatte im Sommer den Förderbescheid über 3,3 Millionen Euro aus der Städtebauförderung an Bürgermeister Stefan Caplan übergeben.

Insgesamt ist das große Burscheider Kulturprojekt auf eine Zuwendungsfähigkeit von 4,7 Millionen Euro beziffert worden. 1,3 Millionen Euro übernimmt das Land aus seinem eigenen Haushalt.