Etwa eineinhalb Jahre betrug die Bauzeit. In Wermelskirchen werden vor allem ältere Schülerinnen und Schüler unterrichtet.
Dependance von LeichlingenStandort der Martin-Buber-Schule in Wermelskirchen eingeweiht

Landrat Arne von Boetticher übergab an die Schulleiterinnen Antje Tracht (v.l.) und Heike Effelsberg sowie die Schülersprecherinnen symbolisch den Schlüssel zur Schule.
Copyright: Alexander Schiele/Rheinisch-Bergischer Kreis
In Betrieb ist er seit Mitte April, die Berufspraxisstufen sind bereits seit vergangenem Oktober dort, zuletzt feierte der Rheinisch-Bergische Kreis die offizielle Einweihung des neuen Teilstandorts der Martin-Buber-Schule in Wermelskirchen. Eineinhalb Jahre hatte der Bau gedauert. „Von Wermelskirchen bis Kuhle, wir bleiben eine Schule“ lautete das Motto – der bisher einzige Standort der Förderschule befindet sich in Leichlingen-Kuhle.
Landrat Arne von Boetticher hatte den Schulleiterinnen Antje Tracht und Heike Effelsberg sowie den Schülersprecherinnen einen symbolhaften großen Schlüssel mitgebracht. Er sagte: „Mein herzlicher Dank gilt der Schulleitung und dem gesamten Kollegium. Trotz vieler Herausforderungen ist es gelungen, für die Kinder ein positives Lern- und Lebensumfeld zu schaffen.“
Mit dem weiteren Standort in Wermelskirchen entspanne sich die Situation deutlich. In beiden Städten entstehe dadurch mehr Raum für die pädagogische Arbeit. Der Weg dorthin sei allerdings mit Herausforderungen gepflastert gewesen, sagten die beiden Schulleiterinnen. Das dürfte ein dezenter Hinweis darauf gewesen sein, dass der Standort Wermelskirchen ursprünglich bereits zum Beginn des Schuljahres 2025/26 hätte eröffnet werden sollen. Erst Mitte August 2025 hatte der Kreis der Schule mitgeteilt, dass der Termin nicht zu halten war. Die Kreisverwaltung machte damals technische Gründe geltend, für die er nicht verantwortlich gewesen sei.
Aber man habe all das „mit Geduld, Kreativität und dem großen Zusammenhalt im Team“ gemeistert, betonten die Schulleiterinnen nun. Einen großen Beitrag dazu hätten Norbert Schauerte, Hausmeister, und Wolfgang Siewert, Schulverwaltung beim Kreis, geleistet. Sie bekamen von den Schulleiterinnen bei der Einweihung ein Extralob.

Unter dem Motto „Von Wermelskirchen bis Kuhle bleiben wir eine Schule“ ist der neue Teilstandort der Martin-Buber-Schule in Wermelskirchen eingeweiht worden.
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Der Kreis teilt zum Hintergrund der Schulerweiterung mit: „In den vergangenen Jahren sind die Schülerzahlen der Förderschulen für geistige Entwicklung in Trägerschaft des Rheinisch-Bergischen Kreises massiv gestiegen.“ Und dieser Trend halte an. Weil der Platz in Leichlingen nicht mehr ausgereicht habe, habe man das Objekt in Wermelskirchen gemietet und seit Februar 2025 zum Schulstandort umgebaut.
In den Herbstferien 2025 sind dann die beiden Klassen der Berufspraxisstufe eingezogen, nach den Osterferien ging der Schulbetrieb dann voll los. Die Idee hinter zwei Standorten ist, dass die jüngeren Schülerinnen und Schüler in Leichlingen bleiben und die älteren in Wermelskirchen unterrichtet werden. Der Standort in Wermelskirchen hat rund 2700 Quadratmeter Nutzfläche auf vier Etagen.
Er ist eine Dependance der MBS in Leichlingen, daher ist deren Schulleitung auch für Wermelskirchen zuständig. Rund 100 Kinder können in neun Klassenräumen unterrichtet werden. Dazu gibt es einen Werkraum, einen Kunstraum, einen Musikraum und eine Lehrküche. Und: „Aufgrund der besonderen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler wurden die benötigten Einrichtungen wie beispielsweise Pflegebäder und Orte für Physiotherapie geschaffen.“
Zur Schule gehört auch eine Verteilerküche. Die stelle die Verpflegung der Schülerinnen und Schüler sicher, der Wermelskirchener Standort wird im gebundenen Ganztag betrieben. Sport wird in einem Bewegungsraum gemacht, dazu in einem angrenzenden Fitnessstudio und in den Sportstätten der Stadt Wermelskirchen. (nip)
