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Classic meets RockRitt quer durch die Genres in Lindlar

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Die Aufnahme zeigt die Band "Some Good Moments" auf der Bühne des Kulturzentrums in Lindlar.

Die Band „Some Good Moments“ brachte eine Eigenkomposition auf die Bühne.

Lindlarer Musikerinnen und Musiker zusammen mit Studierenden aus aller Welt gemeinsam auf der Bühne.

Zum „liebgewonnenen Highlight in der Festivalmitte“ begrüßte Moderator Stefan Barde das Publikum am Freitagabend im Lindlarer Kulturzentrum. „Classic meets Rock“ heißt das Event, das nun zum dritten Mal im Rahmen des Klavierfestivals stattfand und Lindlarer Musiker und Musikerinnen mit den Studierenden aus aller Welt gemeinsam auf der Bühne brachte.

Viele Überraschungen

Der Abend bot erwartungsgemäß viele Überraschungen. Denn es war wieder ein Ritt durch die Genres, der zeigte, wie vielfältig die Musik ist und vor allem, wie verbindend. Denn der Abend war eine musikalische Wundertüte, ob moderne Rocksongs teils mit klassischen Instrumenten neu gestaltet oder rein klassische Stücke vorgetragen wurden, die sozusagen den „Rock’n’Roll“ dieser Stilrichtung widerspiegeln. Dabei wurde viel interpretiert, denn die Lindlarer Musiker spielten teils in völlig neuen Kombinationen und die Meisterschüler gesellten sich erst kurzfristig dazu.

Das Publikum schätzte aber genau diese lockere Atmosphäre und freute sich, ihre bekannten Lokalmatadoren in der neuen Herausforderung zu sehen. Den Auftakt machte Pianistin Yuri Chayama mit einer ungewohnt fulminanten Interpretation von John Legends „All of me“, als Kontrast boten die Lindlarer Pianistin Romy Meyer und Gesangs-Meisterschülerin Katharina Fehr gleich darauf eine besonders zarte Version des Guns’n’Roses-Hits „Sweet Child O’ Mine“. Zwischen Rock-Klassikern, vorgetragen von den Lindlarer Bands Powerhouse und RoPop, begeisterte Pianist Joshua Rupley im Solo mit Queens munterer „Bohemian Rhapsody“ und die Brüder Sean und Daniel Choi trugen mit „VAN“ von Hannah Kulenty ein modernes, virtuoses Klassik-Klavier-Stück vierhändig vor.

Mit dem Pianisten Gabriel Landstedt zusammen auf der Bühne zu stehen, war wie ein Ritterschlag für mich.
Marc Dentley, Sänger aus Lindlar

Die Herzstücke des Abends waren definitiv die Songs, in denen lokal und international gemeinsam musiziert wurde. So freute sich der Lindlarer Sänger Marc Dentley nach „Song for You“, bei dem er unter anderem von Pianist Gabriel Landstedt begleitet wurde: „Mit Gabriel zusammen auf der Bühne zu stehen, war wie ein Ritterschlag für mich.“ Landstedt begleitete auch Elias Tebroke bei Amy Winehouses tragischem Song „Back to Black“.

Sängerin Katja Sigona, die unter anderem schon mit Erfolg an dem Fernsehformat DSDS teilgenommen hatte, brachte mit dem Lindlarer Gitarristen Thomas Tretschok eine gefühlvolle und stimmgewaltige Version von dem Lied „My Mind“ von Yebba auf die Bühne. Dann gab es noch eine Uraufführung: Marc Dentley sang mit „That´s What I Wish You“ eine Eigenkomposition von Andreas Jansen. Im Finale ist es eine liebgewonnene Tradition geworden, dass alle Musikerinnen und Musiker gemeinsam den bekannten Song „We Are the World“ aus dem USA for Africa-Konzert aufführen. „Das ist immer sehr improvisiert, quasi eine öffentliche Generalprobe“, warnte Organisator Andreas Jansen das Publikum mit einem Augenzwinkern vor.

Doch auch hier stand das Verbindende im Vordergrund und die rund dreißig Musizierenden schafften einen emotionalen Abschluss, den das Publikum mit donnerndem Applaus honorierte.