Am Donnerstagnachmittag ist eine größere Menge des Farbpigments in den Rhein gelangt.
Chempark in LeverkusenGrößere Menge Titandioxid in Rhein gelangt

Der Chempark
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Durch eine technische Störung in einem Betrieb des Chemparks in Leverkusen ist am Donnerstagnachmittag eine größere Menge „eines weißen Pigmentes“ in den Rhein gelangt und hat zu einer weißen Verfärbung geführt. So schreibt es Chempark-Betreiber Currenta in einer Mitteilung.
Dem Vernehmen nach soll es Titandioxid sein, das vom Unternehmen Kronos in Wiesdorf produziert wird. Currenta betont, dass „eine Schädigung des Gewässers nicht zu erwarten“ sei. Die zuständigen Behörden seien informiert worden, heißt es.
Chempark-Unfall: Das ist Titandioxid
Titandioxid ist ein weißes Farbpigment, das meist in technischen Anwendungsgebieten, wie der Herstellung von Farben, Lacken, Papier und Kunststoffen verwendet wird. Unter der Bezeichnung CI 77891 ist der Stoff als Weißpigment in Kosmetikprodukten wie beispielsweise Zahnpasta enthalten, erklärt das Bundesinstitut für Risikobewertung. Außerdem wird es als Filter zum Schutz vor ultravioletter Strahlung in Sonnenschutzmitteln eingesetzt.
Bis zum Jahr 2022 war Titandioxid auch als Lebensmittelzusatzstoff E 171 zugelassen. Da aber Bedenken hinsichtlich einer möglichen erbgutschädigenden Wirkung bei der jüngsten Risikobewertung nicht ausgeräumt werden konnten, sei die Zulassung als Lebensmittelzusatzstoff 2022 EU-weit entzogen worden, schreibt das Bundesinstitut. (aga)