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Karneval in LeverkusenFLK-Präsident Lingenauber erhält hohe Ehrung

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Ein Karnevalist hält eine Urkunde in der Hand.

FLK-Präsident Thomas Lingenauber hält die Urkunde für die Ehrung durch den Bund Deutscher Karneval im Kreise des Stadtgarde-Vorstands in der Hand.

Thomas Lingenauber, erster Mann im FLK und Präsident der Stadtgarde Opladen, wird geehrt und macht eine Andeutung.

Zum Abschluss der Session hat Thomas Lingenauber, Präsident des Festausschusses Leverkusener Karneval (FLK) und der KG Stadtgarde Opladen, eine hohe Ehrung des Bundes Deutscher Karneval (BDK) erhalten. Christoph Marx, Präsident des BDK-Regionalverbandes Rhein-Wupper, zeichnete Lingenauber während des traditionellen Fischessens der Stadtgarde in der Stadthalle Bergisch Neukirchen mit dem BDK-Verdienstorden in Gold aus.

Lingenauber war davon total überrascht. Ich habe damit überhaupt nicht gerechnet, erzählte der FLK- und Stadtgarde-Chef im Gespräch mit dem „Leverkusener Anzeiger“. Dem Vorstand der Stadtgarde war es gelungen, die Ehrung an ihrem Präsidenten vorbei zu organisieren, ohne dass der etwas davon mitbekommen hatte. „Ich habe noch nie eine Auszeichnung bekommen. Bis mir mal die Worte fehlen, muss viel passieren. Aber da habe ich nur noch ein ‚Danke‘ herausgebracht“, so Lingenauber weiter.

Seit zehn Jahren Präsident

Der 60-Jährige ist seit 2010 Präsident der Stadtgarde und führt in Doppelfunktion seit 2020 auch den FLK an. Lingenauber bekam den Karneval gewissermaßen in die Wiege gelegt, denn er ist ein Rosenmontagskind. Allerdings mit einem kleinen Makel: Zwar lebte seine Familie damals in Opladen, aber für seine Mutter und zwei weitere hochschwangere Frauen hatte das Sankt-Remigius-Krankenhaus nicht genügend Kapazitäten frei, und so wurden die drei kurzerhand ins Krankenhaus nach Burscheid gebracht, wo sie ihre Kinder zur Welt brachten.

Lingenauber: „Mit dem Geburtsmakel bin ich aufgewachsen und werde heute noch damit aufgezogen.“ Das änderte aber nichts daran, dass sein Herz früh für den Karneval schlug. Zum ersten Mal habe er mit sechs Jahren am Rosenmontagszug in Opladen teilgenommen und seit Mitte 20 ist er karnevalistisch organisiert. Zunächst bei den Neustadtfunken. „Seit 2005 bin ich bekennender Stadtgardist“, so Lingenauber. Den ersten Höhepunkt seiner jecken Karriere hatte er da schon hinter sich: 2004 war er als Thomas I. Leverkusener Karnevalsprinz.

Und nun also die hohe Ehrung: Der BDK würdigt damit „mehr als 25 Jahre engagierte, ehrenamtliche Vorstandsarbeit und seinen unermüdlichen Einsatz und die Liebe für den Karneval in Leverkusen“, heißt es dazu vonseiten der KG, wo man mächtig stolz auf den Präsidenten ist.

Angesprochen auf sein doppeltes Präsidentenamt erklärt Lingenauber freilich auch: „Ich gehöre nicht zu den Leuten, die an ihrem Amt kleben. Karneval ist ein Generationengeschäft und ich stelle mir schon die Frage: Junge, triffst du den Zeitgeist noch?“ Er sehe sowohl beim FLK als auch in der Stadtgarde jüngere Menschen, die in der Lage wären, das Amt zu übernehmen, sagt Lingenauber. Mitte des Jahres geht der Festausschuss in eine dreitägige Klausur. Anschließend sind Neuwahlen im FLK, der die Züge in Wiesdorf und Opladen organisiert. In der Stadtgarde hingegen stehen Vorstands-Neuwahlen erst 2027 an. „Da habe ich noch ein bisschen Zeit.“