Spenden bleiben ein elementarer Teil der Finanzierung, um das Projekt der Kinderpalliativstation fortlaufend betreiben zu können.
10.000-Euro-SpendeKinderschutzbund unterstützt die Leverkusener „Zeitinsel“

Die Kinderpalliativstation „Zeitinsel“ im Klinikum Leverkusen wurde 2025 eröffnet.
Copyright: Klinikum Leverkusen
Erst Ende Januar zeigte sich Dr. Dejan Vlajnic, Leiter der „Zeitinsel“ im Leverkusener Klinikum, „zuversichtlich“, dass auch in den kommenden Wochen, Monaten und Jahren immer wieder wichtige und benötigte Spenden kommen werden, um bei der Finanzierung der Kinderpalliativstation zu helfen.
Von den anderen beiden Stationen dieser Art in Deutschland, in Datteln und München, sei ihm mitgeteilt worden, dass ein finanzieller Rahmen von 600.000 Euro und eine Million Euro für den jährlichen Betrieb nötig sei. Auch aus der Region kommt da Unterstützung: Mit einer Spende über 10.000 Euro engagiert sich der Wermelskirchener Ortsverband des Kinderschutzbundes (DKSB) für das Projekt.
Nur „Bruchteil“ der Finanzierung übernimmt der Kostenträger
Der entsprechende Spendenscheck wurde zuletzt im Stationsgarten der „Zeitinsel“, in dem die Patientinnen und Patienten mit lebensverkürzenden Erkrankungen gerade im Frühjahr und Sommer schöne Stunden verbringen sollen, übergeben.
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„Wir haben den Aufbau der Kinderpalliativstation im vergangenen Jahr sehr aufmerksam verfolgt“, erklärte Ludwig Fein vom Kinderschutzbund. „Dabei hat uns der Ansatz beeindruckt, dass die Versorgung hier weit über das medizinisch Notwendige hinausgeht.“

Ludwig Fein vom Kinderschutzbund übergab den Spendenscheck in Schlebusch.
Copyright: David Posor/Klinikum Leverkusen
Darüber hinaus nannte Fein noch einen wichtigen Beweggrund für die Spende des DKSB: „Weil das Gesundheitssystem den so wertvollen Mehraufwand aber nicht vollständig finanziert, ist unsere Spende hier an der richtigen Adresse.“
Hierzu gab auch Vlajnic im Gespräch mit unserer Redaktion einen detaillierteren Einblick. Durch die Kostenträger werde „nur ein ganz kleiner Bruchteil“ übernommen. Bei der Versorgung auf einer Kinderpalliativstation sei nötig, multidisziplinär zu agieren.
Somit ist nicht etwa nur ein behandelnder Arzt in die Betreuung der jungen Patientinnen und Patienten involviert, es gibt beispielsweise auch Unterstützung von Kolleginnen und Kollegen mit verschiedenen Therapie-Hintergründen. Auf der Zeitinsel-Station finden bis zu sechs Patientinnen und Patienten sowie ihre engsten Angehörigen gleichzeitig Platz.
Ein weiteres Projekt, mit dem sich das Klinikum in den kommenden Wochen und Monaten auseinandersetzen wird, ist ein Erinnerungsort für Sternenkinder. So werden im Mutterleib oder während oder kurz nach der Geburt gestorbene Kinder bezeichnet.
Die Leverkusener Grünen hatten einen Antrag in den Stadtrat eingebracht, dass es einen öffentlich zugänglichen Gedenkort in der Stadt geben solle. In der Ratssitzung am Montag, 23. Februar, wurde beschlossen, dass es einen solchen Trauerort geben soll – und das auf dem Gelände des Klinikums in Schlebusch und mit einer Kostenübernahme seitens des Klinikums. Dies wurde dann auch im Rat einstimmig beschlossen. Auf Anfrage des „Leverkusener Anzeiger“ erklärte ein Sprecher, dass das Klinikum einen entsprechenden Gedenkort als „schöne Idee“ empfinde – und die Gespräche mit der Stadt zur Umsetzung aufgenommen werden sollen.

