Am Donnerstag hat die Muttergesellschaft Cube Real Estate AG zu einer außerordentlichen Aktionärsversammlung eingeladen.
Cube Real EstateAuch die Opladener Muttergesellschaft hat Minus gemacht

Das bisher zentrale Projekt der Cube Real Estate in der Bahnstadt Opladen am Campusplatz.
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Das Opladener Immobilienunternehmen Cube Real Estate hat im Moment offenbar wirklich ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten. Über die Insolvenzen zweier Projektgesellschaften hatte der „Leverkusener Anzeiger“ berichtet. Am Donnerstag, 9. März 2026, hat der Vorstand der Muttergesellschaft, „Cube Real Estate AG“, die Aktionäre zu einer außerordentlichen Hauptversammlung eingeladen.
Die soll am 14. April 2026 in den Geschäftsräumen eines Kölner Notars stattfinden. Auf der Tagesordnung steht die förmliche Verlustanzeige der Gesellschaft gemäß Aktiengesetz im vergangenen Geschäftsjahr über etwa 1,3 Millionen Euro. Dazu soll es einen Bericht des Vorstands zu den Gründen dafür geben und welche Maßnahmen der Vorstand zur Sanierung der Gesellschaft ergreifen will.
Aktiengesellschaften sind verpflichtet, eine Versammlung einzuberufen, wenn ein Verlust mehr als die Hälfte ihres Grundkapitals aufgezehrt hat. Das ist bei Cube Real Estate jetzt geschehen und kann wohl als ein ernstes Signal bewertet werden, muss aber nicht automatisch zur Insolvenz führen. Zusätzlich steht auf der Versammlung eine Bar-Kapitalerhöhung an. Die Einladung wurde am Donnerstag im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Cube-Projektgesellschaften sind mehrfach in der Neuen Bahnstadt engagiert: Die Projektgesellschaft „Cube Asset IV UG & Co. KG“, zuständig für das eigentlich zentrale Cube-Bau-Areal in der Bahnstadt, befindet sich in der Insolvenz in Eigenverantwortung. Der als Sachwalter eingesetzte Anwalt Jens Schmidt hatte mitgeteilt, dass es „mit ruhiger Hand“ verkauft werden soll. Er hatte gesagt, ein Grundthema der Gesellschaft seien die gestiegenen Baukosten.
Opladen Plus will keine Abstriche am Entwurf
Das Bahnhofsquartier im Dreieck zwischen Freiherr-vom-Stein-Straße und Bahnhof sowie Busbahnhof hatte die Cube Real Estate AG 2021 gekauft. Dort dürfte erst mal nichts geschehen, laut Anwalt Schmidt sei auch in dem Projekt mit einem Insolvenzantrag zu rechnen. Gestellt ist er aber noch nicht. Ein von Cube Real Estate engagiertes Kommunikationsbüro hatte abgelehnt, mit dem „Leverkusener Anzeiger“ zu sprechen.
Die Wählervereinigung Opladen Plus sorgt sich unterdessen um das Bahnhofsquartier und fordert in einem Antrag, dass am hohen gestalterischen Standard des Entwurfs für das Viertel trotz der neuen Entwicklungen keine Abstriche gemacht werden sollen. Der Entwurf stammt von einem renommierten Architekturbüro. Im OP-Plus-Antrag heißt es: „Lieber warten wir noch ein paar Jahre und haben am Ende ein Projekt, das uns über Generationen hinweg erfreut, als dass wir schnell etwas bekommen, worüber wir uns jahrzehntelang ärgern müssen.“

