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OulustraßeLeverkusener Blitzer steht seit einem Jahr, blitzt aber nicht

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Der Blitzer an der Oulustraße blitzt bislang nicht.

Der Blitzer an der Oulustraße blitzt bislang nicht.

Im Dezember 2024 wurde die Anlage aufgebaut, noch hat sie keinen Blitz ausgelöst – Stadt nennt technische Probleme.

Wie hoch ist die Zahl der aufgedeckten Verstöße durch den Rotlichtblitzer an der Einmündung Oulustraße/Herbert-Wehner Straße? Das wollte die FDP von der Stadtverwaltung Leverkusen wissen.

Die Antwort: Null. „Bislang konnte die Rotlichtüberwachungsanlage aufgrund von technischen Schwierigkeiten noch nicht in Betrieb genommen werden“, antwortet der Fachbereich Ordnung und Straßenverkehr über den Mitteilungsdienst „z.d.A Rat“. Aktuell fänden dazu noch Abstimmungsgespräche mit verschiedenen Beteiligten statt. Gekostet hat die Errichtung der Rotlichtüberwachungsanlage bislang demnach 112.000 Euro.

„Überzogene Blitzerdichte“

Dass gerade die FDP nach der Erfolgsbilanz fragt, ist nicht verwunderlich. Bei der Abstimmung im Bezirk III vor der Installation im Dezember 2024 hatten die Liberalen sich gegen die Anlage ausgesprochen. Da es nur wenige hundert Meter weiter an der Oulustraße eine weitere feste Blitzanlage gibt, führe das zu einer „überzogene Blitzerdichte in dem Bereich“, war die Begründung.

Die Stadt argumentiert, dass die CDU diese Anlage beantragt hatte, nachdem es am 28. Mai 2021 zu einem schweren Unfall an der Kreuzung gekommen war. Eine Unfallkommission hatte bei einer anschließenden Überwachung außerdem festgestellt, dass regelmäßig Autos bei Gelb oder auch schon Rot noch mit hoher Geschwindigkeit über die auch von vielen Schulkindern genutzte Kreuzung fahren.

Kritik gab es auch an der Ausrichtung der Anlage, die Rotlichtsünder aufnimmt, die aus Richtung Schlebuscher Innenstadt kommend über die Ampel fahren. Nicht aber Autos, die ebenfalls häufig mit hoher Geschwindigkeit die Herbert-Wehner-Straße entlang fahren und somit Fußgängerüberwege in Richtung Innenstadt kreuzen. Eine Verkehrszählung sei zu dem Ergebnis gekommen, dass der jetzige Standort der Richtige sei, argumentierten Vertreter des Fachbereichs Straßenverkehr. Wann die Anlage in Betrieb geht, lässt die Stadtverwaltung offen.