Der Zusammenschluss aus VRS und AVV braucht die Kommunen in seinem Verkehrsgebiet als Mitglieder.
ÖPNVLeverkusen schließt sich Go Rheinland an

Am Busbahnhof Leverkusen Mitte finden die Verkehrssysteme von Go Rheinland zusammen.
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Der öffentliche Nahverkehr soll von größeren Einheiten organisiert werden. Ein erster Schritt ist der Zusammenschluss des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg mit dem Aachener Verkehrsverbund unter dem Dach von Go Rheinland. Die ist als Anstalt öffentlichen Rechts gebaut, und die Städte in ihrem Verbreitungsgebiet müssen dem System beitreten.
Diese neue Organisation birgt allerdings finanzielle Risiken, zumindest in der Theorie. Im Finanzausschuss war darüber detailliert gesprochen worden. Im Stadtrat ging es am Montag eher ums große Ganze – und darum, dass der Stadt Leverkusen gar nichts anderes übrig bleibt, als sich dem neuen größeren Verbund anzuschließen. Die Bildung von Go Rheinland beruhe „auf einem Landesgesetz“, unterstrich Frank Schmitz im Stadtrat. Der Christdemokrat wird die Stadt ab dem kommenden Jahr in der Verbandsversammlung von Go Rheinland vertreten.
Umlagen sind theoretisch möglich
Im Finanzausschuss hatte Christian Melchert aus der Stadtverwaltung skizziert, welches Risiko bei der Stadt bleibe, jedenfalls in der Theorie. Der nächste greifbare Zeitraum ist das Jahr 2028. Dann könne eine Beteiligung von 63.000 Euro an der Stadt hängen bleiben, so Melchert. Im Jahr 2032 wären es allerdings schon 386.000 Euro. Theoretische Werte, betonte Melchert: „Die Satzung ist darauf angelegt, Umlagen zu vermeiden.“
Ebenfalls im Finanzausschuss hatte CDU-Fraktionschef Tim Feister festgestellt: „Eigentlich haben wir keine Wahl.“ Sein sozialdemokratisches Gegenüber Dirk Löb macht sich dennoch keine Illusionen über die Kostenentwicklung im öffentlichen Nahverkehr: „Billiger wird's in der Regel nicht.“ Dass an dieser grundsätzlichen Aussage etwas dran ist, zeigt allein die Preisentwicklung für das Deutschland-Ticket, das mal mit 49 Euro gestartet ist und dessen Preis regelmäßig steigt.
Am Beitritt der Stadt Leverkusen zu Go Rheinland ändert das nichts. Der Stadtrat votierte am Montag einstimmig dafür. Lediglich Benedikt Rees enthielt sich.
