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PlatzvergabeDrei weiterführende Schulen in Leverkusen mussten Kinder ablehnen

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Durch den Neubau am Lise-Meitner-Gymnasium konnte die Schule für die hohe Nachfrage einen weiteren Zug eröffnen.

Durch den Neubau am Lise-Meitner-Gymnasium konnte die Schule für die hohe Nachfrage einen weiteren Zug eröffnen.

Anmeldezahlen zeigen: Jedes Kind kann einen Platz an der gewünschten Schulform bekommen, wenn auch nicht an der Wunschschule.

Rund 1500 Kinder wechseln nach aktuellen Zahlen im Sommer auf eine weiterführende Schule. Die gute Nachricht: In diesem Jahr mussten an keinem der vier städtischen Gymnasien Kinder abgelehnt werden. Am Lise-Meitner-Gymnasium wurde nachträglich ein weiterer Zug eröffnet, unter anderem, um die Kinder aus Hitdorf aufzunehmen, die am Otto-Hahn-Gymnasium in Monheim abgelehnt wurden und die Wiesdorfer Schule als Zweitwunsch genannt hatten. Weitere Hitdorfer Kinder wurden auf deren Wunsch am Landrat-Lucas-Gymnasium aufgenommen.

Dabei handele es sich nach Aussagen von Andrea Werner vom Fachbereich Schulen noch um 20 Kinder, acht der ursprünglich abgelehnten Kinder seien über ein Nachrückverfahren doch noch in Monheim angenommen worden. Die Opladener Schule legte laut Stadtverwaltung eine „Punktlandung“ hin: Die Anmeldungen entsprachen exakt der Zahl der vorhandenen Plätze. In der Vergangenheit hatte die NRW-Sportschule regelmäßig Bewerberinnen und Bewerber enttäuschen müssen.

Keine Wanderbewegung

Das zeige, dass Leverkusen über genug Plätze an Gymnasien verfüge, betont Werner im Bildungsausschuss: „Die Sicherstellung der wohnortnahen Bildung ist gewährleistet.“ Ausgeblieben ist demnach auch die befürchtete Wanderbewegung durch die Aufnahme der Hitdorfer Kinder. Es war vermutet worden, dass andere Kinder dadurch keinen Platz an ihrer wohnortnahen Schule bekommen und an eine entferntere Schule im Leverkusener Osten ausweichen müssen. Am Schlebuscher Freiherr-vom-Stein und am Lützenkirchener Werner-Heisenberg-Gymnasium seien weiterhin noch einige Plätze für Nachrücker frei. Das gilt auch für die Montanus-Realschule, beide Hauptschulen und die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule – damit kann allen Kindern in der Stadt ein Platz an der gewünschten Schulform angeboten werden.

Kinder ablehnen mussten in diesem Jahr die Gesamtschule Schlebusch (315 Anmeldungen auf 189 Plätze), die Sekundarschule (107/81) und die Theodor-Heuss-Realschule (177/135). Um den steigenden Bedarf an Realschulplätzen zu decken, wurden an der Montanus-Realschule und am Stadtpark je eine Mehrklasse gebildet. „Das zeigt, wie wichtig es ist, dass wir den Ausbau an der Realschule am Stadtpark weiterverfolgen“, sagt Werner mit Blick auf die Stadtfinanzen.


Die meisten Fünftklässler wird es im kommenden Schuljahr an der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule geben: 198 Kinder wurden hier bislang aufgenommen, einige Plätze sind sogar noch frei. Es folgt die Gesamtschule Schlebusch mit 189 Aufnahmen.

Unter den Gymnasien haben das Lise-Meitner- und das Landrat-Lucas-Gymnasium mit je 181 neuen Fünftklässlern die Nase vorn. Beide sind damit voll. Am Freiherr-vom-Stein (144 Anmeldungen) und Werner-Heisenberg-Gymnasium (113) sind noch ein paar Plätze frei.

Die Realschule am Stadtpark hat die größte Kapazität dieser Schulform (158 Aufnahmen), gefolgt von der frisch sanierten und stark nachgefragten Theodor-Heuss-Realschule (135) und der Montanus-Realschule (100).

Wenige Kinder entscheiden sich für eine Hauptschule: Im Hederichsfeld setzen im Sommer 24 Kinder ihre Schullaufbahn fort, an der Theodor-Wuppermann-Schule 20.