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Update

Köln – Leverkusen
Hitdorfer Fähre fährt trotz Niedrigwasser wieder

3 min
Hitdorfer Fähre Sankt Michael setzt mit einem Traktor über. Landwirtschaft. Bild: Ralf Krieger

Die Hitdorfer Fähre Sankt Michael konnte zuletzt wegen des Niedrigwassers im Rhein nicht fahren.

Der Rheinpegel wird vor allem vom Niederschlag im Süden und Westen bestimmt.

Seit Sonntag (19. Juli) hat die Hitdorfer Fähre zwischen Köln-Langel und Leverkusen-Hitdorf ihren Betrieb wieder aufgenommen, der am 16. Juli wegen Niedrigwasser eingestellt werden musste. Am Wochenende lag der Rheinpegel noch bei 87 Zentimetern, am Montag ist er auf 115 Zentimeter gestiegen.

Allerdings ist der Wasserstand weiterhin vergleichsweise niedrig, deswegen gilt eine Beschränkung für Fahrzeuge von maximal 7,5 Tonnen. Die Fährzeiten in dieser Woche sind Montag bis Donnerstag 6 bis 14 Uhr; Freitag 6 bis 19.20 Uhr; Samstag und Sonntag 10 bis 17 Uhr.

Ob die Fähre fahren kann, hängt vom Rheinpegel ab. Dieser wird hauptsächlich durch das südlich und westlich gelegene Einzugsgebiet bestimmt. Für den Kölner Raum sind vor allem Regenfälle in der Schweiz, in Süddeutschland und Nordostfrankreich maßgeblich.

Wichtige Verbindung zwischen Köln und Leverkusen

Die Fähre ist, gerade in Zeiten maroder Brücken, eine wichtige Verbindung zwischen Leverkusen und Köln. Und ein ewiger Problemfall. Seit Juli 2024 verkehrt die „St. Michael“ als Ersatz der technisch anfälligen und bereits einmal havarierten „Fritz Middelanis“ auf dem Rhein. Bis dahin war mehr als ein halbes Jahr lang die Fährverbindung zwischen beiden Rheinufern unterbrochen. Das machte deutlich: Großen Teilen der Leverkusener Bevölkerung und darüber hinaus ist die Fähre wichtig. Davon zeugen auch 12.500 Unterschriften, die die CDU für den Erhalt der Auto-Fährverbindung im Winter gesammelt hatte.

Doch die Zukunft ist weiter ungewiss: Die Häfen- und Güterverkehr Köln AG (HGK), eine Stadttochter, wird sich aus dem Fährbetrieb zurückziehen. Bislang teilen sich die HGK und die Stadt Leverkusen die Anteile an der gemeinsamen Rheinfähre Köln-Langel/Hitdorf GmbH, die zwischen beiden Parteien seit 1998 besteht, noch hälftig. Sollte der Rat der Stadt Köln das final beschließen, stünde Leverkusen als alleinige Betreiberin da und könnte den Betrieb wohl nicht mehr finanzieren.

Ein Ortstermin der Oberbürgermeister Torsten Burmester (Köln) und Stefan Hebbel (Leverkusen) vor wenigen Wochen aber lässt zumindest Hoffnung auf eine Einigung schöpfen: Beide Stadtoberhäupter wollen den Fährbetrieb erhalten. Ob die St. Michael allerdings auch künftig weiterhin Fußgänger, Radfahrer, Autos und Traktoren zwischen Köln und Leverkusen über den Rhein bringen wird, ist alles andere als sicher.


Die Nutzung in Zahlen

118.000 Personen hat die Fähre im vergangenen Jahr befördert. Dazu kommen 44.800 Zweiräder und 33.000 Autos. Etwa 1500 Fahrer von Traktoren oder anderen größeren Gefährten haben 2025 die Fähre genommen. Im Vergleich zu 2019 hat sich die Personennutzung der Fähre mehr als halbiert: Damals waren es noch rund 260.000 Menschen. Immerhin: Die Ausfälle im Betrieb der Fähre sind in jüngster Vergangenheit deutlich zurückgegangen. (nip)