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In der SparkasseEnergierversorgung Leverkusen eröffnet neues Kundencenter

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Sparkasse leverkusen, EVL verlegt das Kundencenter in die Sparkasse in der City C  mit Markus Grawe Stefan Hebbel und Thomas Eimermacher Bild: Ralf Krieger

Während hinten die Eröffnungszeremonie abläuft, werden schon EVL- Kunden im neuen Kundencenter bedient. 

Gleichzeitig wird ein neuer Geschäftsführer für den Leverkusener Energie- und Wasserversorger gesucht.

Die EVL (Energieversorgung Leverkusen) ist mit ihrem Kundencenter aus dem City-Point in die City C ins Sparkassengebäude umgezogen. Das bisherige Kundencenter im City-Point ist geschlossen. EVL-Geschäftsführer Thomas Eimermacher und der Sparkassenchef Markus Grawe sagten bei der Eröffnung am Freitag, es gebe eine große Schnittmenge unter den den Kunden der beiden Institutionen, deshalb sei der neue Ort fürs Kundencenter gut gewählt. Einer der fünf EVL-Angestellten, der am Schalter gerade einen Kunden bedient hatte, wusste noch einen weiteren Pluspunkt: Im Gegensatz zum City-Point ist der neue 150 Quadratmeter große abgetrennte Schalterraum in der Sparkasse klimatisiert.

Sparkasse leverkusen, EVL verlegt das Kundencenter in die Sparkasse in der City C  mit Markus Grawe Stefan Hebbel und Thomas Eimermacher Bild: Ralf Krieger

Das Kundenzentrum der EVL befindet sich jetzt in der Hauptstelle der Sparkasse in der City C. Sparkassenvorstand Markus Grawe, Oberbürgermeister Stefan Hebbel und noch-EVL-Chef Thomas Eimermacher (v.l.) schneiden ein Band durch.

Grawe und Eimermacher lobten sich gegenseitig: Die Sparkasse sei ein Top-Vermieter, sagte der eine, die EVL ein Top-Mieter, gab der andere zurück. Oberbürgermeister Stefan Hebbel war als Stadtchef und wichtiger Mann in beiden Stadttöchtern anwesend. Zu dritt schnitten sie ein rotes Band zur Eröffnung durch. Das war aber nur symbolisch, denn das Kundencenter läuft schon zwei Tage, seit Monatsanfang. Für die Kunden gab es Kaffee aus einem Wagen. Das Bistro, das die Sparkasse früher in dem Raum betrieben hatte, gibt es nicht mehr. Ein weiterer Vorteil: Die EVL nutzt jetzt auch den permanent anwesenden Sicherheitsdienst der Sparkasse. „Wir brauchen den selten“, sagt Eimermacher.

Im City-Point-Gebäude sind noch Büros für EVL-Mitarbeiter untergebracht. Das viergeschossige Bürohaus, an dem seit Jahren ein Gerüst steht, soll verkauft werden. Bei der EVL rechnet man damit, dass die grundrenovierte Zentrale am Overfeldweg Anfang 2027 bezugsfertig sein soll. Dann will man dort alle Arbeitsplätze zusammenziehen, abgesehen vom Kundencenter, das in der Innenstadt bleiben soll.

Neuer EVL-Geschäftsführer ist ausgeschrieben

Die kleine Eröffnung dürfte einer der letzten großen öffentlichen Auftritte von Thomas Eimermacher als EVL-Chef gewesen sein, denn er soll nach dem Willen der beiden Eigentümer des Leverkusener Wärme-, Gas-, Wasser- und Elektrizitätsversorgers seinen Geschäftsführerposten räumen. Eimermachers Vertrag läuft noch bis 2028 und eine vorzeitige Beendigung dürfte teuer werden. Die EVL gehört zu gleichen Anteilen der Kölner Rhein-Energie und die Stadt Leverkusen.

Nach deren Willen soll es künftig nur noch einen einzigen Geschäftsführer geben und das soll nicht Thomas Eimermacher sein. Zurzeit wird ein neuer Chef gesucht.

Für Außenstehende seltsam mutet an, dass einerseits die EVL-Webseite unter dem Menüpunkt „Karriere“ vermeldet: „Derzeit sind keine aktuellen Stellen ausgeschrieben. Bitte nutzen Sie unsere Initiativbewerbung“, wenn man weiß, dass das nicht stimmt. Denn eine Internetsuche ergibt, dass über ein Inserat in der Zeitung für Kommunalwirtschaft (ZFK) ein Alleingeschäftsführer für die Leverkusener Stadttochter gesucht wird. Die Bewerbungsfrist endet am 19. Juli 2026.

Gesucht wird darin ein Wirtschaftswissenschaftler mit langer Berufserfahrung, vorzugsweise in der kommunalen Energiewirtschaft, mit Verständnis für den Markt, die  Kundenbedürfnisse und Verhandlungsgeschick sowie sozialer Kompetenz. Die Einstellung soll zum  „nächstmöglichen Zeitpunkt“ erfolgen, gleichzeitig soll Eimermacher anscheinend das Chefbüro räumen. Das gewöhnlich fette Gehalt in der Kaste der kommunalen Gesellschaften wird nicht klar genannt, aber umschrieben: „Sie können sicher sein, dass die vertraglichen Rahmenbedingungen Sie überzeugen werden.“