Am 7. Juni beginnt das jährliche Stadtradeln wieder. Die Anmeldungsphase hat bereits begonnen.
RadfahrenDas Stadtradeln in Leverkusen beginnt wieder – und zwar inklusiv

Die stellvertretende Leiterin des Fachbereichs Mobilität und Klimaschutz, Bettina Zimmer (v.l.), Grundschullehrerin Catharina Lehmann, Fahrradbeauftragter Fabian Urh, Wolfgang Dedden vom ADFC, Umweltdezernent Alexander Lünenbach, Malte Müller vom Fachbereich Mobilität und Klimaschutz und vier Kinder aus der Hans-Christian-Andersen-Grundschule bewerben das Stadtradeln.
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Mehr Menschen zum Radfahren zu animieren – das ist auch in diesem Jahr wieder das Ziel der Stadt und des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), mit dem sie das traditionelle Stadtradeln bewerben. 2026 geht es schon in die elfte Runde. Im vergangenen Jahr konnte Leverkusen die 500.000-Kilometer-Marke durchbrechen. In diesem Jahr hat sich die Stadt zum Ziel gesetzt, die 2500 Teilnehmenden zu knacken, wie Umweltdezernent Alexander Lünenbach berichtet.
Bisher sind 1045 Anmeldungen registriert, erfahrungsgemäß steige die Zahl kurz vor Aktionsstart aber exponentiell an, erklärt Wolfgang Dedden vom ADFC. „Vor drei Tagen waren es noch 300 weniger“, so Dedden. Alle, die in Leverkusen wohnen, arbeiten, zur Schule gehen oder anders im Stadtgebiet gemeldet sind, können als Einzelperson oder in Gruppen teilnehmen.
Zugelassen sind alle Fahrzeuge, die nach der Straßenverkehrsordnung als Fahrräder definiert sind, darunter auch Rollstühle, Rollatoren oder Handbikes. Damit wolle man gezielt Menschen mit Behinderung einschließen, erklärt Dedden. Laufräder sind ebenfalls erlaubt, sodass auch jüngere Kinder, die noch nicht Rad fahren können, teilnehmen dürfen. Eltern müssen allerdings ihre Kinder anmelden.
Sieger des Leverkusener Schulradelns erwartet besonderer Preis
Im vergangenen Jahr hatten sich auch 19 Leverkusen Schulen dem Projekt angeschlossen. Schulen, die teilnehmen, würden davon profitieren, sagt Alexander Lünenbach, schließlich widme sich die Stadt dann gezielt Gefahrenstellen im Umkreis, um die Schulwege für die Kinder sicherer zu gestalten. Die 30 besten Schülerinnen und Schüler im Schulradeln erwartet außerdem ein besonderer Preis: Sie sind zu einem Bayer-04-Heimspiel in der neuen Saison eingeladen und dürfen mit einer Begleitperson auf den Platz.
Die Hans-Christian-Andersen-Grundschule ist in diesem Jahr zum ersten Mal dabei. Bisher hat sich laut Lehrkraft Catharina Lehmann bereits der Großteil des Kollegiums angemeldet. Demgegenüber könnten die Anmeldungen aus den Reihen der Kommunalpolitikerinnen und -politiker allerdings noch etwas spärlich aussehen. Wolfgang Dedden berichtet, dass sich erst zwei Parlamentarier als solche angemeldet hätten. Dafür muss bei der Registrierung, ein Kreuz gemacht, dass die Person als Ratsmitglied kennzeichnet. Dieses Kreuz setzten bisher nur zwei Teilnehmende.
Dedden appelliert deshalb noch mal an die Kommunalpolitik, die damit immerhin auch ein Zeichen setze. Eine Teilnahme sei für die Verantwortlichen in der Stadtpolitik auch wichtig, um sich ein realistisches Bild von der Infrastruktur der Radwege und ihrem Zustand zu machen.
Es ist ein Anlass das Umdenken und den Umstieg auf das Rad zu fördern.
Lünenbach erhofft sich von dem Stadtradeln auch, die Problematik mit den Elterntaxen bändigen zu können. Schließlich soll es vor allem darum gehen, dass Leverkusenerinnen und Leverkusener alltägliche Strecken, wie den Weg zur Schule, zur Arbeit oder zum Einkaufen, mit dem Rad erledigen. Deswegen hält der Umweltdezernent auch fest: „Es geht weniger um die große klimapolitische Geschichte, sondern es muss alltagstauglich sein.“
Immerhin soll das Projekt nachhaltige Wirkung haben, wie der Fahrradbeauftragte der Stadt, Fabian Urh, betont: „Es geht darum, das Radfahren nach dem Stadtradeln weiter fortzuführen. Es ist ein Anlass, das Umdenken und den Umstieg auf das Rad zu fördern.“
Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung sind auf der Homepage zu finden.
www.stadtradeln.de/Leverkusen
