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Berliner PlatzRadfahrer sollen im Opladener Kreisverkehr nicht mehr in die falsche Richtung fahren

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Die Polizei hat am Berliner Platz in Opladen mit einer Spray-Aktion auf falsch fahrende Radfahrer aufmerksam gemacht.

Die Polizei hat am Berliner Platz in Opladen mit einer Spray-Aktion auf falsch fahrende Radfahrer aufmerksam gemacht.

Neue Markierungen sollen am Berliner Platz für mehr Verkehrssicherheit sorgen und Radfahrer auf häufige Falschfahrten aufmerksam machen.

Neue Warnhinweise werden auf die Radwege am Berliner Platz gesprüht. Doch noch während der Aktion halten Polizeihauptkommissarin Yvonne Habernickel und ihr Kollege Matthias Blasius immer wieder Radfahrer an, die entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung unterwegs sind. „Es ist wichtig, dass wir situativ und präventiv reagieren“, sagt Habernickel. Die Aktion ist Teil von Maßnahmen, die nach dem tödlichen Verkehrsunfall vom 30. Januar 2025 beschlossen wurden. Damals starb die elfjährige Schülerin Angelina auf dem Weg zum Landrat-Lucas-Gymnasium, als sie die Bonner Straße am Berliner Platz überquerte. Plüschtiere erinnern dort bis heute an das Mädchen.

Neue Hinweise für mehr Sicherheit

Mit Schablonen und wasserlöslicher Sprühkreide bringt die Polizei nun neue Hinweise auf den Radwegen auf. Sie sollen Radfahrer darauf aufmerksam machen, dass Radwege grundsätzlich nur in der vorgesehenen Fahrtrichtung genutzt werden dürfen, sofern keine gesonderte Beschilderung etwas anderes erlaubt. Besonders häufig komme es laut Polizei an der Ausfahrt in Richtung Düsseldorfer Straße sowie an der Einfahrt in die Düsseldorfer Straße zu Falschfahrten.

„Oh, ich bin in der falschen Richtung unterwegs“, solle die Markierung bei Radfahrern auslösen, erklärt Yvonne Habernickel. Neben ihr: Tobias Scheibe vom Fachbereich Mobilität und Klimaschutz.

„Oh, ich bin in der falschen Richtung unterwegs“, solle die Markierung bei Radfahrern auslösen, erklärt Yvonne Habernickel. Neben ihr: Tobias Scheibe vom Fachbereich Mobilität und Klimaschutz.

Autofahrende rechnen an den Querungsstellen in der Regel nicht mit Radfahrenden aus der Gegenrichtung. Dadurch kann es schnell zu kritischen Situationen und Unfällen kommen. Gerade an großen, komplexen und stark befahrenen Kreisverkehren wie dem Berliner Platz ist es daher besonders wichtig, dass die geltenden Verkehrsregeln eingehalten werden.

Polizeihauptkommissar Matthias Blasius und Tobias Scheibe vom Fachbereich Mobilität und Klimaschutz sprühen die Markierungen auf.

Polizeihauptkommissar Matthias Blasius und Tobias Scheibe vom Fachbereich Mobilität und Klimaschutz sprühen die Markierungen auf.

„Oh, ich bin in der falschen Richtung unterwegs“, solle die Markierung bei Radfahrern auslösen, erklärt Yvonne Habernickel. Der Berliner Platz sei ein unübersichtlicher Kreisverkehr mit mehreren Zufahrten. Die Markierungen seien deshalb ein weiterer Baustein zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. Die verwendete Sprühkreide ist allerdings nicht dauerhaft haltbar: Nach mehreren starken Regenschauern lösen sich die Hinweise wieder auf und müssen bei Bedarf erneuert werden.

Tempo 30 und neue Markierungen

Der Berliner Platz zählt weiterhin zu den Unfallhäufungsstellen in Leverkusen. Insgesamt listet die Unfallkommission in ihrem Bericht von Januar 14 Stellen im Stadtgebiet auf, an denen es gehäuft zu Verkehrsunfällen kommt. Mehrere davon sind Kreisverkehre. Der Kreisverkehr ist inzwischen nur noch einspurig befahrbar, auf allen Zufahrten gilt Tempo 30 und die Radfurten wurden rot markiert. Zudem wurde die Beleuchtung verbessert.

Auch Tobias Scheibe vom Fachbereich Mobilität, Klimaschutz und Verkehrslenkung begleitete die Aktion. Zusätzliche Kosten seien der Stadt durch die Maßnahme nicht entstanden, erklärte er. Wer als Radfahrer entgegen der Fahrtrichtung unterwegs ist, muss laut Polizei mit einem Bußgeld von 20 Euro rechnen. Bei Gefährdungen oder Behinderungen anderer Verkehrsteilnehmer kann die Strafe höher ausfallen.

Neben Kontrollen setzt die Polizei weiterhin auf Verkehrserziehung. Angeboten werden unter anderem Fahrradtrainings für Kinder, Aktionen zum Toten Winkel sowie Programme für ältere Verkehrsteilnehmer. Beim sogenannten Seniorenradeln überprüfen Beamte Fahrräder, informieren über Helmsicherheit und erklären Verkehrsregeln direkt im Straßenverkehr. Zusätzlich bietet die Polizei Workshops für Senioren im Polizeipräsidium an. Gemeinsam mit der Sporthochschule Köln werden dort körperliche Fähigkeiten getestet und Regelkenntnisse aufgefrischt.