Felix Vekeman registrierte sich vor mittlerweile zehn Jahren bei der DKMS, zuletzt traf er auf die Frau, der er mit seiner Stammzellenspende geholfen hatte.
Zusammentreffen beim KölschLeverkusener Stammzellspender rettet US-Amerikanerin das Leben

Der Leverkusener Felix Vekeman (l.) umarmt Rosanna Lalond, die von seiner Stammzellenspende profitierte.
Copyright: DKMS
Eine 70 Jahre alte US-Amerikanerin verabredet sich für ein gemeinsames Kölsch mit dem 28-jährigen Leverkusener Felix Vekeman – was zunächst einmal nach einem kuriosen Aufeinandertreffen klingt, hat einen ernsten, gleichermaßen aber schönen Hintergrund.
Denn Vekemans Stammzellenspende rettete Rosanna Lalond, genannt Rose, aus Wisconsin das Leben. Die 70-Jährige erkrankte an einer seltenen chronischen Blutkrebserkrankung und war auf eine Spende angewiesen.
Erstes persönliches Treffen nach langem Online-Kontakt
Die Rettung ermöglichten die Stammzellen des 7000 Kilometer entfernt lebenden Vekeman, der sich in Folge eines Beitrages im Fernsehen gemeinsam mit weiteren Familienmitgliedern dazu entschied, sich bei der DKMS registrieren zu lassen.
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Sechs Jahre später wurde der Rheinländer darüber informiert, dass er als Spender gebraucht wird. „Ich war überrascht und hätte nicht gedacht, dass ich tatsächlich einmal dran komme“, erklärte Vekeman. Bei ihm dauerte die ambulante Stammzellspende, für die es in der Regel laut DKMS drei bis fünf Stunden benötigt, nur eine Stunde.
Mit den Stammzellen wurde Rosanna Lalond dann behandelt. Erst gab es für den Leverkusener Mitteilungen aus den Vereinigten Staaten über die DKMS über den Gesundheitszustand der Patientin, im Laufe der Zeit kam es auch zum persönlichen Austausch der beiden – sowohl über Briefe als auch über Videotelefonie.

Die Familien von Spender und Empfängerin zog es in Köln noch auf den Weihnachtsmarkt.
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Als sich dann abzeichnete, dass Lalond mit Familienmitgliedern nach Europa kommen würde, machten die Familien der beiden ein persönliches Treffen aus – das fand schließlich in Köln statt.
Erst kam es zu emotionalen Szenen in einem Brauhaus, dort trafen sich der Leverkusener und die US-Amerikanerin auf ein Kölsch. Anschließend zogen sie mit ihren Familienmitgliedern weiter – auf einen Weihnachtsmarkt.
„Der Moment des Treffens war so berührend, so speziell! Ich kann das tatsächlich nicht in Worte fassen und bekomme immer wieder Gänsehaut, wenn ich daran denke“, berichtete Felix’ Mutter Lien. „Ich, als Außenstehende, vermag mir gar nicht vorzustellen, was in Felix und Rose vorgegangen ist, aber ich bin aufs Höchste dankbar, dabei gewesen zu sein.“ Lien war es einst, die die Familie dazu animierte, sich bei der DKMS als potenzielle Spender registrieren zu lassen.
„Das war so surreal. Wir hatten uns ein halbes Jahr lang geschrieben und dann steht die Person plötzlich vor dir. Einfach schön“, beschrieb der Spender den gemeinsamen Moment mit Lalond. Sie schenkte ihm eine Taschenuhr mit Gravierung. Verewigt sind darin ihr Name, das Datum des Transplantationstages und die Worte „Thanks for giving me more time“, also „Vielen Dank, dass du mir mehr Zeit gegeben hast“. So kam es ziemlich genau zehn Jahre nach der Registrierung des Leverkuseners zum emotionalen Höhepunkt – dem Aufeinandertreffen mit der Frau, der die Spende das Leben gerettet hat.

