Waldschule LeverkusenWarum Kindern die Sauberkeit im Wald wichtig ist

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Waldschule räumt den Wald auf.

Die OGS-Kinder der Waldschule zeigen ihre Beute.

Aus einem Müllsammeltag ist an der Schlebuscher Waldschule ein ganzes Projekt entstanden.

Nina hat den Kreislauf des Lebens verstanden: „Wenn wir Müll in den Wald werfen, dann können die Bäume sterben und die Bäume machen frische Luft und ohne die können wir nicht leben“, erklärt die Neunjährige profimäßig. „Außerdem können die Tiere sich verletzten oder sterben“, ergänzt Ahmad. „Und ich finde den Wald einfach schöner, wenn nicht so viel Müll drin rumliegt“, sagt Abby. 

Waldschule räumt den Wald auf

Romy, Alegra, Nina und Merle räumen auf.

Genug gute Gründe, um etwas dagegen zu unternehmen.  „Wir haben in der Ferienbetreuung mit den Müllsammeltagen angefangen“, erklärt Nora van Loon, die die Aktion der OGS ins Leben gerufen hat. „Mittlerweile kommen immer mehr Kinder und fragen: Wann geht ihr wieder Müll sammeln? Kann ich mitkommen?“ Und so ist das Müllsammeln zu einem richtigen Projekt geworden, mit eigenen Namen und Maskottchen: „Trashi“, der als Superheld verkleideten Mülltonne. 

Junge räumt Wald auf

Ahmad trägt seinen „Trashi-Button“ und das Fundgut mit Stolz.

Ahmad trägt die Bierflasche, die er eben gefunden hat, mit ebenso viel Stolz, wie den Trashi-Button. „Auch du bist ein Super-Trash-Hero“, steht darauf. Innerhalb weniger Minuten hat die mehr als 20-köpfige Gruppe, ausgerüstet mit Greifzangen und Handschuhen, die ebenfalls mitgebrachten Tüten schon gut gefüllt. Viele Glasflaschen und Scherben finden Sie im unmittelbar an den Schulzaun grenzenden Gebiet.

Auch ein großes Schrottteil, das aussieht, als sei es mal die Metalltür eines Grills gewesen, hieven sie aus dem Gebüsch. Das lässt sich van Loon direkt geben: „Das trage ich, ich möchte ja nicht, dass sich hier jemand verletzt.“ 

Der gesammelte Müll wird auf einem Platz auf dem Schulhof ausgekippt, damit jeder sehen kann, wie schlecht es um die Sauberkeit im Wald steht. Und wie viel die Kinder schon erreicht haben. Dabei wollen die OGS-Betreuerinnen es aber nicht belassen. „Wir wollen als Nächstes eine Verrottungstafel basteln, die anzeigt, wie lange verschiedene Materialien zum Verrotten brauchen“, erklärt van Loon. „Damit die Kinder sehen: Plastik bleibt für immer.“ Und natürlich: Weiter den Wald vom Müll befreien.

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