Schnee in der Eifel und nasse Aussichten für Köln: Die Eisheiligen bringen zum Vatertag einen Kälteeinbruch, der die Region überrascht.
Frostige AussichtenDie Eisheiligen verregnen NRW die Himmelfahrts-Planung – „Kalte Sophie“ naht

Auch in Köln und Region kann es ungemütlich werden. (Symbolbild)
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Ein Blick auf die Webcams am Weißen Stein bei Udenbreth und am Kahlen Asten verriet am Dienstagmorgen das Unwahrscheinliche: Eine geschlossene Schneedecke bedeckte die Landschaft. Das berichtet der WDR. Die automatische Wetterstation am Kahlen Asten registrierte demnach um 8.00 Uhr bei frostigen -0,4 Grad eine Neuschneemenge von vier Zentimetern. Ein seltener Anblick für die zweite Maiwoche, der jedoch nicht von Dauer sein dürfte: Bereits am Nachmittag klettern die Temperaturen in den Höhenlagen wieder auf bis zu 4 Grad.
Schnee im Mai: Ein seltenes Phänomen, aber kein Rekord
Schnee im Mai gilt in unseren Breitengraden als ungewöhnlich, ist aber klimatologisch nicht ausgeschlossen. Statistisch gesehen kam es in den vergangenen 30 Jahren nur in sieben Jahren zu Schneefällen im Mai. Das letzte Mal ereignete sich ein solches Winter-Gastspiel im Jahr 2019, als in Schleiden sogar elf Zentimeter gemessen wurden. Historisch gesehen sind die aktuellen Werte fast moderat: Am 1. Mai 1970 türmte sich der Schnee am Kahlen Asten rekordverdächtige 45 Zentimeter hoch.
Christi Himmelfahrt: Trübe Aussichten für den Vatertag
Wer für Christi Himmelfahrt am Donnerstag (14. Mai) im Raum Köln und der Region eine Bollerwagentour geplant hat, sollte laut aktuellen Prognosen von „WetterOnline“ und der WDR-Wetterredaktion unbedingt die Regenjacke einpacken. Die Vorhersagen versprechen für das Kölner Umland klassisches, wechselhaftes Aprilwetter: Sonne und Wolken wechseln sich mit teils kräftigen Schauern und einzelnen Gewittern ab. Die Höchstwerte liegen laut „wetter.com“ zwischen kühlen 6 Grad in den Höhenlagen und maximal 13 Grad in der Kölner Bucht.
„Kalte Sophie“ als Höhepunkt der Eisheiligen
Die Woche steht damit ganz im Zeichen der Eisheiligen. Auch wenn die traditionelle Bauernregel wissenschaftlich häufig hinterfragt wird, zeigt sich das Wetter in diesem Jahr laut Meteorologen pünktlich von seiner ungemütlichen Seite. Gartenbesitzer in der Region sollten zudem wachsam sein, denn in den Nächten rund um den Feiertag kann örtlich sogar Bodenfrost auftreten.
Der Höhepunkt der Kältephase wird nach aktuellen Prognosen zur sogenannten „Kalten Sophie“ am 15. Mai erwartet. Die „Kalte Sophie“ gilt traditionell als letzter und oft strengster Tag der Eisheiligen. Gerade in den frühen Morgenstunden könnten die Temperaturen in Teilen von NRW noch einmal empfindlich absinken. Erst zum Wochenende rechnen Meteorologen wieder mit einer langsamen Wetterberuhigung und etwas milderen Temperaturen. (jag)
