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Fragen und Antworten
Untersuchung nach Segelflugzeugabsturz kann ein Jahr dauern

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Blick auf die Unglücksstelle auf der A45 bei Hünsborn.

Blick auf die Unglücksstelle auf der A45 bei Hünsborn.

Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung hat nach dem Absturz eines Flugzeugs vom Dümpel in Bergneustadt alle relevanten Teile sicherstellen lassen.

Nach dem Absturz eines Motorseglers am Samstagmittag auf die Bundesautobahn 45 nahe Hünsborn (Kreis Olpe), bei dem ein Pilot ums Leben gekommen ist und ein weiterer schwer verletzt wurde, laufen die Untersuchungen der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU), um die Gründe für das Unglück zu klären. Der Heimatverein der beiden erfahrenen Piloten – der Luftsportclub Dümpel bei Bergneustadt – versucht derweil bei aller Trauer zu einer Art von Normalität zurückzufinden. Hier einige Fragen und Antworten.

Was sagt die BFU nach dem Absturz?

Germout Freitag, Pressesprecher der BFU, berichtet am Dienstag, dass ein Kollege der Bundesstelle am Samstagmittag „zufällig auf dem Flugplatz Hünsborn“ gewesen sei, also dem Ort, von dem der Flieger vom Dümpel im Rahmen eines Vergleichsfliegens gestartet war und von einem Motorflugzeug geschleppt wurde. Als dann am Samstag klar gewesen sei, dass die BFU eine Untersuchung des Absturzes durchführen wird, sei aus „Neutralitätsgründen“ ein weiterer Kollege als Spurensicherer zur Einsatzstelle gerufen worden.

Wie ist der Einsatz auf der Autobahn gelaufen?

Die beiden Kollegen der Flugunfalluntersuchung hätten alle erforderlichen Teile des Flugzeugs sichergestellt und für deren Abtransport gesorgt. Zu zwischenzeitlich kursierenden Berichten, nach denen Personen aus dem Umfeld der beiden Piloten an der Unfallstelle Flugzeugteile bewegt und persönliche Gegenstände mitgenommen hätten, sagt Freitag, dass alles, was Dritte vor Ort in diesem Zusammenhang gemacht hätten, in direkter Absprach mit der BFU und der örtlichen Polizei erfolgt sei.

Wie geht die Untersuchung der BFU nun weiter?

Sobald alle erforderlichen Teile des Motorseglers angekommen seien, werde mit der Hauptuntersuchung begonnen. Bis Analyse und Auswertung zu einem Ergebnis kämen, würde in aller Regel ein Zeitraum von einem Jahr und mehr vergehen.

Und wie geht es im Verein auf dem Dümpel weiter?

 Der Vorsitzende des Luftsportclubs, Sebastian Besting, berichtet diese Zeitung am Dienstag, dass sich der Verein in Absprache mit dem Aero-Club NRW zu dem Absturz nicht mehr äußern werde. Für das Wochenende 13. und 14. Juni ist auf dem Dümpel das große Flugplatzfest geplant. Ob der Absturz auf diese Terminierung einen Einfluss haben wird, dazu konnte der Vorsitzende am Dienstag noch keine Aussage machen.