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SchützenfestKein neuer König in Bergneustadt

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Das Foto zeigt  die neuen und alten Schützenmajestäten in Bergneustadt.

Die Krönung  in Bergneustadt  mit den alten und neuen Majestäten.

Auch wenn es keine Aspiranten gab, die beim Schützenfest in Bergneustadt auf den Königsvogel anlegen wollten, gab es viele spannende Wettbwerbe. 

Die Feste Neustadt hat keinen neuen König und auch keinen neuen Prinzen. Bei den Krönungsfeierlichkeiten am Pfingstmontag im Festzelt in der Bahnstraße, in dem bereits in den Wochen zuvor das 150-jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr und der 725. Stadtgeburtstag gefeiert wurden, schilderte Jens-Holger Pütz, Vorsitzender des Bergneustädter Schützenvereins, dass es für jeden der beiden Wettbewerbe zuvor drei Aspiranten gegeben habe, die dann aber nicht zum Schießen angetreten seien: „Das ist sehr schade, weil wir bei dem Kaiserwetter gestern ein tolles Schießen gehabt hätten.“

Maik und Bianca Veller als bisheriges Königspaar sowie Prinz Marco Janz haben sich bereiterklärt, durch ein weiteres Schützenjahr zu gehen. Dennoch waren die Vögel auf dem Schießstand an der Gimbornstraße einem heftigen Bleigewitter ausgesetzt.

Ein Krimi in mehreren Akten

Launig ließ Bürgermeister Matthias Thul die Wettbewerbe Revue passieren: „Was sich an diesem Sonntag am Schießstand abspielte, war nichts weniger als ein Krimi in mehreren Akten.“

Zunächst ging es um die Würde des Bundesprinzen. Vier Aspiranten lieferten sich einen erbitterten Kampf, aus dem Ville Rustemeier vom Schützenverein Windhagen, der auch den ersten Schuss getätigt hatte, am Ende als Sieger hervorging. Zu seiner Bundesprinzessin wählte er seine Mitkämpferin Lena Vormstein vom Schützenverein Hardt-Hanfgarten. Thomas Ufer, Präsident des Oberbergischen Schützenbundes, bekundete: „Wir sind uns schon heute sicher, dass Ihr hervorragende Repräsentanten unserer Schützenjugend sein werdet.“

Ville Rustemeier ist neuer Bundesprinz

Thul führte aus, dass zeitgleich zum Bundesprinzenschießen der gleichzeitige laufende Wettbewerb um die Kinderkönigswürde beendet worden war: „Nach 33 Minuten und mit dem 33. Schuss holte sich Hailey Oelschläger die begehrte Vogeltrophäe namens Poldi.“ Tusnelda war das nächste Opfer, diesmal beim Neustadtkönigsschießen.

Spannend berichtete der Bürgermeister von dem „Gemetzel“, das von Anfeuerungen begleitet war, die etwa einen Striptease auf dem nächsten Geburtstag in Aussicht stellten. Mit Schuss Nummer 38 schaffte es schließlich Maik Bonner, sich den Titel „Neustadtkönig“ zu sichern. Zuletzt ging es um „Adelgund“, den Kaiservogel.

Adelgund, der Kaiservogel

Matthias Thul ließ die Gäste an dem Wettkampf teilhaben, bei dem sich Jonas Braun und Mario Bösinghaus einen erbitterten Zweikampf lieferten: „Zwei Giganten. Zwei Meister ihres Fachs. Zwei Männer, die an der Flinte ungefähr so viel Nervosität zeigen wie ein Felsbrocken im Sturm.“ Die Spannung sei ins Unermessliche gestiegen: „Über die Prärie der Gimborner Straße rollen vertrocknete Dornenbüsche. Der Musikzug spielt passend dazu die Melodie eines alten Westernklassikers“, so der Rathauschef. Der 37. Schuss brachte die Entscheidung: „Super Mario“ ist neuer Neustadtkönig.

Das traditionelles Schützen- und Volksfest des Schützenvereins Bergneustadt 1353 hatte bereits am Freitag mit der dritten „Neustädter Mallorca-Party“ zur Musik von DJ Ahmann und DJ Rocky begonnen. Nach einem Platzkonzert am Samstag startete am frühen Abend der Festumzug über Haupt- und Talstraße sowie den Rathausplatz bis zum Festkommers mit befreundeten Vereinen im Festzelt.

In diesem Zusammenhang äußerte sich Jens-Holger Pütz zu den immer größer werdenden Auflagen für Schützenfeste und Brauchtumsveranstaltungen, die sich gegenüber dem vergangenen Jahr noch deutlich verschärft hätten. Früher sei etwa auch die polizeiliche Begleitung von Festumzügen eine Selbstverständlichkeit gewesen, nun nicht mehr. Die zusätzlichen Kosten und der Organisationsaufwand seien von Vereinen kaum noch zu stemmen: „Es droht ein erheblicher Verlust an gesellschaftlichem und kulturellem Leben.“

Auch am heutigen Dienstag kann in Bergneustadt noch gefeiert werden: Die Kirmes auf dem Schützenplatz an der Brückenstraße lädt bis in die Nachmittagsstunden zu einem Besuch ein.


Für langjährige Mitgliedschaft im Schützenverein Bergneustadt wurden geehrt: Günter Zimmermann (65 Jahre); Wolfgang Maiworm (60 Jahre); Horst Dieter-Schneider (50 Jahre); Volker Haselbach, Andreas Kormann, Brigitte Röttger, Utz Walter und Anja Werkshage (40 Jahre); Lars Ari Koch, Heinz-Dieter Lübbert, Cornelia Maiworm sowie Stefan Retzerau und Lisa-Marie Wolter (25 Jahre).