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Tischtennis-BundesligaTTC Schwalbe Bergneustadt bei den Zhendong-Festspielen

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Mannschaftsfoto des TTC Schwalbe Bergneustadt hinter dem Tischtennis-Tisch.

Vor einem echten Härtetest in Saarbrücken stehen Bergneustadts Trainer Frederik Duda und seine Spieler Leo de Nodrest, Adrien Rassenfosse, Romain Ruiz und Benedikt Duda (v.l.).

Bergneustadt steht zum Saisonauftakt beim 1. FC Saarbrücken gleich vor einem echten Härtetest.

Mit einem 3:1-Auswärtssieg gegen den Tabellenletzten TTC Zugbrücke Grenzau hatten sich die Tischtennis-Profis des TTC Schwalbe Bergneustadt aus der Bundesliga-Saison 2024/25 verabschiedet. Fünf Monate später geht es für das Team um Spitzenspieler Benedikt Duda in die nächste Runde.

Gleich der erste Spieltag hat es für den Tabellenachten der abgelaufenen Spielzeit in sich. Am Sonntag um 14 Uhr gastiert das Team beim 1. FC Saarbrücken. Der amtierende Champions League-Sieger hat sich mit keinem geringeren als dem ehemaligen Olympiasieger Fan Zhendong verstärkt.

Der Chinese Fan Zhendong ist das neue Zugpferd der Tischtennis-Bundesliga

Nach dem Karriereende von Timo Boll (Borussia Düsseldorf) ist der Chinese das Zugpferd der Liga. „Wir wollen in allen drei Wettbewerben ganz vorne mitspielen“, verrät Saarbrückens Teammanager Nicolas Barrois und freut sich gleich zu Beginn auf eine ausverkaufte Halle. „Durch die Fan-Verpflichtung sind die Ticketanfragen in die Höhe geschossen.“ Doch damit nicht genug, schließlich zählen Patrick Franziska und Darko Jorgic ebenfalls zu den stärksten Spielern der Ersten Bundesliga. Auch wenn Fan Zhendong nicht in jeder Partie zum Einsatz kommen wird, führt an den Saarländern im Titelkampf kein Weg vorbei.

Schwalbe-Sportwart Heinz Duda freut sich zwar, dass die Saison nach der langen Pause wieder losgeht, „doch dem ersten Spiel blicke ich nicht gerade zuversichtlich entgegen“. In der vergangenen Saison konnte zwar zum ersten Mal in den zwölfjährigen Schwalbe-Bundesliga-Zugehörigkeit in Saarbrücken gewonnen werden, „doch diesmal kriegen wir eine Klatsche. Vielleicht reicht es zum Ehrenpunkt. Ich glaube nicht, dass wir in das Schlussdoppel kommen“.

Gegen den TTC Schwalbe Bergneustadt ist die Halle in Saarbrücken mit 2000 Zuschauern ausverkauft

Die Kulisse wird die Gäste-Akteure auf jeden Fall noch einmal zusätzlich motivieren. Die Halle ist mit 2000 Zuschauern gefüllt. 27 Fans aus Bergneustadt wollen ihr Team lautstark unterstützen. Die Hälfte des Publikums wird aus Chinesen bestehen, die überwiegend in Europa leben und unbedingt Fan Zhendong sehen wollen. Die Hausherren müssen aufgrund des großen Andrangs sogar einen Sicherheitsdienst stellen.

Trotz der Außenseiterrolle können die Schwalben mit breiter Brust zum ersten Saisonspiel reisen, denn beim Europe Smash-Turnier in der vergangenen Woche in Malmö (Schweden) präsentierten sich Benedikt Duda mit Platz drei und Adrien Rassenfosse mit dem Erreichen des Achtelfinales in hervorragender Form. „Beide haben Wahnsinniges geleistet“, merkte Heinz Duda an. „Ich hoffe, die Jungs genießen den Erfolg und schweben noch ein wenig länger auf dieser Welle.“ Benedikt Duda geht erstmals als Nummer acht der Weltrangliste bei einem Bundesliga-Spiel in die Box, während sich Adrien Rassenfosse um 47 Positionen verbesserte und neue Nummer 56 ist.

Doch auch die beiden anderen Bergneustädter Akteure befinden sich in einer guten Form. Neuzugang Leo de Nodrest gewann Anfang August das WTT Feeder-Turnier in Spokane (USA) und holte zudem Bronze bei der Contender-Veranstaltung in Lagos. Trotz eines Matchballs verlor der Franzose in Nigeria das Halbfinale gegen Anders Lind vom Liga-Konkurrenten Borussia Dortmund knapp in fünf Sätzen, darf sich aber immer noch über Rang 79 in der Weltrangliste freuen. Bei der gleichen Veranstaltung kam Romain Ruiz bis in das Achtelfinale.

Welcher französische Spieler hinter Benedikt Duda und Adrien Rassenfosse am Sonntag in Saarbrücken zum Einsatz kommen wird, vermochte der Schwalbe-Sportwart nicht zu sagen. So geht Heinz Duda davon aus, dass Trainer Frederik Duda „beiden Spielern am Samstagabend tief in die Augen schauen und dann die Entscheidung treffen wird“.