Eine neue Idee entstand bei einer Diskussion im Bauausschuss: Ein Lehrschwimmbecken im Panoramabad. Die Umsetzung soll geprüft werden.
Ein Hallenbad im Panoramabad?Engelskichern Verwaltung soll Idee prüfen

Das Freibad würde Standort für ein Lehrschwimmbecken in einer Halle, wenn sich die Idee realisieren und finanzieren lässt.
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Die Idee entstand bei der Diskussion im Bau- und Planungsausschuss der Gemeinde Engelskirchen über einen SPD-Antrag. Die Sozialdemokraten hatten beantragt, zu prüfen, ob das ehemalige Lehrschwimmbecken im Schulzentrum Walbach saniert werden könne und eine Machbarkeitsstudie angeregt.
Im Verlauf der verschiedenen Statements wurde der Vorschlag geäußert, auch einen Neubau in Modulbauweise zu prüfen. Wie Fachbereichsleiter Andreas Kiel informierte, gebe es nach ersten Recherchen zwei seriöse Anbieter solcher modularen Hallenbäder. Die Möglichkeiten reichten von einem 13 Meter langen Becken bis hin zu 25 Meter Becken mit acht Bahnen oder gar olympiatauglichen Länge von 50 Metern. Ein Lehrschwimmbecken mit verstellbarem Boden sollte es sein, sagte Monika Güdelhöfer (SPD), die wie ihr Fraktionschef Wolfgang Brelöhr in der Schwimmausbildung aktiv ist. Alle Ausschussmitglieder waren sie einig, dass es sehr wichtig ist, dass Kinder Schwimmen lernen. Zurzeit gibt es dazu im Winterhalbjahr in Engelskirchen keine Möglichkeit, der Schwimmunterricht erfolgt meistens in Lindlar, dort sei es aber sehr schwierig, Kapazitäten zu bekommen. Zudem verursache es hohe Buskosten, lange Anfahrtszeiten und Kosten für die Hallenbadbenutzung.
Zahlreiche Synergien möglich
Um Kosten zu sparen und vorhandene Technik, Umkleiden und mehr nutzen zu können, wäre ein Hallenbad auf dem Gelände des Engelskirchener Panoramabades eine gute Lösung, so der Ausschuss. Das soll die Verwaltung nach einstimmigem Beschluss nun prüfen. Ebenfalls soll sie weiter untersuchen, ob eine Machbarkeitsstudie, zur Sanierung des Lehrschwimmbeckens, die rund 35.000 Euro kosten würde, sinnvoll ist und wie das Gebäude alternativ genutzt werden kann. Auch die Fördermöglichkeiten für eine Sanierung sollen geprüft werden.
Das Schwimmbad im Schulzentrum Walbach wurde 2007 stillgelegt, da der Hubboden defekt war und weitere Sanierungsmaßnahmen anstanden. Damals wurden die Kosten für eine Sanierung auf rund 1,2 Millionen Euro geschätzt. Aufgrund des Baupreisindizes hat die Verwaltung die Kosten hochgerechnet, und kommt dabei auf rund 2,6 Millionen Euro. Dazu müsse noch ein neuer Bauantrag, Brandschutz, Barrierefreiheit, neue Trinkwasserversorgung und einiges mehr berücksichtig werden, so dass die Gemeinde hier von mehr als drei Millionen Euro ausgeht. Dazu kommen noch die jährlichen Betriebs- und Instandhaltungskosten sowie das Personal. Hier wird mit rund 350.000 Euro gerechnet. Insbesondere bei den Sanierungskosten handle es sich um Hochrechnungen, nicht um eine Bestandsaufnahme. Da die Anlage seit 20 Jahren außer Betrieb sei, könnten verlässliche Aussagen über die Kosten ohne Gutachten nicht getroffen werden.
Verwaltung wird auch die Fördermöglichkeiten prüfen
Was Fördermöglichkeiten angeht, so sei zu berücksichtigen, dass sie daran gebunden seien, dass das Schwimmbad auch der Öffentlichkeit und nicht nur den Schulen zur Verfügung stehen müsse.
Eine Bestandsaufnahme des aktuellen Zustandes des Lehrschwimmbeckens sei in jedem Fall sinnvoll, da man überlegen müsse, was künftig mit dem Gebäude geschehe, wenn es nicht wieder als Schwimmbad genutzt werden kann.