Verschönerungsverein kümmert sich um selbstgebastelte Figuren.
FerienspaßZwergendorf zieht um auf den Waldspielplatz in Engelskirchen-Remerscheid

Im Rahmen einer Ferienspaßaktion sind viele neue lustige Kleine Figuren entstanden.
Copyright: Claudia Kippels
Claudia KippelsRemerscheid Auf dem Waldfestplatz in Engelskirchen-Remerscheid ist einiges los. Viele junge Hände basteln aus kleinen Stöckchen und Farben bunte Zwerge. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt: Ob fröhliche Zwerge, Zwergdamen mit roten Wangen und pinken Kleidern, grimmig dreinschauende Gesellen mit Narben im Gesicht oder gar ein kleiner Zwergenhund. In dem kleinen Waldstück neben dem Engelskirchener Dorf ist Pädagogin Anne Seuthe von der Ründerother Erlebniswerkstatt mit insgesamt vierzig Kindern für das neue Zwergendorf kreativ. Es soll seinen Platz am Rande der Natur-Feststätte erhalten. Normalerweise bietet sie Kindergeburtstage an, an diesem Samstagvormittag leitet sie ehrenamtlich die Zwergen-Bastelei im Rahmen einer Ferienspaßaktion.

Die Kinder zeigten bei der Aktion ihre kreative Ader.
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Doch warum ziehen die Zwerge auf den Berg? Zu Beginn der Coronazeit hatten zwei Künstler das Zwergendorf liebevoll geschaffen und an einem Wanderweg in der Nähe der Aggertalhöhle aufgebaut. Von Gemüseladen und Spielplatz bis zur Seilbahn gab es viele sehenswerte kleine Stationen. Schon bald wurden die bunten Gesellen überregional bekannt und zogen viele Besucher ins Bergische. Leider machten die Figuren auch Bekanntschaft mit üblem Vandalismus. Eine schmerzhafte Erfahrung für die beiden Erschaffer, die das Projekt schließlich aus gesundheitlichen Gründen aufgeben mussten.
Kinder hauchten dem Dorf wieder Leben ein
Doch die Zwerge lagen den Engels kirchenern am Herzen. Erste Hilfe leistete im letzten Jahr die nahe gelegene Grundschule Schnellenbach. Die Kinder des ersten Schuljahres bastelten neue Zwerge und hauchten so dem kleinen Dorf wieder Leben ein. Sogar Mitarbeitende einer Apotheke in Duisburg, die das Dörfchen im Rahmen eines Betriebsausflugs besucht hatten, schickten ein Paket mit selbstgebastelten Zwergen zur Unterstützung. Auch Petra Eichner, Vorsitzende des Remerscheider Verschönerungsverein, machte sich Gedanken und nahm Kontakt zu den Erbauern auf. Gemeinsam entschieden sie, die Zwerge auf den Waldfestplatz zu holen und als Verein zu betreuen. Vereinsmitglied Tobias Kirch nahm die Koordination des Projektes in die Hand und erstellte gemeinsam mit weiteren Mitstreitern ein Konzept.
n der neuen Stätte sollen nun einzelne Kirchdörfer mit ihren Attraktionen präsent sein. Ende Mai haben die Aktiven das alte Zwergendorf in der Walbach dann abgebaut, gesichtet und erste Restaurationen gestartet. Hierbei ist vor allem Jürgen Funtsch aktiv, der sich im Krippenbau einen Namen gemacht hat. Es sollen nun Zwerge und andere Utensilien aus allen Bau-Generationen integriert werden. Der Verein bittet aber die Bürger darum, nicht einfach Figuren dazuzustellen, sondern erst Kontakt mit dem Verschönerungsverein aufzunehmen, per E-Mail an info@remerscheid.eu.
eröffnung stattfinden. Das Zwergendorf soll eine langfristige Aktion werden und es sind noch Überraschungen geplant, die ein wenig Zeit benötigen. Die Angst vor Vandalismus ist indes gering. „Hier gehen ständig Nachbarn mit und ohne Hund spazieren, da würde es schnell auffallen, wenn jemand sein Unwesen treibt“, so Kirch.
