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StraßenkriminalitätKölner Einsatzkräfte kontrollierten am Gummersbacher Busbahnhof

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Um gegen Straßenkriminalität vorzugehen, hatten Oberbergs Beamte Unterstützung von Kölner Bereitschaftspolizisten.

Gummersbach – Drei junge Männer fallen den Polizisten ins Auge. Auf dem Fußweg zwischen Busbahnhof und Einkaufszentrum Forum scheint das Grüppchen am Donnerstag kein rechtes Ziel zu haben, lungert in der Dämmerung eher herum – setzt sich aber plötzlich in Bewegung, als sich die vier uniformierten Beamten nähern. Ein Entkommen gibt es für die Männer nicht. Erst müssen sie den Polizisten ihre Ausweise zeigen, später entdecken die Beamten in einem der mitgeführten Rucksäcke ein Päckchen Marihuana.

Eher zwielichtige Gestalten, wie eben diese jungen Männer, sind nur ein Grund, dass sich viele Bürger am und rund um den Busbahnhof nicht sicher fühlen. Zudem ist der Anlage wenige Jahre nach ihrer Eröffnung deutlich anzusehen, dass es einige Menschen hier mit Recht und Ordnung nicht allzugenau nehmen – Scheiben sind zerborsten, Stelen und Wände mit Graffiti beschmiert. Erst drei Wochen ist es erst her, dass auf dem Gelände ein Passant bestohlen wurde. Allein im vergangenen Jahr gab es am Busbahnhof drei Angriffe und Schlägereien, nach denen die Polizei um Hinweise aus der Bevölkerung bat.

Kölner Hundertschaft unterstützt oberbergische Polizisten

Mit den Personenkontrollen, die am Mittwoch- und Donnerstagabend im großen Stil durchgeführt werden, will die Kreispolizeibehörde den Vorkommnissen und Sorgen der Bürger Rechnung tragen. Die gestrige Einsatzbilanz zeigt: Unbegründet sind die Ängste keineswegs. Drei betrunkenen und grölenden Personen am Forum wurde ein Platzverweis erteilt. Gegen einen 18-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen eines Betäubungsmitteldelikts eingeleitet.

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Für das von der Kreispolizei ins Leben gerufene Projekt „Sicherheit zur Winterzeit“ haben die oberbergischen Beamten an den beiden Tagen Unterstützung von 15 Polizisten einer Einsatzhundertschaft aus Köln. Auf die Bereitschaftspolizisten, die sonst Fußballspiele oder Demonstrationen überwachen, können die Oberberger regelmäßig für solche Aktionen zurückgreifen. Tagsüber patrouillierten die Kölner in oberbergischen Wohngebieten und führten Verkehrskontrollen an Hauptstraßen nahe der Autobahn durch, auf der auch umherreisende Einbrecherbanden unterwegs sind. Mit Einbruch der Dämmerung ging’s dann an beiden Tagen in der Kreisstadt auf Fußstreife. Anders als die oberbergischen Polizisten sind die Kölner Kollegen in schwarzer Montur unterwegs, mit Schussweste am Körper und Barrett auf dem Kopf.

Oft entscheidet auch das Gespür

In mehrere Gruppen aufgeteilt, strömen die Bereitschaftspolizisten aus, zeigen Präsenz – und picken sich potenzielle Übeltäter heraus. Kandidaten für die Personenkontrollen werden nach einem bestimmten Muster ausgesucht. Ein Beamter erklärt: „Wir achten besonders auf Gruppen und auf Menschen, die rumlungern. Auch auf Leute, die laut sind, hier in der Öffentlichkeit Alkohol trinken oder in einer anderen Form gegen die Städtesatzung verstoßen.“

Oft entscheidet auch nur das Gespür, wer von den Beamten kontrolliert wird oder eben nicht. Die Kontrollierten müssen sich ausweisen. Die Personalien werden von den Beamten direkt per Smartphone mit der Fahndungsliste abgeglichen.