Der Etat des Jahres 2026 sieht Ausgaben von 18,6 Millionen Euro vor Schulen, Kitas, Feuerwehr und Sportstätten stehen auf der Agenda.
Haushalt 2026Die Stadt Gummersbach investiert weiter in ihre Zukunft

Jürgen Hefner ist Erster und Technischer Beigeordneter.
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Der Rat der Stadt Gummersbach wird in seiner Sitzung heute Nachmittag über den Etat des Jahres 2026 abstimmen. Eine mehrheitliche Zustimmung darf erwartet werden. In den Fachausschüssen hat die Politik bis dato kaum oder gar nicht über Einnahmen und Ausgaben diskutiert. Oder es wurde darauf verwiesen, dass man das Thema ja bereits in entsprechenden Arbeitsgruppen abgehandelt habe. Allerdings tagten die nichtöffentlich. Gummersbachs Erster und Technischer Beigeordneter Jürgen Hefner hat mit dieser Zeitung einen Blick auf die geplanten Investitionen geworfen. Ziel des Verwaltungsvorstands mit Bürgermeister Raoul Halding-Hoppenheit und Jürgen Hefner ist es, trotz angespannter Finanzlage die Stadt weiter voran zu bringen, wie die beiden immer wieder betonen.
Dazu gehört etwa der Ausbau der Grundschulen mit Blick auf einen verpflichtend anzubietenden Platz im offenen Ganztag genau so wie neue Kitas. Und die seit Jahren konsequent verfolgte gute Ausstattung der Feuerwehr mit Fahrzeugen und Gerätehäuser ist ebenfalls Bestandteil der Ausgaben. Mit Hinblick darauf, dass auch mehr Frauen sich in diesem Bereich engagieren wollen, muss in den Gerätehäusern entsprechend für zwei getrennte Umkleidebereiche gesorgt werden. Regelmäßig investiert werden muss in die Geräte und Fahrzeuge des Bauhofs. Fällt ein Unimog aus oder ist dieser zu alt, kommt ein neuer her. Hefner sagt, dass man da nichts wegsparen könne . Was die Umrüstung der Fahrzeuge auf E-Antrieb angeht, so sei das gerade beim Bauhof noch schwierig, so dass hier oft noch auf Verbrenner gesetzt werden müsse.
Neuer Unterstand für die Fahrzeuge am Gummersbacher Bauhof
In der Summe hat die Stadt für das Haushaltsjahr Investitionen in Höhe von 18,6 Millionen Euro eingestellt. Dem stehen Einnahmen von 14,15 Millionen gegenüber. Die „Unterdeckung“, wie der Fehlbetrag im Verwaltungsdeutsch heißt, wird durch eine Tilgung in Höhe von 5,1 Millionen Euro wieder ausgeglichen. Zu den Maßnahmen gehört beispielsweise auch die weitere Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik. Dafür werden 2026 dann 300.000 Euro fällig. Die Abfallcontainer in der Tiefgarage am Rathaus müssen dort aus Brandschutzgründen weg. Die neue Abstellanlage im Freien neben dem Rathaus kostet 105.000 Euro. Ein Unterstand für die Fahrzeuge am Baubetriebshof kostet weitere 150.000 Euro. Er ist aber nötig, damit die Mannschaft des Bauhofs im Winter nicht erst die Scheiben der Unimogs freikratzen muss, ehe es auf die verschneiten Straße rausgeht.
Mehr als 1,1 Millionen kostet die neue Drehleiter der Feuerwehr. In diesem Jahr stehen dafür 792.000 Euro im Haushalt. Die Gerätehäuser in Brunohl (2026: 550.000 Euro) und Strombach (375.000) werden erweitert. Für Derschlag/Rebbelroth wird ein Grundstück für einen Neubau gesucht, der mehr als sechs Millionen kosten wird. Bei den Grundschulen ist die GGS in Derschlag an der Reihe. Die Erweiterung kostet 3,55 Millionen, 2026 stehen 300.000 Euro im Haushalt. Nach Brand-und Wasserschäden an der Notunterkunft in Mühle schlagen Sanierung und Erweiterung des Gebäudes mit 1,3 Millionen zu Buche. Hefner berichtet, dass die Stadt dort künftig mit der Caritas die Menschen unterstützen will.
Ein weiterer großer Posten in den kommenden Jahren ist der Neubau einer Kita auf dem Bernberg. Das Familienzentrum ist mit bis zu sieben Millionen kalkuliert, 300.000 Euro stehen für 2026 im Haushalt. Für den Neubau der Sporthalle in Strombach stehen dort für das laufende Jahr weitere 1,1 Millionen Euro bereit. Wie berichtet, will die Stadt auch an die Sanierung der Kunstrasenplätze gehen und hofft, eine Förderung zu bekommen. Los geht es mit Bernberg und Frömmersbach. Der Haushaltsansatz beträgt 1,1 Millionen.

