Abo

Caritas EuskirchenNeue Tagespflegestätte mit 17 Plätzen eröffnet

4 min
Blick in die lichthelle Tagesstätte. Ein paar Gäste sitzen am Tisch, der mit Blumen geschmückt ist.

Mit viel Licht und moderner Einrichtung: Die Tagespflege der Caritas ist offiziell eröffnet worden.17 Plätze stehen zur Verfügung.

Die Tagespflege St. Therese am Keltenring soll für das stehen, was Caritas ausmacht: Nähe, Verlässlichkeit und Menschlichkeit.

Mit der feierlichen Eröffnung der Tagespflege St. Therese am Keltenring 52 setzt der Caritasverband Euskirchen ein Zeichen für die Unterstützung pflegebedürftiger Menschen und ihrer Familien in der Kreisstadt. Die moderne Einrichtung bietet Platz für 17 Gäste und überzeugt durch großzügige, freundlich gestaltete Räumlichkeiten sowie eine offene, wertschätzende Atmosphäre.

„Die Tagespflege St. Therese steht für das, was Caritas ausmacht: Nähe, Verlässlichkeit und Menschlichkeit. Unser Ziel ist es, älteren Menschen zu ermöglichen, möglichst lange in ihrem vertrauten Umfeld zu bleiben“, sagte Caritas-Vorstand Martin Jost bei der Eröffnung.

Individuelle Betreuung und ein strukturierter Tagesablauf

Auch Maria Surges-Brilon, Vorständin des Caritasverbandes für das Kreisdekanat Euskirchen, unterstrich die Bedeutung des neuen Angebots: „Mit der neuen Tagespflege schaffen wir einen Ort, an dem Menschen nicht nur versorgt, sondern gesehen und wertgeschätzt werden. Für uns ist dies ein wichtiger Schritt, pflegebedürftige Menschen in ihrer Selbstständigkeit zu stärken und gleichzeitig ihre Angehörigen im Alltag zu entlasten.“

Im Mittelpunkt der Einrichtung stehe die individuelle Betreuung der Gäste. Persönliche Wünsche und Entscheidungen würden bewusst berücksichtigt, so Surges-Brilon. Ein strukturierter Tagesablauf mit gemeinsamen Mahlzeiten sorge für Orientierung, Sicherheit und ein Gefühl von Gemeinschaft. Abends und an Wochenenden kehren die Gäste in ihre gewohnte Umgebung zurück – ein Konzept, das stationäre Unterbringungen vermeiden oder zumindest hinauszögern könne.

Die Tagespflege St. Therese steht für das, was Caritas ausmacht: Nähe, Verlässlichkeit und Menschlichkeit. Unser Ziel ist es, älteren Menschen zu ermöglichen, möglichst lange in ihrem vertrauten Umfeld zu bleiben.
Martin Jost, Vorstand der Caritas Euskirchen

Einrichtungsleiterin Gaby Blauertz freut sich besonders auf den Start: „Wir freuen uns darauf, diese neuen Räume mit Leben zu füllen und einen Ort zu schaffen, an dem sich unsere Gäste willkommen, sicher und angenommen fühlen.“

Theresia von Lisieux ist die Namensgeberin der Einrichtung

Namensgeberin der Einrichtung ist die heilige Theresia von Lisieux, eine der bekanntesten Heiligen der katholischen Kirche. Ihr Leben gilt als beeindruckendes Beispiel für Mut, Glauben und Vertrauen. Geboren 1873 in der Normandie, trat sie bereits mit 15 Jahren in den Orden der Karmelitinnen ein – nach einem ungewöhnlich entschlossenen Einsatz für ihre Berufung, der sie sogar bis zum Papst führte.

Trotz ihres kurzen Lebens – sie starb im Alter von nur 24 Jahren an Tuberkulose – wurde sie später heiliggesprochen und zur Kirchenlehrerin ernannt. Besonders ihr unerschütterliches Vertrauen in die Liebe Gottes prägt bis heute ihr Vermächtnis.

Zwei Vertreter der Firma G&S überreichen die Spende an die beiden Caritasvorstände.

Bauherren und Mieter: Von G&S gab es eine Spende für die Caritas.

Kreisdechant Guido Zimmermann spritzt mit einem Aspergill Weihwasser in die Tagesstätte, im Hintergrund sitzen Gäste der Feier.

Kreisdechant Guido Zimmermann segnete die Einrichtung ein.

Der Überlieferung nach versprach sie kurz vor ihrem Tod, „Rosen vom Himmel regnen zu lassen“ – ein Symbol, das auch in Euskirchen seinen Platz finden soll. Nach Abschluss der Bauarbeiten ist geplant, einen Rosenstrauch im Gedenken an die „kleine große Heilige“ zu pflanzen.

Neben der neuen Tagesstätte entsteht ein Kindergarten

Die Tagespflege ist eingebettet in ein modernes Wohnquartier, das generationsübergreifendes Leben ermöglicht. Neben der Pflegeeinrichtung entstanden ein sechszügiger Kindergarten sowie 40 barrierefreie Wohnungen für Seniorinnen und Senioren. Insgesamt umfasst das Projekt nach der Fertigstellung rund 64 Wohneinheiten.

Die Kombination aus Wohnen, Senioren- und Kinderbetreuung gilt als zukunftsweisendes Modell. „Glaube, Menschlichkeit und Solidarität gehören für uns untrennbar zusammen. Hier entsteht ein Ort, der genau diese Werte lebt“, sagte Bauherr Jörg Wiskirchen: „Es braucht neue Konzepte, damit Menschen so lange wie möglich selbstbestimmt zu Hause leben können. Tagespflegeangebote wie dieses sind ein wichtiger Baustein dafür.“

Wie Wiskirchen berichtete, war das Bauvorhaben zwei Monate vor dem anvisierten Termin fertig – und auch günstiger. Ein Teil der Ersparnis spendete das Unternehmen G&S Wohnbau der Caritas. Es fließt laut Caritas-Chef Jost in ein „Herzensprojekt“: den ambulanten Hospizdienst des Caritasverbandes. Ehrenamtliche begleiten dabei schwerkranke Menschen und ihre Familien in der letzten Lebensphase – ein Angebot, das für viele Betroffene von unschätzbarem Wert ist.


Mit PVT auf dem Weg zum energieautarken Quartier

Im Kreis Euskirchen ist die wohl erste PVT-Anlage auf einem größeren Bau installiert worden – ein weiterer Baustein auf dem Weg zu energieautarken Quartieren. PVT steht für Photovoltaik-Thermie und bezeichnet Module, die gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen.

Auf der Vorderseite wandeln sie Sonnenlicht in elektrische Energie um, auf der Rückseite wird die dabei entstehende Abwärme genutzt, um Wasser zu erwärmen oder Heizsysteme zu unterstützen. Das Besondere daran: Durch die Abfuhr der Wärme bleiben die Solarzellen kühler und liefern mehr Strom als herkömmliche PV-Module.

Installiert worden sind die Elemente laut Jörg Wiskirchen, Geschäftsführer der Baugesellschaft G&S, auf dem Bauprojekt „Wohnen am Stadtpark“ am Keltenring. Dort gibt es 40 Wohnungen und eine Tagespflegeeinrichtung der Caritas. Die Wohnungen haben eine Flächengröße zwischen 40 und 71 Quadratmetern. Das Gebäude wird laut Wiskirchen mit energieeffizienter Erdwärme versorgt. Direkt daneben entstehen aktuell weitere 24 Wohnungen. Auch sie werden mit der PVT-Technik ausgestattet.