Abo

EngagementDer Kreissportbund Oberberg rollte den roten Teppich fürs Ehrenamt aus

3 min
Ein Gruppenbild auf einer Bühne bei einer Ehrenamtspreis-Gala.

Sechs Frauen und Männer wurden für ihr Wirken meist im Hintergrund der Vereine vom Kreissportbund in sechs Kategorien ausgezeichnet.

Zum ersten Mal hat der KSB Oberberg im Rahmen einer Gala in Gummersbach in sechs Kategorien Frauen und Männer für ihr Engagement geehrt.

Der rote Teppich war ausgerollt. Die Laudatoren machten es spannend, stellten zunächst die jeweils drei für die Endrunde Nominierten vor, um dann den Umschlag mit dem Namen der Siegerin und des Siegers zu öffnen. Die Verleihung des 1. Ehrenamtspreises des Kreissportbundes in der Halle 32 hatte etwas von der Oscar -Verleihung, auch wenn es statt goldener Skulpturen   500 Euro und eine Urkunde gab.

Ausgeschrieben waren, mit Unterstützung der Volksbank Oberberg, sechs Kategorien, für die 76 Bewerbungen aus den Vereinen des Kreises kamen. Über die Finalisten entschied eine siebenköpfige Jury. Moderiert wurde der Abend von Maik Thiele, und einen Auftritt hatte „Artist Asylum“ des Bergneustädter Zirkus Orlando.

Ausgezeichnet: v.l. Christof Fries (BSV Bielstein) Verein des Jahres, Silvia Ferlemann-Stefaniak (DLRG OG Lindlar) Größter Mitgleiderzuwachs, Manfred Blanke (DAV Sektion Gummersbach) Größter Jugendzuwachs.

Ausgezeichnet: v.l. Christof Fries (BSV Bielstein) Verein des Jahres, Silvia Ferlemann-Stefaniak (DLRG OG Lindlar) Größter Mitgleiderzuwachs, Manfred Blanke (DAV Sektion Gummersbach) Größter Jugendzuwachs.

Die Idee für einen Ehrenamtspreis hatte Anja Lepperhoff, Geschäftsführerin des Kreissportbundes, die „uns mit ihrer riesengroßen Leidenschaft mitgerissen hat“, wie es Tim Bubenzer, stellvertretender Vorsitzender des Kreissportbundes, ausdrückte. Wie er, hoben Landrat Klaus Grootens, Gummersbachs   Bürgermeister Raoul Halding-Hoppenheit, Landessportbund-Präsident Stefan Klett und Andreas Neumann, stellvertretender Vorstandsvorsitzender   der Volksbank Oberberg, die Bedeutung des Ehrenamtes für Sport und Gesellschaft hervor. Vor allem sei es nicht einfach, Menschen fürs Ehrenamt zu gewinnen, erklärte Stefan Klett.

In der Zeit vor Corona wurden in NRW 500.000 dieser engagierten Menschen gezählt , in der Zeit der Pandemie habe man aber 100.000 verloren, so der DSB-Präsident. Daher würden große Anstrengungen unternommen, Menschen fürs Ehrenamt zu gewinnen. Helfen soll die NRW-Bewerbung für die Olympischen und die Paralympischen Spiele, zu der sich 17 Kommunen zusammengeschlossen haben.

Ausgezeichnet: v.l. Harald Langusch (VfL Berghausen-Gimborn) Ehrenamtler des Jahres, Claudia Kiel (ATV Hückeswagen) Übungsleiterin des Jahres, Karin Marx (CVJM Oberwiehl) Gute Seele des Vereins.

Ausgezeichnet: v.l. Harald Langusch (VfL Berghausen-Gimborn) Ehrenamtler des Jahres, Claudia Kiel (ATV Hückeswagen) Übungsleiterin des Jahres, Karin Marx (CVJM Oberwiehl) Gute Seele des Vereins.

Der Vereinsheld-Award für den Ehrenamtler des Jahres ging an Harald Langusch vom VfL Berghausen-Gimborn, der seit über 50 Jahren im Vorstand des Vereins aktiv ist. Dazu war er Schiedsrichter im Fußballkreis Berg und Mitglied der Kreisspruchkammer. Seit zehn Jahre engagiert er sich in der Genossenschaftskneipe in Hülsenbusch.

Übungsleiterin des Jahres ist Claudia Kiel vom ATV Hückeswagen. Dort ist die 63-Jährige seit über 30 Jahren für die 60 Trampolinturnerinnen und -turner zuständig. Dafür steht sie sechsmal die Woche in der Halle, bildet die Kinder und Jugendlichen aus und bereitet sie für Wettkämpfe vor.   Claudia Kiel ist selbst noch aktiv und gewann beim Deutschen Turnfest den Pokal in ihrer Sportart.

Gute Seele des Vereins ist Karin Marx (CVJM Oberwiehl). „Ich bin für die Momente zuständig, in denen man mit Essen die Menschen glücklich macht“, beschreibt sie ihr Wirken. Bei Heimspieltagen und Veranstaltungen sorgt sie für die Verpflegung  der Zuschauer und Sportler. „Mein größter Lohn ist es, wenn es allen schmeckt“, sagt Karin Marx und hofft, dass sich noch junge Leute von ihrem Engagement anstecken lassen würden.

Verein des Jahres ist der BSV Bielstein, der für sein Engagement in Sachen Nachhaltigkeit, Inklusion und Integration sowie Digitalisierung und Innovation ausgezeichnet wurde. Darüber freuten sich Vorsitzender Christof Fries, sein Stellvertreter Holger Schulte und Geschäftsführer Christopher Pethe.

Ausgezeichnet für den größten Mitgliederzuwachs wurde die DLRG-Ortsgruppe Lindlar. Mit einem besonderen Augenmerk auf Familienfreundlichkeit hatten die Rettungsschwimmer unter Vorsitz von Silvia Ferlemann-Stefaniak die Mitgliederzahlen von 25 im Jahr 2023 auf heute 344 gesteigert.

Den größten Jugendzuwachs auf 295 hat die Sektion Gummersbach des Deutschen Alpenvereins (DAV). Die Mischung aus klettern, wandern und Mountainbiken mache den Alpenverein für Jugendliche attraktiv, erklärte der Vorsitzende Manfred Blanke.