Superstimmung herrschte bei der ersten von vier Damensitzungen der KG Rot-Weiß Lindlar. Erstmals mit einem rein weiblichen Dreigestirn. Das lobte auch Guito Cantz.
KarnevalLindlarer Dreigestirn mit prominentem Zuspruch bei Damensitzung

Prinz Sandra sorgt im Festzelt für tolle Stimmung.
Copyright: Siegbert Dierke
Die Stimmung im ausverkauften Festzelt der KG Rot-Weiß Lindlar brodelt schon zu Beginn der Damensitzung, die Gerüchteküche auch: Ist das die letzte Damensitzung? Wird das Festzelt in eine andere Gemeinde ziehen? Doch damit räumt Philip Caucal, Präsident der KG, direkt bei der Begrüßung auf. „Wir sind ein Lindlarer Verein und wir bleiben in Lindlar. Und natürlich wollen wir euch alle nächstes Jahr wieder hier im Zelt sehen“, versichert Caucal.
Dann gibt es eine echte Premiere. Das erste Lindlarer Damendreigestirn bahnt sich seinen Weg durch die Menge auf die Bühne. „Für mich ist ein Traum wahr geworden“, sagt Prinz Sandra. Beim Anblick der 1800 feiernden und bunt kostümierten Frauen hat sie ein Tränchen der Rührung im Auge. Die jecken Frauen feiern ihr Damendreigestirn, feiern das Sessionslied, und spätestens mit dem zweiten Lied „Ich bin eine Karnevalsmaus“ ist die Stimmung richtig aufgeheizt.

Lob für das Lindlarer Dreigestirn gab es von Guido Cantz.
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Das Dreigestirn hat seine Feuerprobe im Zelt bestanden. Denn seine Botschaft trifft den Nerv des Publikums: „Wir wollen Toleranz und Vielfalt in den Karneval bringen“, versichert Prinz Sandra selbstbewusst nach dem Auftritt. Ihre beiden Kolleginnen stimmen zu: „Wir machen den Männern vor, wie das gehen kann, und wir wollen zeigen, dass wir Mädels das auch durchziehen können“, sagen Bauer Manu und Jungfrau Gabi. Den weiteren Nachmittag feiern sie mit den anderen jecken Frauen im Zelt und genießen den Karneval.
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Das Lindlarer Dreigestirn bekommt Unterstützung von den Künstlern wie Guido Cantz: „Lindlar macht vor, was Köln sich nicht traut. Ich bin zwar Traditionalist, aber ich finde es gut, wenn die Frauen auch solche Positionen übernehmen. Das können wir Männer durchaus auch gut finden und auch mal bejubeln!“ Auf der Bühne erzählt der Redner dann, wie er Chat GPT mit absurden Fragen zur Verzweiflung bringt und wie er seinem Sohn erklärt, dass sein „Tinder“ früher „Wiener Steffi“ hieß.
Die prominentesten Bands geben sich die Klinke in die Hand
Auch Cat-Ballou-Sänger Oliver Niesen hat eine klare Meinung zum Lindlarer Damen-Dreigestirn: „Das finde ich megageil, da habt ihr den Kölnern was voraus, und da können die ruhig mal nachziehen.“ Später verrät Dave Davis als Motombo seine Sicht auf die deutschen Frauen. Vor allem fragt er sich, warum sie sich quälen, indem sie sich die Magermodels in Zeitschriften anschauen und dann krasse Diäten machen. „Warum tut Ihr das? Ihr seid nicht dick, Ihr seid nur gut sichtbar“, ruft Davis den Frauen zu, sie danken es ihm mit tosendem Applaus.
Die prominenten Bands geben sich die Klinke in die Hand. Brings, Klüngelköpp, Paveier und Miljö begeistern mit Klassikern und neuen Sessionsliedern. Die Bläck Fööss haben eine neue Rap-Version von „Dat Wasser vun Kölle“ dabei. Fööss-Sänger Mirko Bäumer liebt die alten Klassiker, weil ihnen ein Mitsingzwang eingebaut ist: „Die Lieder müssen raus, ob man will oder nicht!“
Übrigens gibt es an diesem Tag noch eine Premiere. Tim Greifenberger hat das Moderatoren-Zepter ergriffen und nach dem Motto „Ihr bringt das Essen mit und ich das Programm“ solide durch den Nachmittag geführt. In diesem Sinne ruft er nicht nur einmal aus: „Lenkeln Alaaf!“ Claudia Kippels

