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Touristisches Highlight960.000 Euro fließen in das neue Projekt „Skybolon“ in Lindlar

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Plattformen für das Projekt  Skybolon auf dem Kegel des Entsorgungszentrums Leppe.

Die Plattformen für das Projekt Skybolon auf dem Kegel des Entsorgungszentrums Leppe sind schon sichtbar.

Es soll Touristenhighlight und ein Ort für Umweltbildung werden: Für das Projekt „Skybolon“ auf Metabolon gab es jetzt den Förderbescheid.

Ein touristisches Highlight soll es werden und der Name weckt Erwartungen: Skybolon. So heißt das neue Projekt auf dem Gelände des Entsorgungszentrums Leppe, für das der scheidende Regierungspräsident Thomas Wilk am Freitag, seinem letzten Arbeitstag, einen Förderungsbescheid in Höhe von 936.000 Euro an Monika Lichtinghagen-Wirths, Geschäftsführerin des Bergischen Abfallwirtschaftsverbandes (Bav), überreichte. Das Geld stammt aus dem Fonds der regionalen Wirtschaftsförderung des Landes NRW.

Übergabe des Förderbescheides in Höhe von 960.000 Euro (v.l.):Arne von Boetticher, Monika Lichtinghagen-Wirths, Thomas Wilke und Klaus Grootens.

Übergabe des Förderbescheides in Höhe von 960.000 Euro (v.l.):Arne von Boetticher, Monika Lichtinghagen-Wirths, Thomas Wilke und Klaus Grootens.

Etwas über eine Million Euro wird das Projekt kosten, das auf dem Metabolon-Kegel in luftiger Höhe entsteht. Der Eigenanteil des Bav beträgt zehn Prozent. Die Fundamente der fünf Plattformen sind schon errichtet. Sie ziehen sich von der Spitze des Kegels bis zum Energielehrpfad hinunter. Auf jeder Plattform soll ein anderes Thema präsentiert werden, berichten Yvonne Hilgers, Projektmanagerin Metabolon und ihre Mitarbeiterin Christina Oetter.

Neues Projekt: Erlebnis-Tourismus und Umwelt-Infos in Lindlar

In offenen Pavillons sollen Informationen digital präsentiert werden. Innovativer Tourismus und die Zukunftsthemen wie Recycling und Nachhaltigkeit, mit denen sich das Metabolon-Projekt beschäftigt, sollen die zentralen Punkte von Skybolon sein. Dazu kommt die Visualisierung der touristischen Vielfalt der Region, die vom Altenberger Dom über die Talsperren und Panarbora bis hin zu Schloss Homburg reicht. Wie das konkret gestaltet wird, dazu werde eine Agentur noch Vorschläge unterbreiten, informiert Hilgers.

Natürlich sollen auch die Pavillons und alle anderen Materialien, die für Skybolon verwendet werden, möglichst nachhaltig sein und aus recyceltem Material oder nachwachsenden Rohstoffen bestehen. Von der obersten Plattform, auf der der bergische Tourismus im Fokus steht, geht es hinunter zu den Plattformen zwei und drei. Zum einen über Treppen und Stege, zum anderen sind Brücken und Klettermöglichkeiten vorgesehen, denn Spaß und Erlebnis gehören ebenfalls zum Konzept von Skybolon. Eine einheitliche Farbgestaltung ist geplant, berichtete Landschaftsarchitekt Prof. Thomas Fenner.

Fünf Plattformen zu unterschiedlichen Themen auf Metabolon in Lindlar

Dass Müll nicht einfach Abfall, sondern ein wichtiger Rohstoff ist, wie Recycling funktioniert und warum Elektroschrott nicht in den Restmüll gehört, das sind Themen, die auf den Ebenen zwei und drei vermittelt werden sollen. Die Kreislaufwirtschaft und ihre Prozesse sind ja die zentralen Themen von Metabolon und dem Forschungsstandort der TH Köln, erläutert Projektmanagerin Hilgers. Das Verständnis für die Zusammenhänge zu wecken und für Recycling und Nachhaltigkeit zu sensibilisieren, ist Zweck dieser beiden Plattformen. Kunststoff ist Thema der vierten der fünf „Bubbles“, wie Lichtinghagen-Wirths die auf Rostasche errichteten Plattformen nennt. Denn die Industrieregion ist Kunststoffland.

Damit das Ganze nicht nur theoretisches Wissen bleibt, gibt es praktische Tipps in Sachen Nachhaltigkeit und was jeder einzelne dafür tun kann. Das soll auf der Ebene fünf erfolgen. Selbstwirksamkeit lautet hier der Oberbegriff.

Skybolon in Lindlar: Der Start des Projekts ist im Frühjahr 2027 geplant

Zum Saisonstart 2027 sollen die fünf Plattformen von Skybolon fertig sein und dann den Besuchern auf anschauliche Weise zugleich die touristischen Highlights des Bergischen Landes und die zentralen Themen von Metabolon vermitteln.

Bei der Übergabe des Bewilligungsbescheids für den „Lehr- und Erlebnispfad zwischen Himmel und Erde“ begrüßte Oberbergs Landrat Klaus Grootens die Gäste, unter ihnen seinen Amtskollegen aus dem Rheinisch-Bergischen-Kreis, Arne von Boetticher, sowie die Bürgermeister aus Lindlar und Engelskirchen, Sven Engelmann und Lukas Miebach, und Gabi Wilhelm, Geschäftsführerin von „Das Bergische“.

Skybolon sei die kleine Schwester von Metabolon und ein „Naturkino“ für das Bergische, sagte Wilhelm. Regierungspräsident Wilke nannte die Verbindung von modernem Tourismus und Umweltbildung beispielhaft. Er betonte, dass nicht nur der Strukturwandel im Linksrheinischen sondern auch das Rechtsrheinische und das Projekt Metabolon auf dem Schirm der Bezirksregierung und des Landes sei. Auf dem Standort gebe es noch viel Platz für Projekte mit Fördermöglichkeit, sagte er.