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Mehr als ein SportplatzOdenthaler Dhünntalstadion wird für neue Aufgaben vorbereitet

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Ein Team legt Rollrasen auf dem Spielfeld eines Sportplatzes.

Der Rasen wurde im Herbst 2025 im Odenthaler Dhünntalstadion verlegt, im Frühling soll die Tartanbahn kommen.

Die Verwaltung will das Areal, auf dem im Sommer der Containerbau für die Schulen errichtet wird, per Bebauungsplan neu ordnen.

Das Dhünntalstadion soll sich wandeln. Früher einmal ausschließlich als Sportstätte genutzt, musste es in den vergangenen Jahren immer wieder als provisorisches Ausweichquartier für diverse Notfälle herhalten, mit denen sich die Gemeinde konfrontiert sah. Hier wurden vorübergehend geflüchtete Menschen in Wohncontainern untergebracht, ebenso die flutgeschädigte Kita Kobolde.

Schulklassen vom nahen Campus hatten hier zusätzliche Klassenräume, die Offene Jugendarbeit erhielt am Rande des Sportplatzes ein provisorisches Quartier, und im kommenden Sommer soll sich die Grundschule Odenthal auf dem Gelände einen Containerbau mit Klassen des Gymnasiums teilen, während auf dem Campus Neubauten entstehen.

Das Gelände soll mit einem neuen Bebauungsplan geordnet werden

Weil es auch für die Zeit danach am Dhünntalstadion schon konkrete Ideen gibt, will die Odenthaler Verwaltung das gesamte Areal planungsrechtlich neu ordnen. Ein neuer Bebauungsplan soll einerseits die Belange des Natur- und Artenschutzes, des Immissionsschutzes und der Entwässerung berücksichtigen und andererseits die baurechtlichen Voraussetzungen für die beabsichtigte Bebauung und Neugestaltung schaffen.

Wie berichtet, will die Gemeinde den Sportplatz bis voraussichtlich Mai durch den Einbau einer Tartanbahn fertigstellen. Anschließend soll auf dem Parkplatz nahe der Gladbacher Straße ein dreigeschossiger Containerbau mit rund 40 Modulen für die Klassen der Grundschule und des Gymnasiums errichtet und nach den Sommerferien bezogen werden.

Erst kommt der Schulcontainerbau, dann der Jugendtreff

Nach Fertigstellung der neuen Grundschule und des gymnasialen Erweiterungsbaus sollen die Container entfernt, und das Gelände soll für den schon 2024 beschlossenen Bau eines neuen Umkleidegebäudes und eines Ojo-Jugendtreffs in der Variante „Bronze“ vorbereitet werden. Auch Dirt- und Skateanlage sollen hier weiter einen Platz finden.

Für alle diese Veränderungen soll der Bebauungsplan Sicherheit schaffen. „Der Flächennutzungsplan stellt im überwiegenden Bereich bereits eine Fläche für einen Sportplatz dar“, erläutert das Planungsamt in seinen Ausführungen für den zuständigen Fachausschuss, der am 5. März die Weichen für das Bebauungsplanverfahren stellen soll.

Viele Gutachten müssen eingeholt werden

Zudem weise der Flächennutzungsplan den Scherfbach als Waldfläche und den Flusslauf der Dhünn als Wasserfläche aus. „Eine Änderung ist hier nicht geplant“, so die Verwaltung. Beabsichtigt sei aber die Festsetzung einer „Gemeinbedarfsfläche für sportliche und soziale Zwecke“, Umkleidegebäude und Jugendtreff sollen planungstechnisch gesichert werden. Um das Verfahren abzuwickeln, müssen zahlreiche Gutachten eingeholt werden. Dafür seien „ausreichend Haushaltsmittel“, sprich Geld, im Etat eingestellt, betont die Verwaltung.

Zur „bestmöglichen Gestaltung“ des Bereichs vor dem Stadion möchte die Verwaltung einen Realisierungswettbewerb mit Fachplanern durchführen. Dies soll zudem eine zügige Umsetzung gewährleiste