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MinigolfBundesliga-Spieltag lockt die Elite nach Nümbrecht

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Eine Spielerin des MGC Dormagen-Brechten schlägt den Ball.

Vor dem Bundesligaspieltag wurden die einzelnen Bahnen auf der Nümbrechter Anlage von Offiziellen unter die Lupe genommen.

Nümbrecht war am Sonntag Schauplatz des dritten Spieltags der 1. Bundesliga Nord mit mehr als 50 Teilnehmern aus zehn Vereinen.

Minigolf ist nicht nur eine Freizeitbeschäftigung für Familien oder Pärchen, sondern eine ernsthaft betriebene Sportart. Das zeigte sich am Sonntag auf der Anlage des Minigolfclubs (MGC) Nümbrecht neben dem Kurpark. Mehr als 50 Spielerinnen und Spieler von zehn Vereinen kämpften beim dritten Spieltag der 1. Bundesliga Nord um Punkte und die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft.

Anspruchsvolle Anlage fordert die Spieler

„Für uns als Minigolf-Club Nümbrecht ist das heute ein ganz besonderer Tag“, sagte Gabriel Gerhard Geishüttner, der Präsident des Clubs, vor dem Start. „Bundesliga-Minigolf hier bei uns in Nümbrecht bedeutet Spitzensport, Konzentration, Präzision und Teamgeist – und gleichzeitig zeigt es, wie stark eine Sportart sein kann, die oft als Randsportart wahrgenommen wird“, erläuterte er. In Wahrheit aber verbinde sie Breitensport, Vereinsleben und Leistungssport auf wunderbare Weise miteinander.

Geishüttner schilderte, dass die letzte derartige Veranstaltung 2017 stattgefunden habe. Als ehemaliger Bundessportwart habe er sich nach der Renovierung und Neueröffnung der Anlage im letzten Jahr darum bemüht, die Bundesliga wieder nach Nümbrecht zu holen. Diesmal würden jeweils fünf Damen- und Herrenmannschaften aus der nördlichen Hälfte der Bundesrepublik antreten. Gleiches geschehe im Süden und am Ende würden sich die Qualifizierten in der gesamtdeutschen Meisterschaft messen.

Bundesliga-Minigolf hier bei uns in Nümbrecht bedeutet Spitzensport, Konzentration, Präzision und Teamgeist
Gabriel Gerhard Geishüttner, Club-Präsident MGC

Bereits am Freitag waren die Teams angereist, um sich mit der Anlage vertraut zu machen. Der Samstag war dem offiziellen Training gewidmet, bei dem die Teams ihre letzten taktischen und technischen Vorbereitungen getroffen haben. „Diese Anlage ist eine der schwersten in ganz Deutschland“, schilderte Geishüttner. Das liege zum einen an der hohen Variantenvielfalt und zum anderen daran, dass die Bahnen vor 52 Jahren gebaut worden sind und sich im Laufe der Jahrzehnte leichte Unebenheiten ergeben haben: „Technisch sind sie natürlich hundertprozentig in Ordnung.“ Das bestätigte Schiedsrichter Ferdinand Essler. Er berichtete, dass nach den Wettkampfregeln eine Minigolfanlage im Vorfeld des Wettkampfs auf Vordermann gebracht werden müsse. Das bedeute beispielsweise, Schäden an den Randbereichen auszubessern, die Bahnflächen zu spachteln und zu streichen: „Zwei Wochen vor dem Termin wird die Anlage abgenommen und danach darf nichts mehr verändert werden.“

Minigolf als Leistungs- und Breitensport

Mit am Abschlag war auch Nümbrechts Bürgermeister Thomas Hellbusch. Noch vor seinem Grußwort überraschte ihn Geishüttner: „Mit Ihrem Amtsantritt sind Sie nicht nur Bürgermeister der Gemeinde Nümbrecht geworden, sondern zugleich kraft Satzung Mitglied unseres Aufsichtsrates – Wir freuen uns auf eine gute, konstruktive und sportfreundliche Zusammenarbeit.“ Hellbusch unterstrich, dass Minigolf ein perfekter Breitensport sei, gerade für Familien. Es sei eine Quelle von wachsenden Erfolgen, Eltern könnten die Fortschritte ihrer Kinder live miterleben. Die Herausforderung sei jedoch nicht zu unterschätzen: „Minigolf ist leicht zu erlernen, aber schwer zu meistern.“ Er selbst habe seit längerer Zeit nicht mehr gespielt, zuletzt mit seinen Kindern: „Garantiert gehe ich auch mit meinen Enkeln auf den Minigolfplatz.“

Der organisierte Sport lebe von Menschen, die Verantwortung übernehmen, Gemeinschaft fördern und ihre Zeit ehrenamtlich investieren, betonte Tim Bubenzer, Vorstandsmitglied des Kreissportbunds: „Ein solcher Mensch ist Herr Gabriel Gerhard Geishüttner.“ Mit großem Engagement und unermüdlichem Einsatz habe er die sportliche Entwicklung des Vereins ebenso vorangebracht wie die organisatorische und anlagentechnische Weiterentwicklung des Clubs. Er zeichnete ihn für besondere Verdienste um den Sport und das Ehrenamt mit der Silbernen Ehrennadel des Kreissportbunds aus: „Sein Wirken reicht dabei weit über das normale Maß ehrenamtlicher Tätigkeit hinaus und hat entscheidend dazu beigetragen, den Minigolf-Club Nümbrecht überregional erfolgreich zu etablieren.“