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SPD wittert MorgenluftWahl und Generationenwechsel in Oberberg

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In den Landtag einziehen will Tobias Schneider.

Morsbach – 35 von 35 Stimmen – das eindeutige Votum der SPD- Wahlkreisdelegiertenkonferenz, Tobias Schneider bei der Landtagswahl im Mai 2022 im Wahlkreis 24 (Oberberg-Süd) gegen den Nümbrechter Amtsinhaber Bodo Löttgen von der CDU antreten zu lassen, war keine Überraschung. Bemerkenswert war da schon eher die ausgesprochen gute Stimmung bei Parteiführung und Basis.

Nachdem die letzten Umfragen zur Bundestagswahl in vier Wochen die SPD inzwischen vor der Union sehen, wittern auch die heimischen Genossen Morgenluft. Vor Wochen dümpelte die Partei abgeschlagen bei 15 Prozent herum, jetzt sie mit 23 sogar wieder „stärkste politische Kraft in Deutschland“, frohlockte Vorsitzender Thorsten Konzelmann: Der Tenor aller Grußworte: In Oberberg geht wieder was für die SPD.

Die Wahl: eine Botschaft an CDU und FDP

CDU und FDP sollten nicht länger glauben können, „dass ihnen das Land gehört“, formulierte es Tobias Schneider. Der 39-jährige Familienvater ist Morsbacher, von Beruf Heilerziehungspfleger und Leiter zwei Häuser des Wohnverbunds St. Gertrud in seiner Heimatgemeinde. Er ist Mitglied des Morsbacher SPD-Vorstands, sitzt im Gemeinderat und im Kreistag, wo er seit Herbst 2020 zudem auch einer der Vizelandräte ist.

Die Bundestagskandidatin Michaela Engelmeier (60) kündigte an, dass sie zusammen mit Schneider und dem erst 22-jährigen Nordkreis-Kandidaten Thorben Peping in den verbleibenden Wochen „als Boygroup und ältere Dame“ einen „Hammerwahlkampf“ hinlegen Ihre Chancen auf eine Rückkehr in den Bundestag sind mit den Umfragewerte ihrer Partei ebenfalls etwas gestiegen.

Schneider sei der richtige Kandidat, weil er Werte und Kernthemen der SPD verkörpere, lobte Vorsitzender Konzelmann. Morsbachs Bürgermeister Jörg Bukowski sagte mit einem Seitenhieb auf den aktuellen Abgeordneten Löttgen, er würde sich freuen, „einen Landtagsabgeordneten zu haben, der ansprechbar ist“.

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Schneider selbst nannte es als wichtigste Aufgaben, Wirtschaft, Arbeitsplätze und Ökologie zu vereinbaren und für mehr Sicherheit sowie für Chancen- und Bildungsgerechtigkeit zu sorgen. Die aktuelle Landesregierung habe ihre vollmundigen Versprechen in diesen Bereichen nicht gehalten, deshalb „bewahre uns Gott, dass Laschet mit dieser Bilanz auch noch Bundeskanzler wird“.