Im Wiehler Wildpark wurde mit einem Fest das 60-jährige Bestehen des Erholungsgeländes gefeiert.
60-jähriges BestehenWiehler Wildpark verbindet die Generationen

Besonders Familien mit Kindern besuchen den Wiehler Wildpark gerne.
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„Hier war ich schon als Kind“, das höre er immer wieder von Besuchern, verrät Parkleiter Michael Schweers. Seit mehr als 30 Jahren kümmert er sich mit seiner Ehefrau Ulrike Vetten um das Wohl von Tieren und Pflanzen auf dem Gelände. Der Park ist doppelt so alt. Schweers betont die Bedeutung des Parks als Gegenpol zum Alltag. „Bei regelmäßigen Besuchen können die Tiere einzeln kennengelernt und ihre Entwicklung beobachtet werden.“ Das sei eine wirkliche Auszeit: „Man merkt, wie man innerlich ruhiger wird, wenn man den Tieren beim Äsen oder Säugen zuschaut.“
Mit einem Wildparkfest hat die Stadt Wiehl am Sonntag das 60-jährige Bestehen des Erholungsgeländes oberhalb der Tropfsteinhöhle gefeiert. Organisatorin Anne Bange freut sich über das rege Interesse: „Wir haben Gäste bis aus dem Frankfurter Raum.“

Am Wochenende fand im Park eine Flugshow statt. Ein Mitarbeiter der Greifvogelstation Hellenthal führte unter anderem einen Wüstenbussard vor.
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In seiner Begrüßung bezeichnet Bürgermeister Ulrich Stücker 2026 als das Jahr der runden Geburtstage, besonders an diesem Tag: „Wir feiern heute nicht nur 60 Jahre Wildpark, sondern auch 60 Jahre Siebenbürger-Sachsen-Siedlung.“ Deshalb ist der Bürgermeister Gabriel Lazany aus der siebenbürgischen Stadt Bistritz in Rumänien mit einer Delegation nach Drabenderhöhe gereist. Nun besucht er den Wildpark. Amtskollege Stücker kündigt zudem die Feier zum 90-jährigen Bestehen des Freibads Bielstein für das übernächste Wochenende an. Im September hat dann die Eissporthalle ihr goldenes Jubiläum. Und im Oktober heißt es: „Zehn Jahre Wiehler Wasserwelt.“
Den Wildpark nennt auch der Bürgermeister „eine Ruheoase für Jung und Alt“. Zur Aufwertung des Angebots seien in den letzten Jahren das Wildparkzentrum und der Waldklimapfad hinzugekommen. Der Wildpark steht für die Bedeutung der Bewahrung von Natur und Landschaft. Während der Corona-Pandemie habe der Park an Bedeutung gewonnen und vielen dabei geholfen, in einer hektischen Welt zur Besinnung zu kommen, glaubt Stücker: „Hier kann man einmal einen Gang zurück oder sogar in Leerlauf schalten. Der Wildpark ist aus Wiehl nicht mehr wegzudenken.“
Wiehler Bürgermeister lernt dazu
Stückers interessierte Frage, was es bedeutet, wenn Wildschweine mit dem Schwanz wedeln, beantwortet Wildparkchef Schweers mit einem Schmunzeln: „Bei den Wildschweinen heißt das Bürzelquaste, und die verscheuchen damit Insekten, die den Geruch am Hinterteil so lieben, den wir eher scheuen.“
Einer der ersten Höhepunkte des Geburtstagsprogramms war die Flugvorführung der Greifvogelstation Hellenthal mit Weißkopfseeadlern, einem Wüstenbussard und einem Lannerfalken. Zu letzterem erläutert Kommentatorin Claudia Hartel: „Beim Jagdflug kann der Falke bis zu 320 Stundenkilometer schnell werden.“
Daneben gibt es zahlreiche Stände, etwa von dem Engelskirchener Malte Muuß, der sich auf die Verarbeitung von Geweihen zu Geräten spezialisiert hat – vom Flaschenöffner über Dosenöffner bis zur Lampe: „Bei mir wird nichts weggeworfen.“
Die Lindlarerin Romina Schumacher lädt zu Kräuterwanderungen ein und die Biostation animiert zu einem Gewinnspiel für einen igelfreundlichen Garten. Die Kinder haben außerdem Spaß bei den Spielen von „Wald und Holz NRW“ und dem Quiz des Wildparks, bei dem sie Pfauenfedern gewinnen können. Für das leibliche Wohl sorgt die Dorfgemeinschaft Hübender mit Kaltgetränken und Spezialitäten aus der Grillpfanne.
