Mit 81 Punkten und 114 geschossenen Toren stellt Wipperfürths Aufstiegself übrigens auch einen neuen Vereinsrekord auf.
Meister der A-LigaDer VfR Wipperfürth feiert den Aufstieg und „König Giova“

Gleich nach dem Abpfiff gegen Marienhagen ließen die Wipperfürther Spieler ihren Coach Giovanni Bernardo hochleben.
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Genau 357 Tage nach dem Saisonfinale 2025 mit der bitteren 0:3-Niederlage in Frielingsdorf hat der VfR Wipperfürth sein großes Ziel erreicht: Die Ohler Wiesen stehen am Sonntag Kopf, die Hansestadt feiert die Meisterschaft ihrer Fußballer in der Kreisliga A – und allen voran Coach Giovanni Bernardo. Als der vor sechs Jahren sein erstes Spiel an der Wupper leitete, habe er ganze sieben Zuschauer gezählt, verrät der Kultcoach später.

Fußballkreis-Chef Jürgen Liehn (r.) überreichte die Meisterschale an Wipperfürths Kapitän Marlon Burger (M.) und Vize Eduard Koop.
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Um genau 17.20 Uhr stemmt VfR-Kapitän Marlon Burger schließlich die Meisterschale in die Höhe. Doch zuvor erlebt das Publikum noch ein munteres Spiel gegen den Gast aus dem Fußballdorf.
VfR Wipperfürth – VfR Marienhagen 3:2 (1:1). Nachdem rote und weiße Luftballons die Gastgeber auf das Feld begleiten, sind beide Mannschaften schnell auf Betriebstemperatur. Schon in der 6. Minute gibt es einen – lautstark umstrittenen – Elfmeter für Wipperfürth. Tim Kappe, der nach Abpfiff für drei Jahrzehnte im VfR-Trikot geehrt wird, verwandelt zum 1:0.
Marienhagen bleibt dran
Doch die Gäste bleiben dran. In der 23. Minute versenkt Radion Miller den Ball links unten in der Ecke. Erneute Aufregung dann kurz vor der Pause, als Wipperfürths Mats Heinzemann nach einem Foul vor der Strafraumgrenze glatt Rot sieht (38.). Den fälligen Freistoß setzt wiederum Radion Miller knapp am Tor vorbei. Der Meister spielt nun in Unterzahl – und gerät in dieser Phase in ernste Schwierigkeiten.

In den Adelsstand erhob die VfR-Mannschaft ihren König Giova. Der erinnerte sich, als er vor sechs Jahren begonnen hatte. Damals kamen genau sieben Zuschauer.
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Praktisch mit dem Pausenpfiff rettet Wipperfürths Wael Majouj noch für seinen schon geschlagenen Keeper vor der Linie, in der 49. Minute lenkt er den Ball im Gewühl dann aber ins eigene Netz – Marienhagen führt. Doch nur fünf Minuten später ereilt das gleiche Unglück Michel Hock, der nach einem sehenswerten Wipperfürther Angriff über rechts den Fuß zur falschen Zeit am falschen Ort hat.
Zu Beginn der Schlussphase und nach Rot für Marienhagens Jonathan Noss wetzt Wael Majouj seinen Fehler dann wieder aus: Erneut kommt der Gastgeber über die rechte Seite, nach einer Flanke ins Zentrum muss Majouj den Ball nur noch in den Marienhagener Kasten einschieben (77.). In der 80. Minute hat Philipp Sulzer schließlich sogar das 4:2 auf dem Fuß, die Chance vereitelt der Marienhagener Torwart Dennis Kulisch aber mit einer Glanztat – ein weiterer Treffer für Wipperfürth wäre unter dem Strich auch nicht gerecht gewesen.
Tore: 1:0 Kappe (6., Elfmeter), 1:1Miller (23.), 1:2 Majouj(49.,Eigentor), 2:2 Hock (54., Eigentor), 3:2 Majouj (77.).
