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Feier im WLS-BadWipperfürther Schwimmbad feiert 50. Geburtstag

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Das Foto zeigt drei Personen und im Hintergrund das große Becken des Wipperfürther Hallenbades.

Auf die Feiern zum 50-jährigen Bestehen des WLS-Bades freuen sich (v.l.) Schwimmbadleiter Thomas Kratzke, Janine Röttger von der Stadtverwaltung und Heike Radder (DLRG Wipperfürth und IG WLS-Bad).

Am letzten Juniwochende steigt die große Sause. Zwei Tage lang feiert das Wipperfürther WLS-Bad seinen 50. Geburtstag, und das bei freiem Eintritt.

An die Eröffnung des Walter-Leo-Schmitz-Bades (WLS-Bad) im Sommer 1976 kann sich Heike Radder noch gut erinnern. „Das war alles so groß. Ich war damals 16 Jahre alt und kannte bis dahin nur das kleine Bad an der Ringstraße“, erzählt die Vorsitzende der DLRG Wipperfürth und der Interessengemeinschaft WLS-Bad. „Damals war das ein Quantensprung“, ergänzt Schwimmbadleiter Thomas Kratzke. Seit 1983 arbeitet er im Hallenbad, dessen Namensgeber Walter Leo Schmitz war von 1975 bis 1978 Bürgermeister der Stadt.

Viele Nachbarkommunen wie Marienheide oder Hückeswagen haben sich von ihrem Schwimmbad verabschiedet, Kürten hat das „Splash“ an einen privaten Investor verkauft. Doch auch das Wipperfürther Bad stand 2007/2008 auf der Kippe.

Auch das Wipperfürther Bad stand schon mal auf der Kippe

„Die Stadt wollte das Bad an den buddhistischen Tempel Daiseion-Ji verkaufen, es gab Pläne, dort ein Hotel zu errichten“, sagt Radder. Engagierte Wipperfürtherinnen und Wipperfürther gründeten die Interessengemeinschaft und kämpften entschlossen für den Erhalt des städtischen Bades. Die IG holte die Energieagentur Wuppertal mit ins Boot. Die bescheinigte, dass der Zustand des Gebäudes nicht schlecht sei. Daiseion-Ji sprang wieder ab.

Schließlich entschied sich der Wipperfürther Rat für eine umfassende Sanierung des Hallenbades, die 2010/11 ausgeführt wurde. Ein Bereich wurde damals aus Kostengründen allerdings ausgespart: Die Sanierung der großen Glasfassade. Die soll in absehbarer Zeit nachgeholt werden.

Die Beliebtheit sorgt für Probleme

Offen ist allerdings noch die Frage, wie das Bad und das Wasser künftig beheizt werden sollen. „Eine Wärmepumpe wäre eine Option“, sagt Kratzke. Der Leiter des Hallenbades freut sich über steigende Besucherzahlen, sowohl im Hallenbad als auch in der Sauna.

Diese Beliebtheit macht aber auch Probleme. Vormittags ist das Bad fast durchgängig für das Schulschwimmen reserviert. Frühschwimmer können nur dienstags zwischen 6 und 8 Uhr sowie donnerstags ab 6 Uhr ihre Bahnen ziehen. Groß ist auch das Interesse an Wassergymnastik, zusätzliche Kurse sind aber nicht möglich, weil das Bad belegt ist. Daran scheiterte auch die Idee einer Kooperation mit dem Berufskolleg und einer Ausbildung von Berufsschülerinnen und Berufsschülern zu Rettungsschwimmern.

Sechs bis neun Monate Wartezeit für Schwimmkurse

Überlaufen sind weiterhin die Kurse für Schwimmanfänger, wie Kratzke erklärt, sechs bis neun Monate Wartezeit seien derzeit die Regel. Heike Radder engagiert sich nun auch schon 50 Jahre für das Wipperfürther Hallenbad. „Wenn ich einen Wunsch hätte, dann wäre das ein therapeutisches Außenbecken. Wir Älteren werden immer mehr. Und es ist erwiesen, dass Schwimmen der gesündeste Sport im Alter ist, und gut ist für Kreislauf und Gelenke.“


Am letzten Juni-Wochenende soll der runde Geburtstag des Hallenbades an zwei Tagen von 11 bis 17 Uhr groß gefeiert werden, im Bad als auch auf dem Außengelände. „Man muss also keine Badekleidung mitbringen“, erklärt Janine Röttger von der Stadtverwaltung.

Am Samstag, 27. Juni, öffnet das Bad regulär um 9 Uhr, die Feier beginnt um 11 Uhr. Feuerwehr und Jugendfeuerwehr sorgen für Spiel und Spaß, die DLRG aus Leverkusen bringt Spielgeräte mit. Auf der Laufmatte der IG WLS-Bad, die auf dem Wasser schwimmt, sollen Wettläufe übers Wasser ausgetragen werden. Es gibt Führungen durch das Schwimmbad und die Saunalandschaft, die am Samstag deshalb erst ab 12 Uhr zum Schwitzen einlädt.

Auf den Beachvolleyballfeldern wird gespielt, die Kanufreunde Oberberg bringen ihre vom Stadtfest bekannte Rollenrutsche mit. Geplant sind außerdem eine „Mini-Blaulichtmeile“ und eine Leinwand, auf der historische Fotos gezeigt werden. Der Azubi des Hallenbades will in ein Seepferdchenkostüm schlüpfen und als Maskottchen für gute Laune sorgen. An beiden Tagen ist im WLS-Bad freier Eintritt. Außerdem soll im Außenbecken für Kleinkinder ein neues Wasserspielzeug in Form einer drehbaren Blume eingeweiht werden.