Nachdem nach Corona die Zahlen eingebrochen waren, hatte der Verein in Wipperfürth-Kreuzberg wieder auf das große Konzept gesetzt.
ReittsportAuf dem Silberberghof fand wieder ein großes Turnier in Dressur und Springen statt

Mit dem Gewinn des S**-Springens sicherte sich Karsten-Alexander Gelhausen den fehlenden Sieg für das Goldene Reitabzeichen.
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Das wiederbelebte Konzept der RTG Silberberghof hat gefruchtet: Das sportlich hohe Niveau in Springen und Dressur an den vier Turniertagen zog viele Reiter und Zuschauer an. Nachdem nach Corona die Zahlen eingebrochen waren, hatten die Organisatoren des Vereins in Wipperfürth-Kreuzberg wieder auf das große Konzept gesetzt, mit Prüfungen bis in die obersten Klassen und mit einem Rahmen, der einiges für die Zuschauer bot.
Volker Kämper, Besitzer der Reitanlage der RTG Silberberghof, kündigte mit Blick auf die gute Resonanz an, dass es im kommenden Jahr auch wieder ein Programm am Samstagabend geben werde.
Auch die Kreuzberger kamen zum Turnier der RTG Silberberghof
Auch die Kreuzberger kamen RTG-Sportwartin Pia Brandt hob hervor, dass das Turnier auch bei den Kreuzbergern guten Anklang gefunden hat. „Viele haben gesagt, dass sie sich freuen, dass hier wieder so ein großes Turnier stattfindet, und sind vorbeigekommen“, erzählte sie. Bei einem kühlen Getränk und einem Snack ließ es sich gut auf dem Gelände aushalten und die Wettbewerbe in Dressur und Springen beobachten. Und auch genießen, wie die Dressurkür mit Musik.
Für Karsten-Alexander Gelbach (RTG Silberberghof) bot der Samstag einen besonderen Erfolg. Er gewann auf Ulrich G die S**-Punktespringprüfung und sicherte sich damit den noch fehlenden Erfolg für die Qualifikation für das Goldene Reitabzeichen. Wenn er alle Unterlagen eingereicht hat, stehe einer Verleihung nichts mehr im Wege, sagte RTG-Vorsitzender Stefan Laartz.
Neben Gelhausen gewann auch seine Vereinskollegin Ricarda Sürth ein Springen der schweren Klasse. Sie setzte sich auf Quality Carentino in der Amateur-Springprüfung der Klasse S* durch.

Ricarda Sürth freut sich über den Sieg im S*-Springen.
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„Wir hatten neben den Prüfungen dazu auch noch Superwetter“, freute sich Stefan Laartz. Dass so viele Reiterinnen und Reiter gekommen sind, läge auch daran, dass Prüfungen für die Qualifikation zum Bundeschampionat im Herbst in Warendorf auf dem Programm standen, für fünf- und sechsjährige Ponys und Pferde. Auch hier wurde in Dressur und Springen gewertet. „Es ist noch früh im Jahr und wir sind einer der ersten Vereine, die die Qualifikation angeboten haben“, sagte Laartz.
Ein Blick auf die Kennzeichen zeigte, dass die Reiterinnen und Reiter auch von weiter her nach Kreuzberg gekommen waren. Wer an mehreren Prüfungen teilnahm und zwischen den Tagen nicht nach Hause fahren wollte, der konnte eine der Boxen der RTG Silberberg nutzen.
Für den Dressurbereich, der gleich mit mehreren schweren Prüfungen bis hin zum Grand Prix aufwartete, war Claudius Becher zuständig. Der Dressurreiter gehörte lange zu den Besten, auch über Oberberg hinaus, und startete für die RTG Silberberghof. Mittlerweile ist er im Dressurstall „Rinkscheider Hof“ in Meinerzhagen tätig, hat den Kontakt nach Wipperfürth und zu Volker Kämper aber nie abreißen lassen. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Turnierverlauf“, sagte Becher, die Reiterinnen und Reiter hätten ein durchweg positives Feedback gezogen.

Ute Hein ist eine der Reiterinnen der RTG, die in der Dressur antraten.
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Am Samstag schaute Jona Jolie Schwamborn in Kreuzberg vorbei. Anfang April war die 18-Jährige, die eins der Aushängeschilder der RTG war, nach Damme umgezogen, wo der ehemalige Marienheider Andreas Kreuzer in Zusammenarbeit mit Züchterlegende Paul Schockemöhle ein Trainingszentrum hat. Sie konnte dabei ein Auge auf die 13-jährige Paulina Widak werfen, die wie sie von Volker Kämper gefördert wird und beim Turnier neben ersten Plätzen auch einige vordere Ränge verzeichnete.
„Sie kommt schon auf einige S-Platzierungen auf Ponys und Großpferden“, sagte Kämper. Im Moment bereitet sich Paulina Widak auf den Preis der Besten vor und ihr Trainer räumt ihr auch Chancen ein, sich für die Europameisterschaft zu qualifizieren. Talent, erklärte Volker Kämper, reiche alleine nicht, die Reiterin müsse sehr fleißig sein. Jeden Tag reitet die 13-Jährige sechs bis sieben Pferde. Um weiterzukommen, brauche es eine Menge Sprünge, sonst gehe es nicht so schnell, so ihr Trainer.
Am Ende der vier Tage zog Pia Brandt ein positives Fazit. „Die durchweg positive Resonanz von Reitern, Gästen und umliegenden Vereinen hat gezeigt, wie gut die Veranstaltung angenommen wurde.“ Darauf wolle die RTG aufbauen und im nächsten Jahr mit weiteren Steigerungen und einem abwechslungsreichen Showprogramm noch mehr begeistern.
