Bahn kann erste Arbeiten ausschreiben – Zweites Gleis, zusätzliche Bahnsteige und eine Unterführung an der Tannenbergstraße geplant.
Zweites Gleis nach GLBundesamt erteilt Baurecht für Ausbau des Bergisch Gladbacher S-Bahnhofs

Grünes Licht hat es am Freitag (21.8.) für den Ausbau des Gladbacher S-Bahnhofs gegeben.
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Der geplante Ausbau der S 11 zwischen Köln und Bergisch Gladbach hat eine wichtige Hürde überwunden. Das Eisenbahn-Bundesamt hat das Baurecht für den Abschnitt zwischen dem Bahnhof Bergisch Gladbach und dem Bahnübergang Tannenbergstraße erteilt. Das hat die Deutsche Bahn am Freitag (21.8.) mitgeteilt. Auch für die Erweiterung des Kölner Hauptbahnhofs liegt demnach der Planfeststellungsbeschluss vor. Damit sind zwei von insgesamt vier Abschnitten des Großprojekts genehmigt.
Die DB InfraGO kann nun die Ausschreibungen für erste vorbereitende Arbeiten auf den Weg bringen. Dazu zählen unter anderem die Sicherung und Verlegung von Kabeln und Leitungen sowie Umweltmaßnahmen im künftigen Baufeld. Zugleich müssen Sperrpausen beantragt werden, da ein Teil der Arbeiten nicht bei laufendem Zugverkehr ausgeführt werden kann. Einen konkreten Termin für den Baustart nennt die Bahn noch nicht.
Mit Vorbereitungen für die Baustelleneinrichtung ist bereits begonnen worden
Vorbereitungen auf dem Gladbacher Bahnhofsgelände sind allerdings bereits sichtbar. Wie berichtet hat die Bahn bereits Anfang des Jahres große Brachflächen hinter den stillgelegten Industriegleisen von Wildwuchs befreit, geschottert und planiert. Baucontainer wurden aufgestellt und Material angeliefert. Die Arbeiten dienten zunächst dem neuen Stellwerk in Köln-Mülheim, von dem aus künftig auch die Strecke nach Bergisch Gladbach gesteuert werden soll.

Nach den Planungsunterlagen sollen nördlich der Gleise im Gladbacher S-Bahnhof rund 1600 Quadratmeter für die Baustelleneinrichtung und weitere 10.000 Quadratmeter als Lagerfläche genutzt werden.
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Die Flächen sind aber zugleich für den späteren Ausbau der S 11 vorgesehen. Nach den Planungsunterlagen sollen nördlich der Gleise rund 1600 Quadratmeter für die Baustelleneinrichtung und weitere 10.000 Quadratmeter als Lagerfläche genutzt werden. Weitere Lagerplätze sind hinter dem Bahnübergang und an der Kalkstraße geplant. Sechs alte Industriegleise und ein Ausziehgleis sollen abgebaut werden. Nach Abschluss des Projekts will die Stadt die nicht mehr benötigten Grundstücke vermarkten.
Bahnübergang Tannenbergstraße soll im Zuge des Ausbaus aufgegeben werden
Zwischen dem Bergisch Gladbacher Bahnhof und der Tannenbergstraße soll die Strecke zweigleisig ausgebaut werden. Der Bahnhof selbst erhält nach den Plänen der Bahn einen zusätzlichen Mittelbahnsteig und einen neuen Außenbahnsteig. Sämtliche Bahnsteige sollen künftig barrierefrei erreichbar sein und einen neuen Wetterschutz erhalten.
Grundlegend verändern soll sich auch die Situation an der Tannenbergstraße. Der dortige Bahnübergang soll aufgehoben und durch eine Unterführung für Fußgänger und Radfahrer ersetzt werden. Der Übergang gilt seit Langem als Nadelöhr, weil geschlossene Schranken regelmäßig für lange Rückstaus sorgen.
Für das Projektteam ist das nach der jahrelangen Planung und Vorbereitung ein verdienter Meilenstein.
„Für das Projektteam ist das nach der jahrelangen Planung und Vorbereitung ein verdienter Meilenstein“, sagt Jens Schäfer, Leiter des Ausbaus im Bahnknoten Köln bei der DB InfraGO. Nun könne die Bahn mit den weiteren Vorbereitungen beginnen und den Baustart planen.
Noch offen ist das Baurecht für zwei weitere Abschnitte des Gesamtprojekts. Dazu gehört der für die Taktverdichtung entscheidende Ausbau der Strecke zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach. Die Bahn hatte für den Bau des zweiten Gleises zuletzt mit einer Bauzeit von rund 26 Monaten kalkuliert.
Nach dem Ausbau soll die S-Bahn alle zehn statt bislang alle 20 Minuten fahren
Während dieser Arbeiten soll auch der Park-and-Ride-Platz am Haltepunkt Duckterath wie berichtet vollständig als Lagerfläche genutzt und gesperrt werden. Die Stadt hatte deshalb von der Bahn einen Ersatzparkplatz für Pendler gefordert. Andernfalls, so die Befürchtung, könnten zahlreiche Autos auf die umliegenden Straßen ausweichen.
Neben dem Gladbacher Abschnitt hat das Eisenbahn-Bundesamt die Erweiterung des Kölner Hauptbahnhofs genehmigt. Am Breslauer Platz sollen zwei zusätzliche S-Bahngleise und ein 215 Meter langer Mittelbahnsteig entstehen. Künftig sollen die S-Bahnen je nach Fahrtrichtung getrennte Bahnsteige nutzen. Dadurch könnten gleichzeitig jeweils zwei Bahnen in Richtung Hansaring und Messe/Deutz halten. Auch die Fassade des Hauptbahnhofs am Breslauer Platz soll neu gestaltet werden.
Nach Abschluss des Gesamtprojekts soll die S 11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln zunächst alle zehn statt wie bisher alle 20 Minuten fahren. In der Hauptverkehrszeit ist perspektivisch ein annähernder Fünf-Minuten-Takt vorgesehen. Voraussetzung dafür ist das durchgehende zweite Gleis zwischen Dellbrück und Bergisch Gladbach. Zudem sollen sämtliche Stationen zwischen Köln-Holweide und Bergisch Gladbach barrierefrei umgebaut oder neu errichtet werden.
