Nach mehr als zwanzig Jahren verabschiedet sich Bettina Goebel von Kollegen und Wegbegleitern. Ihr Nachfolger: Thomas Dörmbach.
„Danke Bettina“Leiterin der katholischen Familienbildungsstätte Bergisch Gladbach geht in den Ruhestand

Vor Beginn der Feier: Bettina Goebel, Leiterin der katholischen Familienbildungsstätte, mit ihrem Nachfolger Thomas Dörmbach.
Copyright: Laura Hillrichs
Schon im Eingangsbereich der katholischen Familienbildungsstätte Bergisch Gladbach wird deutlich, dass dieser Nachmittag kein gewöhnlicher Termin ist. Viele Gäste begrüßen sich mit Umarmungen und Stimmen füllen den Raum. Kolleginnen und Kollegen, Wegbegleiterinnen und -begleiter und Kooperationspartner sind gekommen, um Bettina Goebel zu verabschieden.
Nach mehr als zwanzig Jahren in der katholischen Familienbildungsstätte verabschiedet sich Goebel zum 1. April in den Ruhestand. Seit 2006 leitete sie die Einrichtung. Zu ihren Aufgaben gehörten unter anderem Programmplanung, Personalführung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Kooperationen mit Familienzentren. In dieser Zeit entstanden zahlreiche Projekte und neue Angebote.
Ab dem April übernimmt Thomas Dörmbach die Leitung
Den offiziellen Auftakt des Nachmittags übernimmt Birgit Holtfort vom Vorstand des Bildungswerks der Erzdiözese. In ihrer Ansprache hebt sie besonders Goebels Engagement für Mädchen und Frauen hervor. Sie bedankt sich als Frau für die langjährige Arbeit für Frauen. Darauf folgt der erst lange Applaus aus dem Publikum.
Auch Stefan von der Bank, ebenfalls im Vorstand des Bildungswerks, erinnert an verschiedene Projekte aus den vergangenen Jahren. Er beschreibt mit welcher Ruhe und mit wie viel Herz Bettina Goebel an alle Herausforderungen rangegangen sei. Gleichzeitig richtet er den Blick nach vorne: Ab dem 1. April übernimmt Thomas Dörmbach die Leitung der Familienbildungsstätte. Gemeinsam überreichen Holtfort und von der Bank Goebel einen Olivenbaum, der als Symbol für einen neuen Lebensabschnitt stehen soll.
Mitarbeiter schenken Goebel ein Bild zum Abschied
Einen besonders warmherzigen und unterhaltsamen Beitrag liefert Hannelore Gabor-Molitor, Referentin der Familienbildungsstätte. Sie beginnt ihre Rede auf Kölsch: „Nä, wat wor dat dann all die Jahre en super spannende Zick.“ Kurz darauf stimmt das Publikum die Zeilen gemeinsam an. In ihrer Rede erinnert sie an Projekte wie „Mit Baby ins Museum“, den Mädchenberufstag oder das Führungsfrauennetzwerk. Die Familienbildungsstätte sei für viele Menschen ein besonderer Ort geworden, sagt sie, ein Ort, an dem Begegnung und Austausch möglich seien. Zum Abschluss liest sie das Gedicht „Ich wünsche dir Zeit“ von Elli Michler.
Weitere Vertreterinnen und Vertreter aus dem Bildungsnetzwerk der Erzdiözese sowie von Mikibu e. V. richten anschließend ihre Grußworte an Goebel. Auch ihr Team nutzt den Moment für einen persönlichen Abschied. Die Mitarbeiterinnen überreichen ihr ein Bild aus einer Ausstellung, die Goebel besonders beeindruckt hatte. Der Titel: „Und im Frühling wächst Gras drüber“.
Das Team „ist die Familienbildungsstätte“
Als Goebel schließlich selbst ans Mikrofon tritt, beginnt sie mit einem kurzen Scherz: „Jetzt bin ich dran, oder? Können Sie noch?“. Sie blickt auf ihren beruflichen Weg zurück, erinnert an wichtige Stationen ihrer Zeit in der Familienbildungsstätte und bedankt sich bei vielen Wegbegleiterinnen und -begleitern im Raum. Besonders hebt sie ihr Team hervor: „Das ist die Familienbildungsstätte.“
Der Nachmittag ist geprägt von vielen kleinen Begegnungen. Immer wieder wird deutlich, wie viele Menschen im Laufe der Jahre mit Bettina Goebel zusammengearbeitet haben. Zum Abschluss sorgt eine musikalische Überraschung für einen gemeinsamen Moment. Das Team hat den Song „En unserem Veedel“ umgeschrieben. Begleitet von Christian Eichborn und Jörg Kreike-Baum singt das Publikum mit und hält dabei rote Papierherzen in die Luft. Der Refrain des Songs macht noch einmal deutlich worum es an diesem Nachmittag geht: „Danke, Bettina.“

