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Mehr Platz für SchülerGGS Hand feiert 30. Geburtstag und eröffnet den Neubau der Schule

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Neben Bürgermeister Marcel Kreutz standen bei der Feier auch Sebastian Rolko , Geschäftsführer der Schulbau GmbH, und Projektleiterin Jeannette Fuß mit einem grünen Spendenscheck.

Zur Feier standen auf der Bühne neben Bürgermeister Marcel Kreutz (r.) auch Sebastian Rolko (2. v.l.), Geschäftsführer der Schulbau GmbH, und Projektleiterin Jeannette Fuß (2.v.r.).

Rund 800 Gäste feierten gemeinsam mit der GGS Hand, die Dank des neuen Hauses jetzt mehr Platz für den Ganztag hat.

Konfetti liegt noch auf dem Pflaster, über den Schulhof ziehen sich grüne, blaue, pinke und rote Wimpel. Kinder hüpfen in Säcken, lassen sich schminken, steigen auf die Tigerente oder stellen sich vor der Fotobox an. Am Samstag herrschte an der GGS Hand Jahrmarktstimmung. Von 10 bis 15 Uhr feierte die Schule 30 Jahre Schulkinderhaus – und die Eröffnung des Neubaus. Nach Angaben der Veranstalter kamen rund 800 Besucher. Auch Bergisch Gladbachs Bürgermeister Marcel Kreutz war zur Eröffnung vor Ort.

Viele zog es an diesem Nachmittag durch die offenen Türen des neuen Hauses. Von außen fällt der zweigeschossige Bau mit seinen hellblauen, orangefarbenen und graugrünen Fassadenfeldern auf. Drinnen liegt im Erdgeschoss das Herzstück: die neue Mensa mit Frischküche. Eine Etage höher befinden sich Klassen- und OGS-Räume. Große Fenster bringen viel Licht hinein, an hellen Tischen stehen grüne und gelbe Stühle. Insgesamt bietet der Neubau rund 816 Quadratmeter.

Die Nachfrage steigt weiter

Der zusätzliche Platz kommt zur richtigen Zeit. Seit dem 1. August haben zunächst Erstklässler einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung. In den kommenden Jahren wächst der Anspruch jeweils um einen Jahrgang, ab dem Schuljahr 2029/30 gilt er für die Klassen eins bis vier. Bergisch Gladbach muss dafür Betreuungsplätze schaffen. Für die GGS Hand soll der Neubau ermöglichen, bei Bedarf allen Schülerinnen und Schülern einen OGS-Platz anzubieten.

Vor einem Schulgebäude hängen bunte Wimpel.

Bunte Wimpel zierten das Schulgelände.

Wie stark sich die Betreuung nach dem Unterricht in den vergangenen 30 Jahren verändert hat, zeigt sich in Hand besonders gut. Andrea Radecki gehörte 1996 zu den Mitgründerinnen des Schulkinderhauses. Das Jugendamt hatte damals angestoßen, an der Schule eine Betreuung nach Schulschluss einzurichten. Damit lag Hand in einer Entwicklung, die damals in ganz Nordrhein-Westfalen einsetzte: Das Land baute mit Programmen wie „Schule von acht bis eins“ die Betreuung an Grundschulen aus. In Hand ging sie bis 14 Uhr. 20 Kinder kamen damals, betreut wurden sie von Ute Glazik und Andrea Radecki; dazu kam eine Köchin. 2006 änderte sich das System: Die Horte wurden geschlossen, die Betreuung wanderte an die Schulen und aus der Randstundenbetreuung wurde die Offene Ganztagsschule. In Hand startete sie mit rund 80 Kindern und Betreuung bis 16.30 Uhr. Den vertrauten Namen „Schulkinderhaus“ behielt man. Seitdem stieg die Nachfrage weiter.

Die Kinder essen direkt nebenan

Dass der Neubau den Alltag im Positiven verändert, lässt sich an diesem Samstag besonders gut in der Küche beobachten. Ano Demir braucht nur ein Wort dafür: „Freude“. Gemeinsam mit ihren beiden Küchenhelferinnen versorgt sie auch am Festtag die Gäste. Frikadellen, Nudel- und Obstsalat, Börek – und für die Süßen gibt es ihr Raffaello-Sahne-Dessert mit frischen Himbeeren.

Gelbe und grüne Stühle stehen vor Tischen in einem Klassenraum.

In den Klassenräumen sitzen die Kinder auf bunten Stühlen.

Vor allem eins gewinnt Demir: Platz. Die größere Frischküche bietet neue Geräte wie Kipper und Konvektomaten. Damit kann das Team mehrere Speisen gleichzeitig zubereiten und mehr Kinder frisch bekochen. Noch etwas gefällt Demir: Die Kinder essen direkt nebenan. „Dann sieht man direkt, ob etwas schmeckt“, sagt sie.

Im Haus sollen Lernen und Betreuung ein neues Zuhause bekommen

Auch Philipp Haag, Leiter des Schulkinderhauses, stellt das gemeinsame Essen in seiner Eröffnungsrede in den Mittelpunkt. „Eine gute Mahlzeit gibt Kraft, schafft Gemeinschaft und bringt Kinder an einen Tisch“, sagt er. Das neue Gebäude sei „weit mehr als Beton, Stahl, Glas und Wände“. Hier sollten Lernen und Betreuung ein Zuhause bekommen.

Bürgermeister Marcel Kreutz und Philipp Haag, Leiter des Schulkinderhauses, zerschneiden das rote Band an der Tür des neuen Schulkinderhauses.

Zerschnitten zur Eröffnung das Band: Bürgermeister Marcel Kreutz (r.) und Philipp Haag, Leiter des Schulkinderhauses.

Den Neubau hat die Schulbau GmbH im Auftrag der Stadt gebaut. Die Firma gehört vollständig der Stadt Bergisch Gladbach und kümmert sich um den Bau und die Sanierung von Schulen. Am 28. Oktober 2025 setzte sie den ersten Spatenstich, zum Beginn des neuen Schuljahres war der Neubau bezugsfertig.

Passend zum Fest ist auch der Spielbereich fertig geworden

Zur Ausstattung gehören auch ein begrüntes Dach, Photovoltaik und eine Wärmepumpe. Rollos, dreifach verglaste Fenster und die Lüftungsanlage sollen verhindern, dass sich die Räume im Sommer zu stark aufheizen. Über die Anlage lässt sich nachts kühlere Luft ins Gebäude holen, erklärt Schulbau-Geschäftsführer Sebastian Rolko.

Passend zum Fest ist auch der Spielbereich mit einem inklusiven Spielgerät fertig geworden – 30 Jahre nach dem Start mit 20 Kindern hat das Schulkinderhaus damit deutlich mehr Platz für den Ganztag.