Im Bergisch Gladbacher Papiermuseum fand der 26. Papier- und FairMarkt statt
PapiermarktGroßer Andrang an der Alten Dombach in Bergisch Gladbach

Viele Besucher lockte der Papiermarkt an
Copyright: Susanne Schröder
Schon deutlich vor der offiziellen Öffnung des 26. Papier- und FairMarktes auf dem Gelände des LVR-Industriemuseums Papiermühle Alte Dombach in Bergisch Gladbach füllten sich die Wege zwischen den alten Fachwerkbauten im Strundetal zusehends. Nicht wenige der rund 3800 Besucher hatten Umhängetaschen dabei, gab es doch viel Schönes zu entdecken und vielleicht mit nach Hause zu nehmen. Reges Interesse galt den jungen nachhaltig gezogenen Pflanzen vom Biohof.
Viele Tomaten, Paprika sowie andere Gemüsesorten oder Kräuter für das heimische Beet wechselten den Besitzer. Gleich nebenan bildete sich eine lange Schlange am Café-Mobil, während der Imbissstand noch auf den Hausmeister des Papiermuseums wartete, der das Stromkabel für den Bratwurstgrill aktivieren musste. Derweil herrschte unter den jüngsten Besuchern reges Treiben auf dem Spielplatz. „Papa wartet schon drüben auf Pommes“, verkündete ein schwer beschäftigter „U5-Jähriger“ an der Wasser-Matsch-Anlage.
Stände zum Mitmachen
Auf dem Außengelände des Museums boten verschiedene Mitmachstände weitere Gelegenheiten, aktiv zu werden. Mitglieder des Museumsfördervereis erklärten, wie Blumensamenpapier geschöpft wird und luden Interessierte ein, es selbst zu versuchen. Wer mochte, konnte an anderen Ständen Bienenwachstücher herstellen, Papier-Libellen basteln und zum Fliegen bringen oder kunstvolle Papiertüten falten.
Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit zum Gespräch mit John Gerard. Der in den USA geborene Kunstschaffende gestaltet seit fast 40 Jahren Kunst aus Papier und war anlässlich des Papier- und FairMarkt vor Ort. Dabei stand er gerne Rede und Antwort zu seinen Werken, die in der laufenden Ausstellung „Papier-Handgeschöpftes“„ noch bis zum November im Museum zu sehen sind.
Wichtiger Treffpunkt
„Auch in diesem Jahr sind wir wieder ein lebendiger Treffpunkt für Kunst, Handwerk, Nachhaltigkeit,“ freuten sich die Verantwortlichen, die bewusst auf einen „Zahl was du willst-Tag“ ohne Eintrittsgebühren setzten. Neben dem Angebot an nachhaltigen T-Shirts, Upcycling Stofftaschen, einigen natürlichen Pflegeprodukten sowie den Fairtrade-Produkten des Eine-Welt-Ladens legten sie das Hauptaugenmerk auf „Schönes und Ausgefallenes aus Papier“.
Handgeschöpfte unifarbene oder marmorierte Bögen, Briefpapier, Bücher oder Notizhefte, Schachteln, Bucheinbände, origineller Papierschmuck, filigrane Mobiles, kunstvoll gefertigte Papierblumensträußchen oder das Lieblingstier als Figur aus Pappmaché zeigten, welche Kreativität und Vielfalt „aus Papier gemacht“ möglich ist. Wer nicht gleich eine Skulptur mit nach Hause nehmen wollte, fand sein Lieblingstier als 3D-Modell auf einer Grußkarte im Museumsshop. Auch dort war der Andrang groß.
Ein Tipp: Hier erhält man ganzjährig Schönes und nicht Alltägliches rund um das Thema Papier. Viele Besucher nutzten die Angebote.
