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FreizeitSpanisches Flair überzeugt Besucher des Bensberger Frühlingsfestes

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Zu sehen ist eine volle Schloßstraße in Bensberg beim Frühlingsfest.

Bei sonnigem Wetter über die Schloßstraße flanieren, die Stände und Bühnenshow genießen.

Mit einem breiten Angebot und ohne Baustelle begeisterte das Bensberger Frühlingsfest seine Besucher.

Flanieren wie durch Palma de Mallorca, Sonne tanken wie an der Costa Brava, genießen wie auf dem Markt in Barcelona. Spanien-Feeling direkt vor der Haustür fanden die Besucher des Bensberger Frühlingsfestes das ganze Wochenende über in der gesamten Schloßstraße, die am Samstagnachmittag festlich und ganz offiziell eingeweiht wurde.

Bensberg erstrahlt in neuem Glanz, so auch das Frühlingsfest der Interessengemeinschaft Bensberger Handel und Gewerbe (IBH) mit einer großen Bühne an der Schloßtreppe, zahlreichen Ständen mit ausgefallener Ware, Mitmachaktionen für jeden Geschmack und einem neuen Spielplatz im Zentrum des Geschehens.

Volles Potenzial entfalten

Eines, und da waren sich alle einig, wurde gar nicht vermisst: die Baustelle. „Bensberg zeigt, dass die Großveranstaltungen geliebt werden“, sagte Henning Schmitz, der mit XDream-Events für die Händler und den verkaufsoffenen Sonntag verantwortlich ist, und schaute sich mit einem Lächeln im Gesicht um. „Wir mussten lange überzeugen, man hat die Baustelle durchgehalten und jetzt zeigt Bensberg sein Potenzial, das für Feste möglich ist. Von einer Bühne zum Beispiel haben wir lange geträumt“, so Schmitz. Die Vorbereitungen seien dieses Mal viel unkomplizierter abgelaufen: „Wir konnten planen, die Plätze viel besser aufteilen und mussten keine Schilder wegräumen.“

Mit den orangefarbenen Kissen der IBH zum Ausleihen machten es sich die Besucher gemütlich auf den Treppenstufen, sorgten für fröhliche Farbtupfer auf dem hellen Naturstein und verfolgten gebannt das abwechslungsreiche Programm der Kreativitätsschule oder der Max-Bruch-Musikschule auf der Bühne.

Zu sehen ist Gladbachs Bürgermeister Marcel Kreutz mit NRW-Ministerin Ina Scharrenbach und anderen Personen.

Auch Gladbachs Bürgermeister Marcel Kreutz (2.v.l.) und NRW-Ministerin Ina Scharrenbach (1. v. r.) haben das Frühlingsfest bei seiner Eröffnung besucht.

Ulrike aus Köln war pünktlich zur Eröffnungsfeier anwesend und das aus einem ganz besonderen Grund: „Ich wollte Marcel Kreutz hören. Er war mit meinem Sohn in der Schule und ich bin unfassbar stolz auf diesen Mann“, sagte sie und hörte gespannt zu, als der Gladbacher Bürgermeister mit NRW-Ministerin Ina Scharrenbach und dem Ersten Beigeordneten Ragnar Migenda den offiziellen Festakt mit Reden einleitete. „Von einem Traum zum Raum. Herzlichen Glückwunsch, es ist Ihre Schloßstraße. Machen Sie was draus“, so die Worte der NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung.

Für Kreutz war klar: „Das ist einer der Termine, auf den ich mich seit einem Jahr am meisten freue.“ Bei einem Spaziergang über das Fest und die „Straße der Begegnung“ kam er mit den Besuchern ins Gespräch und schwelgte in seinen ersten ganz persönlichen Erinnerungen an die Bensberger Einkaufsstraße: „Ich bin mit acht Jahren über die Schloßstraße zum Kinderarzt gelaufen und 30 Jahre später stehe ich hier als Bürgermeister, das ist schon verrückt.“

Neue Erinnerungen schaffen

Johanna und Daniela schufen für die nachfolgenden Generationen gute erste Erinnerungen an Bensberg mit Zuckerwatte, Dosenwerfen, Glitzertattoos oder Flechtsträhnen am Stand der Großen Bensberger Karnevalsgesellschaft. „Alle sind sehr entspannt, das kommt sicherlich vor allem durch das schöne Wetter. So viel wie heute war samstags noch nie los, es ist richtig voll“, sagten sie. Die beiden hatten alle Hände voll zu tun, beriefen sich aber auf ihr Credo: „Ohne Glitzertattoos kein Stadtfest“, was viele kleine Stammgäste nur bestätigen konnten.

Im schattigen Teil und gegenüber vom neuen Spielplatz war der Stand des Gladbacher Eissportvereins. „Der Spielplatz ist sehr gut besucht“, beobachteten Lukas und Sarah aus der Abteilung Eiskunstlauf. „Bei uns hingegen war auf dem Herbstfest deutlich mehr Zulauf am Stand im Gegensatz zu heute. Die Leute wissen, dass die Halle aktuell geschlossen ist“, so die Vereinsvertreter. „Aber wir haben auch dieses Wochenende wieder das kleine Eishockeyfeld dabei und das macht den Kindern wahnsinnig viel Freude.“

Auch in den Abendstunden, als die Händler zum verdienten Feierabend übergingen, riss das Interesse am Verweilen auf dem Fest nicht ab und die Besucher versammelten sich rund um die Bühne. „Handercover“ motivierte in neuer Besetzung mit Sängerin Susanne Meyer und Knut Kornatz an der Gitarre mit den bekanntesten Coversongs aus verschiedensten Jahrzehnten, das Natursteinpflaster auf seine Stabilität zu testen, ehe die Sonne sich ausruhte für den nächsten Festtag und somit auch den traditionellen verkaufsoffenen Sonntag.