Kinderschutzbund im Rheinisch-Bergischen Kreis ist auf Spenden angewiesen, um seine Projekte zu finanzieren. Zwei Second-Hand-Läden leisten einen weiteren Beitrag.
GeldspendeBergische Löwinnen unterstützen "Nummer gegen Kummer" beim Kinderschutzbund

Der Vorstand der Bergischen Löwinnen übergibt einen Spendencheck in Höhe von 3000 Euro an den Rheinisch-Bergischen Kinderschutzbund.
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Alle Kinder und Jugendlichen sollten die Chance haben, sicher und behütet aufzuwachsen. Der Kinderschutzbund im Rheinisch-Bergischen Kreis arbeitet jeden Tag daran, diesem Ziel näherzukommen. Nun erhält der Verband Unterstützung: Der Förderverein des Lions Club „Bergische Löwinnen“ spendet 3000 Euro für das Kinder- und Jugendtelefon. Das Geld stammt aus Spenden, die beim diesjährigen Wohltätigkeits-Karnevalsbasar gesammelt wurden. Mit solchen Veranstaltungen engagieren sich die Bergischen Löwinnen regelmäßig für soziale Projekte rund um Kinder und Jugendliche. Zur symbolischen Scheckübergabe trafen sich unter anderem die erste Vorsitzende Elke Dörrenhaus und ihre Stellvertreterin Ulla Freund mit Vertreterinnen und Vertretern des Kinderschutzbundes.
Das Kinder- und Jugendtelefon, in Bergisch Gladbach beim Kinderschutzbund angesiedelt, ist eine bundesweite Anlaufstelle für junge Menschen. Unter der Nummer 116 111, auch bekannt als „Nummer gegen Kummer“, können Anrufende anonym, kostenfrei und vertraulich über Sorgen, Ängste oder Probleme sprechen und Rat finden. Deutschlandweit gibt es 77 Standorte, Bergisch Gladbach ist seit mehr als 30 Jahren einer davon. Hier sei die Spende besonders wichtig, so Dieter Rosenbaum für den Kinderschutzbund, weil das Jugendtelefon sonst keine festen Zuschüsse erhält. Alle Beraterinnen und Berater arbeiten hier ehrenamtlich, die Spendengelder fließen vor allem in ihre Ausbildung.
Für die Beratung bei der „Nummer gegen Kummer“ ist eine Ausbildung nötig
Neben dem Telefonangebot setzt der Kinderschutzbund viele weitere Projekte um. Ein Beispiel ist das Patenprojekt. Es unterstützt Kinder und Jugendliche dabei, am Alltag teilzunehmen, etwa bei Hobbys, Klassenfahrten oder Ferienfreizeiten. „Es soll den Kindern die Möglichkeit geben, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Sie wären sonst völlig sozial isoliert“, erklärt Angelika Krell, die das Projekt betreut und sich im Vorstand des Verbands engagiert. Finanziert wird auch dieses Projekt überwiegend durch Spenden. Das Geld wird für Vereinsbeiträge, Musikunterricht, Sportkleidung oder Instrumente aufgewendet.
Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sowie junge Erwachsene bis 25 Jahre, die noch zur Schule gehen und aus Familien kommen, die etwa Bürgergeld, Wohngeld, Hilfe für Asylbewerber oder Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket beziehen oder sich in einer ähnlichen finanziellen Lage befinden. Das Projekt hilft dort, wo staatliche Unterstützung nicht ausreicht.
Einkauf in Second-Hand-Läden schont Ressourcen und unterstützt den Verein
Auch die beiden Second-Hand-Läden des Vereins verbinden Hilfe mit Nachhaltigkeit. Dort gibt es gut erhaltene Kleidung zu kleinen Preisen kaufen. Das Angebot ist für Menschen, die sparen müssen, aber auch für alle anderen. „Die Läden sind für alle da“, betont Christine Schlüter aus der operativen Leitung des Kinderschutzbundes. Wer dort einkauft, schont nicht nur Ressourcen, sondern unterstützt gleichzeitig die Projekte des Vereins.
Darüber hinaus engagiert sich der Verein stark in der Präventionsarbeit und bietet Fortbildungen zum Kinderschutz an. Spenden wie die der Bergischen Löwinnen helfen dabei, diese Arbeit fortzuführen. Der Lions-Club wurde 2022 gegründet und ist der erste reine Frauenclub in der Region. Mit Aktionen wie Karnevalsbasar oder einer Osterverlosung sammeln die Mitglieder Spenden für soziale Zwecke. Alle Einnahmen fließen direkt in Projekte für Frauen und Kinder in Not, etwa für ein Frauenhaus oder die Trauerbegleitung Domino, die damit die Ausbildung ehrenamtlicher Begleiterinnen und Begleiter unterstützt.

